November
Sonntag, 1. November
Ich werde nicht für immer nachtragend sein (Jer. 3:12)
Die Ältesten bemühen sich, im Umgang mit jemandem, der aus der Versammlung entfernt wurde, Jehovas Mitgefühl widerzuspiegeln. Jehova wartete zum Beispiel nicht, bis die treulosen Israeliten den ersten Schritt machten. Stattdessen reichte er ihnen die Hand, noch bevor sie irgendwelche Anzeichen von Reue erkennen ließen. Um zu verdeutlichen, wie mitfühlend er ist, forderte er den Propheten Hosea auf, seiner Frau Versöhnung anzubieten, obwohl sie nach wie vor sündigte (Hos. 3:1; Mal. 3:7). Wie Jehova wünschen sich Älteste von Herzen, dass ein Sünder umkehrt, und sie machen ihm das nicht schwer. Denken wir auch an Jesu Gleichnis vom verlorenen Sohn. Der Vater rannte seinem Sohn entgegen, „fiel ihm um den Hals und küsste ihn liebevoll“ (Luk. 15:20). Interessanterweise wartete der Vater nicht, bis sein Sohn ihn um Vergebung anflehte. Stattdessen ergriff er die Initiative, wie das jeder liebevolle Vater tun würde. w24.08 28 Abs. 7-8
Montag, 2. November
Wenn es irgendjemandem von euch an Weisheit fehlt, dann soll er Gott immer wieder darum bitten, denn Gott gibt allen großzügig und ohne Vorwürfe (Jak. 1:5)
Wie der heutige Tagestext deutlich macht, behält Jehova seine Weisheit nicht für sich. Er teilt sie großzügig mit anderen. Und das tut er „ohne Vorwürfe“ zu machen oder, wie die Fußnote sagt, „ohne zu kritisieren“. Er möchte nicht, dass wir uns schlecht fühlen, weil wir seine Anleitung brauchen. Im Gegenteil, er fordert uns sogar auf, ihn darum zu bitten (Spr. 2:1-6). Können wir uns Jehova zum Vorbild nehmen und unser Wissen weitergeben? (Ps. 32:8). Tatsächlich haben wir da viele Möglichkeiten. Es ist zum Beispiel wichtig, Neue in den Predigtdienst einzuführen. Älteste schulen Dienstamtgehilfen und andere Brüder geduldig darin, Aufgaben in der Versammlung zu erfüllen. Und wer Erfahrung in der Instandhaltung und Bautätigkeit hat, gibt sein Wissen gern an weniger Erfahrene weiter. w24.09 28-29 Abs. 11-12
Dienstag, 3. November
Ihr wart uns so lieb geworden (1. Thes. 2:8)
Ein Ältester muss ein Mann sein, dem „nichts vorzuwerfen“ ist. Das heißt, er hat einen guten Ruf in der Versammlung, weil sein Verhalten einwandfrei ist (1. Tim. 3:2). Er muss aber auch bei Außenstehenden einen guten Ruf haben. Es kann natürlich sein, dass sie seine Glaubensansichten kritisieren, aber sie sollten keinen berechtigten Grund haben, an seiner Ehrlichkeit oder seinem guten Verhalten zu zweifeln (Dan. 6:4, 5). Frag dich: Stehe ich innerhalb und außerhalb der Versammlung in einem guten Ruf? Ein Ältester muss außerdem „das Gute lieben“. Damit ist gemeint, die guten Eigenschaften anderer wahrzunehmen und sie dafür zu loben (Tit. 1:8). Man freut sich auch, anderen Gutes zu tun und geht gern über das hinaus, was von einem erwartet wird. Warum ist dieses Erfordernis für Älteste so wichtig? Weil es viel Zeit erfordert, ein Hirte zu sein und sich um die Aufgaben zu kümmern, die in der Versammlung anfallen (1. Pet. 5:1-3). Doch die Freude, die sich daraus ergibt, anderen zu dienen, ist jedes Opfer wert (Apg. 20:35). w24.11 20-21 Abs. 3-5
Mittwoch, 4. November
Geben macht glücklicher als Empfangen (Apg. 20:35)
Dienstamtgehilfen spielen eine wichtige Rolle in den Versammlungen. Es ist ganz offensichtlich, dass der Apostel Paulus diese treuen Männer sehr schätzte. Als er zum Beispiel den Christen in Philippi schrieb, grüßte er neben den Aufsehern auch ausdrücklich die Dienstamtgehilfen (Phil. 1:1). Vielen Brüdern, ob jung oder alt, macht es richtig Freude, Dienstamtgehilfe zu sein. Devan war zum Beispiel 18, als er ernannt wurde. Luis dagegen Anfang 50. Luis spricht vielen aus dem Herzen, wenn er sagt: „Es ist für mich eine große Ehre, mich als Dienstamtgehilfe einsetzen zu dürfen, besonders wenn ich daran denke, wie viel Liebe die Versammlung mir schon gezeigt hat.“ Wenn du ein getaufter Bruder, aber noch kein Dienstamtgehilfe bist, wäre das dann nicht ein schönes Ziel für dich? w24.11 14 Abs. 1-3
Donnerstag, 5. November
Ach Jehova, ich bitte dich, denk doch daran, dass ich getan habe, was in deinen Augen gut war (2. Kö. 20:3)
Im Alter von 39 Jahren erfuhr König Hiskia von Juda, dass er an einer unheilbaren Krankheit litt. Der Prophet Jesaja überbrachte ihm im Auftrag Jehovas die Nachricht, dass er daran sterben würde (2. Kö. 20:1). Hiskias Lage schien hoffnungslos zu sein. Die Nachricht erschütterte ihn tief. Er fing an heftig zu weinen und flehte zu Jehova. Hiskias Tränen und seine Bitte berührten Jehova, und er ließ ihn durch Jesaja wissen: „Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Ich heile dich jetzt.“ Jehova war barmherzig und versprach Hiskia, dass er sein Leben verlängern und Jerusalem aus der Hand der Assyrer befreien würde (2. Kö. 20:4-6). Kämpfst du gerade mit einer unheilbaren Krankheit? Dann bete zu Jehova, auch unter Tränen. Wie die Bibel sagt, ist er „der Vater tiefen Mitgefühls und der Gott allen Trostes. Er tröstet uns in allen unseren Prüfungen“ (2. Kor. 1:3, 4). w24.12 24 Abs. 15-17
Freitag, 6. November
Ich setze meine Hoffnung auf Gott – und diese Männer haben dieselbe Hoffnung –, dass es eine Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten geben wird (Apg. 24:15)
Was für eine Freude wird es auslösen, die Auferstandenen willkommen zu heißen! Wir werden auch die unzähligen Schöpfungswerke Jehovas bestaunen können und dadurch immer mehr über unseren Gott lernen (Ps. 104:24; Jes. 11:9). Und am schönsten wird es sein, Jehova ohne den leisesten Anflug von Schuldgefühlen zu dienen. Würdest du das alles für den „vorübergehenden Genuss der Sünde“ eintauschen? (Heb. 11:25). Ganz bestimmt nicht. Alle diese Segnungen sind jedes Opfer wert, das wir heute bringen müssen. Denk daran: Das Leben im Paradies wird nicht für immer eine Zukunftshoffnung bleiben. Es kommt der Tag, wo es zur Realität wird. Das alles ist nur möglich, weil Jehova uns so sehr geliebt hat, dass er seinen Sohn für uns gab. w25.01 29 Abs. 12
Samstag, 7. November
Ist die Hand Jehovas etwa zu kurz? (4. Mo. 11:23)
Moses gehört zu den herausragenden Glaubensvorbildern, die im Hebräerbrief aufgelistet werden (Heb. 3:2-5; 11:23-25). Er bewahrte sich sein Vertrauen auf Gott und wurde nicht enttäuscht. Jehova sorgte in dieser lebensfeindlichen Umgebung durch Wunder für Nahrung und Wasser (2. Mo. 15:22-25; Ps. 78:23-25). Was geschah jedoch, etwa ein Jahr nachdem Jehova Israel befreit hatte? Der Glaubensmann Moses stellte infrage, dass Jehova seinem Volk wie angekündigt Fleisch geben könnte. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, wie Jehova in der einsamen Wildnis für ein Millionenvolk Fleisch beschaffen wollte. Daraufhin fragte Gott ihn: „Ist die Hand Jehovas etwa zu kurz?“ (4. Mo. 11:21-23). Im Grunde fragte Jehova also: „Denkst du wirklich, ich könnte nicht tun, was ich angekündigt habe?“ w25.03 26 Abs. 1-2
Sonntag, 8. November
Gott hielt sich nicht davon zurück, eine ehemalige Welt zu strafen (2. Pet. 2:5)
Gibt es eine biblische Grundlage, den Sintflutbericht als prophetisches Vorbild aufzufassen? Nein. Warum kann man das sagen? Jesus verglich zwar die Zeit Noahs mit seiner Gegenwart, aber er deutete nicht an, dass die Sintflut ein prophetisches Vorbild ist und es für jede Person und jedes Ereignis ein entsprechendes Gegenbild gibt. Auch ging er nicht auf das Verschließen der Tür ein, sodass man daraus eine prophetische Bedeutung ableiten könnte (Mat. 24:37-39). Als Noah Jehovas Warnung hörte, bewies er Glauben, indem er die Arche baute (Heb. 11:7; 1. Pet. 3:20). Auch die Menschen, die die gute Botschaft von Gottes Königreich hören, müssen etwas unternehmen (Apg. 3:17-20). Petrus nannte Noah einen „Prediger der Gerechtigkeit“. Heute gibt es ein weltumspannendes Predigtwerk, und wir machen gern dabei mit. Aber so sehr wir uns auch bemühen – es ist nicht möglich, jeden Einzelnen zu erreichen, bevor das Ende kommt. w24.05 8-9 Abs. 3-5
Montag, 9. November
Wer Ehrfurcht vor Jehova hat, den ehrt er (Ps. 15:4)
Wir legen großen Wert darauf, unsere Brüder freundlich und respektvoll zu behandeln (Röm. 12:10). Eine Möglichkeit, das zu tun, wird in Psalm 15:4 erwähnt, wo es über einen Gast in Jehovas Zelt heißt: „Er nimmt sein Versprechen nicht zurück, auch wenn es ihm Nachteile bringt.“ Versprechen nicht einzuhalten verletzt andere (Mat. 5:37). Jehova erwartet zum Beispiel, dass seine Gäste zu ihrem Eheversprechen stehen. Er freut sich auch, wenn Eltern ihr Bestes geben, das einzuhalten, was sie ihren Kindern versprochen haben. Die Liebe zu Jehova und zu unseren Mitmenschen wird uns dazu veranlassen, alles uns Mögliche zu tun, um zu unserem Wort zu stehen. Wir können Jehovas Freunde auch dadurch ehren, dass wir großzügig und gastfreundlich sind (Röm. 12:13). Wenn wir unsere Freizeit mit Brüdern und Schwestern verbringen, stärkt das unsere Freundschaft zu ihnen und zu Jehova. Außerdem ahmen wir durch Gastfreundschaft die Großzügigkeit unseres Gottes nach. w24.06 12 Abs. 15-16
Dienstag, 10. November
Was ist der sterbliche Mensch, dass du an ihn denkst? (Ps. 8:4)
Jehova macht die Wahrheit demütigen Menschen zugänglich (Mat. 11:25). Um die Wahrheit kennenzulernen, haben wir uns von anderen helfen lassen (Apg. 8:30, 31). Doch wir müssen aufpassen, dass wir demütig bleiben und nicht stolz werden. Stolz könnte dazu führen, dass wir unsere persönlichen Ansichten für genauso gut und richtig halten wie biblische Grundsätze und die Anleitung von Jehovas Organisation. Damit man demütig bleibt, sollte man immer wieder daran denken, wie klein man im Vergleich zu Jehova ist (Ps. 8:3, 4). Wir können auch darum beten, demütig und lernbereit zu sein. Jehova wird uns helfen seine Gedanken – mit denen er uns durch die Bibel und seine Organisation vertraut macht – über unsere eigenen zu stellen. Achte beim Bibellesen darauf, wie sehr Jehova Demut liebt und wie sehr er Stolz, Arroganz und Hochmut hasst. Und wenn man dir eine Aufgabe überträgt, durch die du mehr im Rampenlicht stehst als andere, dann achte besonders auf deine Demut. w24.07 10 Abs. 8-9
Mittwoch, 11. November
Der Kleine wird zu 1000 werden und der Unbedeutende zu einer mächtigen Nation. Ich selbst, Jehova, werde es beschleunigen zu seiner eigenen Zeit (Jes. 60:22)
1919 hat Jesus eine kleine Gruppe gesalbter Männer eingesetzt, die das Predigtwerk organisiert und seine Nachfolger mit geistiger Nahrung versorgt (Luk. 12:42). Es ist ganz offensichtlich, dass Jehova ihre Arbeit segnet (Jes. 65:13, 14). Ohne organisiertes Vorgehen wären wir nicht in der Lage, den Auftrag zu erfüllen, den Jesus uns gegeben hat (Mat. 28:19, 20). Stell dir vor, es gäbe keine zugeteilten Gebiete und jeder könnte predigen, wo er möchte. Einige Gebiete würden immer und immer wieder bearbeitet werden, andere vielleicht gar nicht. Fallen dir noch weitere Bereiche ein, in denen es sich gut auswirkt, dass wir organisiert vorgehen? Was Jesus tat, als er auf der Erde war, bildet die Grundlage dafür, wie wir heute unter seiner Leitung organisiert sind. w24.04 8-9 Abs. 2-4
Donnerstag, 12. November
Wirst du nicht wieder mein Wohlwollen finden, wenn du Gutes tust? Andernfalls lauert die Sünde vor der Tür, und sie ist darauf aus, dich zu beherrschen (1. Mo. 4:7)
Kain war der erste Sohn von Adam und Eva. Er erbte von seinen Eltern sündige Neigungen. Außerdem sagt die Bibel über ihn, dass „seine eigenen Taten schlecht waren“ (1. Joh. 3:12). Das mag erklären, warum Jehova auf Kain und sein Opfer „nicht mit Wohlwollen“ blickte. Doch statt sein Verhalten zu ändern, „wurde Kain sehr wütend und war niedergeschlagen“. Wie reagierte Jehova darauf? Er sprach mit ihm (1. Mo. 4:3-7). Jehova ging freundlich mit ihm um, brachte Zuversicht zum Ausdruck und warnte ihn vor der Gefahr der Sünde. Leider weigerte sich Kain, auf Jehova zu hören, und ließ sich von ihm nicht zur Reue führen. Hielt diese negative Erfahrung Jehova davon ab, auf andere Sünder zuzugehen, um sie zur Reue zu bewegen? Auf keinen Fall. w24.08 10 Abs. 8
Freitag, 13. November
Wähle das Leben, damit du am Leben bleibst (5. Mo. 30:19)
Den Israeliten stand eine wunderbare Zukunft in Aussicht. Mit dem Segen Jehovas würden sie lange im verheißenen Land leben – ein wunderschönes und fruchtbares Land! Moses beschrieb es als „ein Land mit großen, schönen Städten, die du nicht gebaut hast, mit Häusern voll von allerlei guten Dingen, für die du nicht gearbeitet hast, mit Zisternen, die du nicht ausgehauen hast, mit Weingärten und Olivenbäumen, die du nicht gepflanzt hast“ (5. Mo. 6:10, 11). Moses sprach aber auch eine Warnung aus. Damit die Israeliten die Vorzüge des Landes lange genießen könnten, müssten sie Jehovas Gesetz befolgen. Moses forderte das Volk auf: „Wähle das Leben, … indem du Jehova … liebst, auf seine Stimme hörst und fest zu ihm hältst“ (5. Mo. 30:20). Doch die Israeliten wandten sich von Jehova ab. Deshalb ließ er irgendwann zu, dass die Assyrer und später die Babylonier sein Volk besiegten und es schließlich in die Gefangenschaft führten (2. Kö. 17:6-8, 13, 14; 2. Chr. 36:15-17, 20). w24.11 9 Abs. 5-6
Samstag, 14. November
Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, zieht ihn (Joh. 6:44)
Viele, die sich als Christen bezeichnen, sagen, sie glauben an Jesus, und nennen ihn ihren Retter (Joh. 6:29). Doch auch in Galiläa gab es einige, die anfangs an Jesus glaubten, ihn dann aber verließen. Wie kam es dazu? Die meisten aus der Menschenmenge waren bereit, Jesus zu folgen, solange er ihnen das gab, was sie sich wünschten. Ihnen ging es um Wunderheilungen, kostenloses Essen und um Lehren, die ihren Vorstellungen entsprachen. Doch Jesus machte deutlich, dass von seinen echten Nachfolgern mehr erwartet wird. Er kam nicht einfach auf die Erde, um die Wünsche der Menschen zu erfüllen. Sie mussten der Aufforderung folgen, zu ihm zu kommen, und sich an alles halten, was er lehrte (Joh. 5:40). w24.12 12 Abs. 12-13
Sonntag, 15. November
Ihr Männer, liebt eure Frauen weiterhin, so wie auch der Christus die Versammlung geliebt hat (Eph. 5:25)
Wie gelingt es einem Mann, gewalttätige und erniedrigende Verhaltensweisen abzulegen? Er kann sich am Beispiel Jesu orientieren. Die Art und Weise, wie Jesus seine Jünger behandelte, ist ein Vorbild für Ehemänner. Sehen wir uns an, wie Jesus mit ihnen umging und mit ihnen redete. Er behandelte seine Apostel immer freundlich und respektvoll. Er war nie schroff oder dominant. Es kam ihm nicht in den Sinn, sie durch autoritäres Auftreten einzuschüchtern. Stattdessen diente er ihnen demütig (Joh. 13:12-17). Er forderte seine Jünger auf: „Lernt von mir, denn ich habe ein mildes Wesen und bin von Herzen demütig, und ihr werdet neue Kraft gewinnen“ (Mat. 11:28-30). Milde ist kein Zeichen von Schwäche. Vielmehr bringt ein milder Mensch die Kraft auf, sich zu beherrschen. Wenn man ihn provoziert, bleibt er ruhig und behält seine Gefühle unter Kontrolle. w25.01 10 Abs. 10-11
Montag, 16. November
Vertraue Jehova alles an, was du tust (Spr. 16:3)
Je näher wir dem Ende dieses Weltsystems kommen, desto mehr müssen wir uns auf wirtschaftliche Schwierigkeiten einstellen. Politische Unruhen, bewaffnete Konflikte, Naturkatastrophen oder Pandemien könnten unerwartete Ausgaben oder den Verlust unserer Arbeit, unseres Besitzes oder unseres Zuhauses mit sich bringen. Wie können wir durch unsere Entscheidungen das Vertrauen unter Beweis stellen, dass Jehovas Hand nicht zu kurz ist? Der erste und wichtigste Schritt ist, mit Jehova über unsere Sorgen zu sprechen. Beten wir um Weisheit und innere Ruhe, damit wir gute Entscheidungen treffen können und nicht „vor Ungewissheit angespannt“ sind (Luk. 12:29-31). Wir sollten ihn auch bitten, dass wir es schaffen, mit dem Lebensnotwendigen zufrieden zu sein (1. Tim. 6:7, 8). Suchen wir außerdem in unseren Publikationen nach Ratschlägen, wie man mit finanziellen Problemen umgehen kann. Viele haben auf jw.org hilfreiche Tipps gefunden. w25.03 28-29 Abs. 10-11
Dienstag, 17. November
Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen soll (Apg. 10:28)
Es war die Zeit gekommen, dass unbeschnittene Nichtjuden sich dem Volk Gottes anschließen durften. Der Apostel Petrus bekam den Auftrag, Kornelius zu predigen, der zu den ersten aus dieser Gruppe zählte. Da Juden den Kontakt mit Nichtjuden normalerweise vermieden, überrascht es nicht, dass Petrus auf seine Aufgabe vorbereitet werden musste. Als er erkannte, wie Jehova über die Sache dachte, gelang es ihm umzudenken, und er machte sich „ohne Widerrede“ auf den Weg zu Kornelius (Apg. 10:28, 29). Er und seine Hausgemeinschaft reagierten positiv auf die gute Botschaft und ließen sich taufen (Apg. 10:21-23, 34, 35, 44-48). Jahre später forderte Petrus Christen auf: „Stimmt alle im Denken überein“ (1. Pet. 3:8). Das gelingt uns, wenn wir unser Denken durch die Bibel, die Jehovas Gedanken enthält, formen lassen. w25.03 9 Abs. 7-8
Mittwoch, 18. November
Lasst euch nicht durch alle möglichen fremden Lehren irreführen (Heb. 13:9)
Das Verhalten und die Denkweise der Welt weichen immer mehr von Jehovas vollkommener Sichtweise ab (Spr. 17:15). Deshalb müssen wir unser Wahrnehmungsvermögen schärfen, damit wir das Gedankengut von Gegnern, das uns von der Wahrheit abbringen soll, erkennen und entschieden ablehnen können. Es ist wichtig, dass auch wir uns den Rat des Apostels Paulus an die hebräischen Christen zu Herzen nehmen und nach Reife streben. Dazu gehört, die biblische Wahrheit gut kennenzulernen und sich Jehovas Denkweise zu eigen zu machen. Dieser Prozess ist mit der Hingabe und Taufe nicht abgeschlossen. Ganz gleich wie lange wir schon in der Wahrheit sind, regelmäßiges Bibelstudium ist für uns unverzichtbar (Ps. 1:2). Dadurch schaffen wir es, unseren Glauben zu vertiefen – ein Thema, das Paulus im Hebräerbrief hervorhebt (Heb. 11:1, 6). w24.09 10 Abs. 7-8
Donnerstag, 19. November
Kommt Gott näher und er wird euch näherkommen (Jak. 4:8)
Wenn Jehova eine Realität für uns ist, fällt es uns leichter, ihm treu zu bleiben. Das zeigte sich im Leben von Joseph. Es kam für ihn nicht infrage, sich auf Unmoral einzulassen. Jehova war für ihn real und er wollte ihn nicht enttäuschen (1. Mo. 39:9). Damit wir Jehova auch so sehen, ist es wichtig, dass wir uns Zeit zum Beten und zum Studieren nehmen. Dadurch wird unsere Freundschaft zu ihm stärker, und wir werden wie Joseph nichts tun wollen, was Jehova traurig macht. Wenn man sich nicht immer wieder vor Augen führt, dass Jehova der lebendige Gott ist, könnte man sich von ihm entfernen. Genau diesen Fehler machten die Israeliten in der Wildnis. Sie waren sich zwar dessen bewusst, dass Jehova existiert, begannen aber zu zweifeln, ob er für sie sorgen würde (2. Mo. 17:2, 7). Schließlich rebellierten sie gegen Gott. Lassen wir es nie so weit kommen (Heb. 3:12). w24.06 24 Abs. 14-15
Freitag, 20. November
Die Augen Jehovas schauen auf die Gerechten und seine Ohren hören ihren Hilferuf (Ps. 34:15)
Je weiter die letzten Tage voranschreiten, desto öfter müssen wir mit Situationen rechnen, die Tränen verursachen. Jehova nimmt es wahr, wenn wir weinen, und er fühlt mit uns. Er wird keine einzige unserer Tränen vergessen. Nehmen wir uns deshalb fest vor, Jehova unser Herz auszuschütten, wenn uns etwas zu schaffen macht. Isolieren wir uns nicht von unserer liebevollen Glaubensfamilie in der Versammlung. Und suchen wir weiter Trost in den beruhigenden Worten aus der Bibel. Wir können fest darauf vertrauen, dass Jehova unsere Treue belohnen wird. Dazu gehört das begeisternde Versprechen, dass er alle Tränen der Traurigkeit, Enttäuschung und Verzweiflung abwischen wird (Offb. 21:4). Es wird die Zeit kommen, wo wir nur noch Freudentränen vergießen. w24.12 20 Abs. 3; 25 Abs. 19
Samstag, 21. November
„Ihr seid meine Zeugen“, erklärt Jehova (Jes. 43:12)
Jehova hat uns als seine Zeugen ausgewählt und versprochen, uns Mut zu schenken (Jes. 43:10, 11). Für welche Hilfen sorgt er? Erstens: Jesus ist beim Predigen immer bei uns (Mat. 28:18-20). Zweitens: Jehova hat Engel beauftragt, uns zu unterstützen (Offb. 14:6). Drittens: Er gibt uns seinen heiligen Geist als Helfer, der uns an das erinnern kann, was wir gelernt haben (Joh. 14:25, 26). Viertens: Er stellt uns Brüder und Schwestern zur Seite. Mit der Hilfe Jehovas und der Unterstützung unserer Glaubensfamilie haben wir alles, was wir brauchen, um unseren Auftrag mutig zu erfüllen. Aber was, wenn du kaum jemand zu Hause antriffst? Das kann frustrierend sein. Hast du dich schon einmal gefragt: Wo sind die Leute, die hier wohnen, gerade? (Apg. 16:13). Sind sie auf der Arbeit oder beim Einkaufen? Falls ja, könntest du versuchen, Menschen in der Öffentlichkeit anzusprechen. w24.04 17 Abs. 10-11
Sonntag, 22. November
Wenn jemand seinem eigenen Haushalt nicht vorstehen kann, wie soll er dann für die Versammlung Gottes sorgen? (1. Tim. 3:5)
Wenn du verheiratet bist und gern Ältester werden möchtest, ist es wichtig, dass deine Familie einen guten Ruf hat. Du musst also jemand sein, „der seinem eigenen Haushalt gut vorsteht“ und dafür bekannt ist, seine Rolle liebevoll und verantwortungsbewusst auszufüllen. Das bedeutet unter anderem in Glaubensdingen die Führung zu übernehmen. Hast du minderjährige Kinder? Dann sollten sie dafür bekannt sein, dass sie „gehorsam sind und sich gut benehmen“ (1. Tim. 3:4). Erziehe und schule sie liebevoll. Natürlich ist es wichtig, dass Kinder lachen und spielen. Doch sie müssen auch Gehorsam, Respekt und gutes Benehmen lernen. Versuch deinen Kindern außerdem so gut es geht zu helfen, eine Freundschaft zu Jehova aufzubauen, nach biblischen Prinzipien zu leben und auf die Taufe hinzuarbeiten. w24.11 22 Abs. 10-11
Montag, 23. November
Die größte Liebe beweist der, der sein Leben für seine Freunde gibt (Joh. 15:13)
Je mehr wir im Dienst für Jehova tun, desto mehr werden wir seine Unterstützung verspüren, und unser Vertrauen zu ihm wird noch stärker (1. Kor. 3:9). Denk aber daran, dass Jehova dich nicht mit anderen vergleicht. Er sieht, wofür dein Herz schlägt, und freut sich, wenn er deine tiefe Dankbarkeit für das Lösegeld wahrnimmt (1. Sam. 16:7; Mar. 12:41-44). Nur durch das Lösegeld ist es möglich, dass unsere Sünden vergeben werden, wir Jehovas Freunde sein dürfen und auf ewiges Leben hoffen können. Seien wir für Jehovas Liebe, durch die all das erst möglich geworden ist, immer dankbar (1. Joh. 4:19). Und zeigen wir auch Dankbarkeit gegenüber Jesus, der uns so sehr geliebt hat, dass er sein Leben für uns gab. w25.01 31 Abs. 16-18
Dienstag, 24. November
Den ganzen Tag war ich beunruhigt (Ps. 73:14)
Was beschäftigte den Schreiber des 73. Psalms? Für ihn sah es so aus, als würden andere Gesundheit, Wohlstand und ein sorgenfreies Leben genießen (Ps. 73:3-5, 12). Als er ihren scheinbaren Erfolg beobachtete, hatte er das Gefühl, sein Einsatz für Jehova sei umsonst gewesen. Diese negativen Gedanken beunruhigten ihn „den ganzen Tag“ (Ps. 73:13, 14). Was unternahm er dagegen? Er begab sich in die friedliche Umgebung des Heiligtums Jehovas (Ps. 73:16-18). Dort konnte er wieder klar denken. Ihm wurde bewusst, dass manche zwar ein scheinbar sorgenfreies Leben führen, sie aber in Wirklichkeit keine Zukunft haben. Diese Sichtweise verhalf ihm zu innerem Frieden. Er erkannte, dass es keine bessere Entscheidung gibt, als Jehova an die erste Stelle zu setzen. Das stärkte seine Entschlossenheit, Jehova weiter zu dienen (Ps. 73:23-28). w24.10 27 Abs. 11-12
Mittwoch, 25. November
Die Menschen sollen wissen, dass du, dessen Name Jehova ist, du allein, der Höchste bist über die ganze Erde (Ps. 83:18)
Jehova nennt uns „meine Zeugen“ (Jes. 43:10-12). Vor einigen Jahren stand in einem Brief der Leitenden Körperschaft: „Tatsächlich besteht die größte Ehre für einen jeden von uns darin, als ein Zeuge Jehovas bezeichnet zu werden.“ Dazu ein Vergleich. Stell dir vor, du wirst unschuldig vor Gericht gestellt und brauchst jemand, der deinen guten Ruf verteidigt. Bestimmt würdest du eine Person als Zeugen aussuchen, die du kennst, der du vertraust und deren Aussage glaubwürdig ist. Dass Jehova uns als seine Zeugen ausgewählt hat, zeigt, wie gut er uns kennt und dass er uns zutraut, für ihn als allein wahren Gott auszusagen. Weil das für uns eine große Ehre ist, nutzen wir jede Gelegenheit, seinen Namen bekannt zu machen und die Lügen über ihn richtigzustellen. Gleichzeitig werden wir dadurch dem Namen gerecht, auf den wir so stolz sind: Jehovas Zeugen (Röm. 10:13-15). w24.05 18 Abs. 13
Donnerstag, 26. November
Er heilte alle Leidenden (Mat. 8:16)
Für andere da zu sein bereitete Jesus große Freude. Er hat aber nicht nur gelehrt, sondern auch die körperlichen Bedürfnisse der Menschen gestillt. Einmal versorgte er durch ein Wunder eine Menschenmenge mit Essen und beauftragte seine Jünger, es zu verteilen (Mar. 6:41). So brachte er ihnen bei, anderen zu dienen, und zeigte ihnen, dass einfache Arbeiten wichtig sind. Wir können uns gut vorstellen, wie viel Freude es den Aposteln bereitet haben muss, bei diesem Wunder Jesu mitzuwirken und Essen auszuteilen, bis alle satt waren (Mar. 6:42). Das blieb natürlich nicht die einzige Gelegenheit, bei der Jesus das Wohl anderer über sein eigenes stellte. Er war immer für andere da (Mat. 4:23). Menschen zu lehren und sich um ihre Bedürfnisse zu kümmern machte ihn glücklich. w24.11 16 Abs. 10-11
Freitag, 27. November
In den letzten Tagen werden kritische Zeiten herrschen, mit denen man schwer fertigwird (2. Tim. 3:1)
Je mehr sich die Lage „in den letzten Tagen“ zuspitzt, desto mehr gegenseitige Hilfe wird gefragt sein. Wenn jemand emotionalen Beistand oder Trost braucht, können wir eine Anlaufstelle sein. Geben wir unseren Brüdern und Schwestern das Gefühl, im Königreichssaal willkommen zu sein. Tun wir alles dafür, dass sie in der Versammlung auftanken können und sich geliebt und geborgen fühlen. Älteste können für alle eine Zuflucht sein, die von den Stürmen des Lebens getroffen werden. Bei Katastrophen und medizinischen Notfällen sorgen sie für praktische Hilfe. Sie stärken ihre Brüder und Schwestern auch im Glauben. Wenn ein Ältester dafür bekannt ist, dass er freundlich und mitfühlend ist und gut zuhören kann, werden andere gern auf ihn zugehen und sich geliebt fühlen. Es fällt ihnen dann auch leichter, biblische Hinweise von Ältesten umzusetzen (1. Thes. 2:7, 8, 11). w24.06 29 Abs. 12-13
Samstag, 28. November
Er hat nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont (Röm. 8:32)
Wir sollten nicht denken, Jehova würde wegen seiner Allmacht über den Dingen stehen und keinen Schmerz empfinden. Unsere Fähigkeit, Gefühle zu empfinden, ist der Beweis dafür, dass auch Jehova Gefühle hat. Schließlich wurden wir in seinem Bild erschaffen. Die Bibel sagt, man könne Jehova kränken und ihm Schmerz bereiten (Ps. 78:40, 41). Wie schlimm muss es für Jehova gewesen sein zu beobachten, wie sein Sohn von gottlosen Menschen grausam zu Tode gefoltert wurde. Das Lösegeld macht uns bewusst, dass uns niemand so sehr liebt wie Jehova – nicht einmal unser liebster Angehöriger oder bester Freund (Röm. 8:32, 38, 39). Jehova liebt uns sogar mehr, als wir uns selbst lieben. Wünschst du dir ewig zu leben? Jehova wünscht sich das noch mehr für dich. Möchtest du, dass deine Sünden vergeben werden? Jehova möchte das noch mehr als du. Alles, was er von uns erwartet, ist, dass wir sein großzügiges Geschenk annehmen, indem wir Glauben und Gehorsam zeigen. Das Lösegeld ist wirklich ein ganz besonderer Beweis für Gottes Liebe (Pred. 3:11). w25.01 22 Abs. 8-9
Sonntag, 29. November
Vergewissert euch immer, was für den Herrn annehmbar ist (Eph. 5:10)
Natürlich spielt bei unseren Entscheidungen unsere Sinneswahrnehmung eine Rolle. Doch unsere Sinne können uns täuschen. Aber selbst wenn das nicht der Fall ist – wer nur „durch Schauen“ lebt, ignoriert am Ende womöglich den Willen oder die Maßstäbe Gottes (Pred. 11:9; Mat. 24:37-39). Wer andererseits „durch Glauben“ lebt, trifft eher Entscheidungen, die „für den Herrn annehmbar“ sind. Nach Gottes Anleitung zu leben, führt zu innerem Frieden und echtem Glück (Ps. 16:8, 9; Jes. 48:17, 18). Und wenn wir auf diesem Weg bleiben, haben wir die Aussicht auf ewiges Leben (2. Kor. 4:18). Woran lässt sich festmachen, ob wir „durch Glauben“ oder „durch Schauen“ leben? Im Grunde genommen daran, von welchen Faktoren wir uns bei Entscheidungen leiten lassen. Von dem, was wir sehen? Oder von dem Vertrauen zu Jehova und seiner Anleitung? w25.03 20-21 Abs. 3-4
Montag, 30. November
Haltet Frieden untereinander (1. Thes. 5:13)
Jeder von uns kann entscheidend dazu beitragen, das geistige Paradies für andere anziehend zu machen. Nehmen wir uns dabei Jehova zum Vorbild. Er zerrt Menschen nicht gegen ihren Willen in seine Organisation, sondern „zieht“ sie ganz behutsam zu sich (Joh. 6:44; Jer. 31:3). Wer ein gutes Herz hat und Jehovas liebevolle Persönlichkeit kennenlernt, fühlt sich ganz automatisch zu ihm hingezogen. Wie können wir das geistige Paradies durch unsere Eigenschaften und unser Verhalten anziehend machen? Eine Möglichkeit ist, mit unseren Brüdern und Schwestern liebevoll und freundlich umzugehen. Die Versammlung in Korinth wurde angewiesen, sich so zu verhalten, dass ein Ungläubiger, der eine Zusammenkunft besucht, zu dem Schluss kommt: „Gott ist wirklich unter euch“ (1. Kor. 14:24, 25; Sach. 8:23). So eine Reaktion wünschen wir uns bei Neuen auch. Nehmen wir uns deshalb unbedingt den Rat im heutigen Tagestext zu Herzen. w24.04 23-24 Abs. 16-17