Oktober
Donnerstag, 1. Oktober
Ich werde nach Jehova Ausschau halten (Mi. 7:7)
Als Diener Jehovas erhalten wir oft Anweisungen von seiner Organisation – durch die Ältesten, den Kreisaufseher, das Zweigkomitee oder die Leitende Körperschaft. Doch was, wenn wir den Grund für eine bestimmte Anweisung nicht ganz verstehen? Vielleicht konzentrieren wir uns nur auf die möglichen negativen Auswirkungen für uns persönlich. Es könnte sogar so weit kommen, dass wir anfangen, nur noch die Unvollkommenheit der verantwortlichen Brüder zu sehen. Wenn wir durch Glauben leben, vertrauen wir darauf, dass Jehova alles unter Kontrolle hat und dass er unsere Situation kennt. Deshalb setzen wir Anweisungen gern und schnell in die Tat um (Heb. 13:17). Uns ist bewusst, dass Gehorsam die Einheit in der Versammlung fördert (Eph. 4:2, 3). Die verantwortlichen Brüder sind zwar unvollkommen, aber wir wissen, dass Jehova unseren Gehorsam segnen wird (1. Sam. 15:22). Und wenn wirklich etwas korrigiert werden muss, wird er das zu seiner Zeit tun. w25.03 24 Abs. 13-14
Freitag, 2. Oktober
Gott ist ein Offenbarer von Geheimnissen (Dan. 2:28)
Wir leben in einer spannenden Zeit! Jeden Tag erfüllen sich biblische Prophezeiungen vor unseren Augen. Zum Beispiel können wir beobachten, wie der „König des Nordens“ und der „König des Südens“ um die Vorherrschaft in der Welt kämpfen (Dan. 11:40, Fn.). Auch die gute Botschaft wird in nie da gewesenem Ausmaß bekannt gemacht und Millionen reagieren positiv darauf (Jes. 60:22; Mat. 24:14). Und wir erhalten eine Fülle an geistiger Nahrung „zur richtigen Zeit“ (Mat. 24:45-47). Jehova gibt uns ein immer klareres Verständnis der bedeutenden Ereignisse, die vor uns liegen (Spr. 4:18). Wir können darauf vertrauen, dass wir zu Beginn der großen Drangsal alles wissen werden, was wir wissen müssen, um in dieser schwierigen Zeit treu zu bleiben und unsere Einheit zu bewahren. Allerdings müssen wir akzeptieren, dass wir so manches einfach nicht wissen, was die nahe Zukunft betrifft. w24.05 8 Abs. 1-2
Samstag, 3. Oktober
Er verleumdet nicht mit seiner Zunge (Ps. 15:3)
In Psalm 15:3 wird als Erstes Verleumdung erwähnt. Was ist damit gemeint? Jemanden zu verleumden bedeutet, etwas Unwahres über ihn zu erzählen, das seinen Ruf zerstören könnte. Als Nächstes heißt es in Psalm 15:3 über einen Gast Jehovas, dass er seinem Mitmenschen nichts Böses tut und den Ruf seiner Freunde nicht schädigt (Ps. 15:1). Wir könnten ungewollt jemandes Ruf schädigen, wenn wir Gerüchte über ihn verbreiten. Stellen wir uns drei Situationen vor: 1. Eine Schwester hört mit dem Pionierdienst auf. 2. Ein Ehepaar scheidet aus dem Betheldienst aus. 3. Ein Bruder ist kein Ältester oder Dienstamtgehilfe mehr. Wäre es richtig, über mögliche Gründe zu spekulieren und mit anderen darüber zu sprechen? Sehr wahrscheinlich kennen wir nicht alle Hintergründe. Und denken wir daran: Ein Gast in Jehovas Zelt „tut seinem Mitmenschen nichts Böses und schädigt nicht den Ruf seiner Freunde“. w24.06 11 Abs. 11-13
Sonntag, 4. Oktober
Ich behalte Jehova ständig vor Augen. Weil er an meiner rechten Seite ist, werde ich nicht zu erschüttern sein (Ps. 16:8)
Um unsere Ehrfurcht vor Jehova zu stärken, müssen wir bei jeder Entscheidung darüber nachdenken, was ihm gefällt. Frag dich beim Lesen eines Bibelberichts: „Wie hätte ich entschieden, wenn ich in dieser Situation gewesen wäre?“ Stell dir zum Beispiel vor, du hättest den negativen Bericht der 10 Männer gehört, die das Land ausgekundschaftet hatten, das Jehova den Israeliten versprochen hatte. Hättest du ihnen geglaubt und Angst bekommen? Oder wäre deine Liebe zu Jehova und dein Wunsch, ihm zu gefallen, stärker gewesen? Leider verschloss eine ganze Generation von Israeliten die Augen davor, dass Josua und Kaleb die Wahrheit sagten. Dadurch versperrten sie sich den Weg ins Land der Verheißung (4. Mo. 14:10, 22, 23). w24.07 10 Abs. 7
Montag, 5. Oktober
Jehova ist der Prüfer der Herzen (Spr. 17:3)
Gomer, die Frau des Propheten Hosea, beging Ehebruch und verließ ihn. Bestand für sie noch Hoffnung? Jehova, der ins Herz sehen kann, sagte zu Hosea: „Geh noch einmal und liebe die Frau, die von einem anderen Mann geliebt wird und Ehebruch begeht, so wie Jehova das Volk Israel liebt, während es sich anderen Göttern zuwendet“ (Hos. 3:1; Spr. 16:2). Bemerkenswerterweise war Gomer zu diesem Zeitpunkt nach wie vor in ihre schwere Sünde verstrickt. Dennoch sollte Hosea auf sie zugehen und ihr Vergebung und Versöhnung anbieten. Jehova wollte dadurch deutlich machen, dass er sein Volk nicht aufgegeben hatte. Obwohl sie stur waren und weiter schwer sündigten, liebte Jehova sie immer noch. Er reichte ihnen helfend die Hand, damit sie bereuten und zu ihm umkehrten. Daraus lässt sich ableiten, dass Jehova, der „Prüfer der Herzen“, auf jemanden zugeht und ihn zur Reue führen möchte, obwohl derjenige immer noch schwer sündigt. w24.08 10 Abs. 7
Dienstag, 6. Oktober
Das Gesetz ist nur ein Schatten der künftigen guten Dinge (Heb. 10:1)
Die ersten Christen jüdischer Herkunft standen vor einer besonderen Herausforderung. Die Juden waren einmal das auserwählte Volk Jehovas gewesen. Jerusalem spielte eine zentrale Rolle, denn die Könige, die dort regierten, repräsentierten Jehovas Herrschaft. Außerdem stand dort der Tempel, das Zentrum der wahren Anbetung. Treue Juden hielten sich an das mosaische Gesetz, das von religiösen Führern erklärt wurde. Diese Auslegungen bestimmten ihre Ansicht über Speisevorschriften, die Beschneidung und das Verhalten gegenüber Nichtjuden. Doch nach Jesu Tod änderte sich alles. Zum Beispiel hatten Tieropfer keine Gültigkeit mehr. Für Christen jüdischer Herkunft, die es gewohnt waren, nach dem Gesetz zu leben, war das nicht leicht (Heb. 10:1, 4, 10). Selbst reife Brüder wie der Apostel Petrus taten sich mit manchen Veränderungen schwer (Apg. 10:9-14; Gal. 2:11-14). Durch ihre neuen Glaubensansichten wurden die Christen zur Zielscheibe führender jüdischer Geistlicher. w24.09 9 Abs. 4
Mittwoch, 7. Oktober
Denkt an die, die unter euch die Führung übernehmen und die euch das Wort Gottes bekannt gemacht haben (Heb. 13:7)
Wenn Jehova seinem Volk eine Aufgabe überträgt, erwartet er, dass alles geordnet abläuft (1. Kor. 14:33). Er möchte zum Beispiel, dass die gute Botschaft auf der ganzen bewohnten Erde bekannt gemacht wird (Mat. 24:14). Die Verantwortung dafür hat er Jesus übertragen. Und Jesus hat dafür gesorgt, dass diese Tätigkeit gut organisiert ist. Im 1. Jahrhundert wurden in vielen Gegenden Versammlungen gegründet und Älteste eingesetzt, die die Führung übernahmen (Apg. 14:23). In Jerusalem gab es ein zentrales Gremium, bestehend aus Aposteln und Ältesten. Sie trafen bestimmte Entscheidungen, die für alle Versammlungen bindend waren (Apg. 15:2; 16:4). Weil die Brüder und Schwestern sich daran hielten, „wurden die Versammlungen im Glauben weiter gestärkt und nahmen Tag für Tag an Zahl zu“ (Apg. 16:5). w24.04 8 Abs. 1
Donnerstag, 8. Oktober
Maria Magdalene kam zu den Jüngern und überbrachte ihnen die Nachricht: „Ich hab den Herrn gesehen!“ (Joh. 20:18)
Am frühen Morgen des 16. Nisan gingen einige Frauen zu Jesu Grab (Luk. 24:1, 10). Eine davon war Maria Magdalene. Als sie am Grab ankam, fand sie es leer vor. Schnell lief sie zu Petrus und Johannes, um ihnen davon zu erzählen. Die beiden rannten sofort los und Maria folgte ihnen. Nachdem die Männer gesehen hatten, dass das Grab tatsächlich leer war, gingen sie wieder nach Hause. Maria dagegen blieb dort und weinte. Sie ahnte nicht, dass Jesus sie beobachtete. Er war tief berührt von ihren Tränen. Deshalb erschien er ihr und tat etwas ganz Einfaches, das große Freude bei ihr auslöste. Er sprach mit ihr und gab ihr einen wichtigen Auftrag. Sie sollte seinen Brüdern erzählen, dass er auferstanden war (Joh. 20:17, 18). w24.10 13 Abs. 7
Freitag, 9. Oktober
Ich werde viele Zeichen und Wunder in Ägypten vollbringen (2. Mo. 7:3)
Moses war Prophet, Richter, Anführer und Geschichtsschreiber. Er führte das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten heraus und war Augenzeuge vieler Wunder Jehovas. Er durfte die ersten fünf Bücher der Bibel schreiben sowie Psalm 90 und möglicherweise Psalm 91. Wahrscheinlich ist er auch der Schreiber des Bibelbuchs Hiob. Kurz vor seinem Tod im Alter von 120 Jahren rief Moses die Israeliten noch einmal zusammen, um sie daran zu erinnern, was sie alles gesehen und erlebt hatten. Sie sahen die vielen Wunder Jehovas und seine Urteilsvollstreckung an Ägypten (2. Mo. 7:4). Sie zogen trockenen Fußes durch das Rote Meer und erlebten, wie das Heer des Pharao vernichtet wurde (2. Mo. 14:29-31). In der Wildnis verspürten sie Jehovas Schutz und Fürsorge (5. Mo. 8:3, 4). Jetzt, an der Schwelle zum verheißenen Land, ergriff Moses das letzte Mal die Gelegenheit, zum Volk zu sprechen. w24.11 8-9 Abs. 3-4
Samstag, 10. Oktober
Wenn jemand von diesem Brot isst, wird er für immer leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich für das Leben der Welt opfern werde (Joh. 6:51)
Was Jesus beim Abendmahl zu seinen Aposteln sagte, richtete sich an eine ganz andere Zuhörerschaft als seine Worte in Galiläa, die sehr viel mehr Menschen betreffen sollten. Im Jahr 32 in Galiläa wandte sich Jesus hauptsächlich an die Juden, die Brot von ihm wollten. Jesus versuchte ihnen verstehen zu helfen, dass es etwas sehr viel Wichtigeres als buchstäbliche Nahrung gibt – etwas, das ihnen ewiges Leben ermöglichen würde. Er sprach auch davon, dass Verstorbene am letzten Tag auferweckt werden und für immer leben könnten. Dabei hatte er keine begrenzte Zahl Auserwählter im Sinn wie später beim Abendmahl. In Galiläa ging es um etwas, das allen Menschen offensteht. w24.12 11 Abs. 10-11
Sonntag, 11. Oktober
Ihr Männer, liebt eure Frauen weiterhin (Kol. 3:19)
Jehova hasst jeden, der gewalttätig ist (Ps. 11:5). Er verurteilt es ausdrücklich, wenn ein Ehemann seiner Frau gegenüber gewalttätig wird (Mal. 2:16). Wenn ein Mann seine Frau schlecht behandelt, hat das Einfluss auf sein Verhältnis zu Gott. Es könnte sogar sein, dass Jehova nicht einmal zuhört, wenn er betet (1. Pet. 3:7). Manche Männer entehren ihre Frau durch boshafte, verletzende Worte. Aber Jehova hasst „Wut, Zorn, Geschrei, Beschimpfung und alles Verletzende“ (Eph. 4:31, 32). Eine grobe, unfreundliche Sprache schädigt nicht nur die Ehe, sondern auch die Freundschaft zu Jehova (Jak. 1:26). Das Gleiche gilt für das Ansehen von Pornografie. Ein Mann, der das tut, schadet seinem Verhältnis zu Jehova und würdigt seine Frau herab. Jehova erwartet von einem Mann, dass er seiner Frau treu ist – auch in Gedanken. Wie Jesus sagte, hat ein Mann, der eine Frau auf unangebrachte Weise ansieht, „in seinem Herzen“ schon Ehebruch mit ihr begangen (Mat. 5:28, 29). w25.01 9 Abs. 6-8
Montag, 12. Oktober
Ein Mensch wird nur durch Glauben an Jesus Christus für gerecht erklärt (Gal. 2:16)
Ein gerechter Stand vor Gott bedeutet, dass die Anklage gegen uns fallen gelassen und „die Akte“ vernichtet wird. Jehova verletzt dadurch nicht seine eigenen Rechtsnormen. Dass er uns für gerecht erklärt, bedeutet weder, dass wir es uns verdient haben, noch, dass er unsere Sünden billigt. Die Grundlage für die Tilgung unserer Schuld ist unser Glaube an das Lösegeld und die Sündensühnung (Röm. 3:24). Was bedeutet das für uns als Einzelne? Diejenigen, die dafür ausgewählt worden sind, mit Jesus zusammen im Himmel zu regieren, sind bereits als Kinder Gottes für gerecht erklärt worden (Tit. 3:7; 1. Joh. 3:1). Ihre Sünden sind vergeben. Ihr „Führungszeugnis“ enthält keine Eintragungen und das qualifiziert sie für das himmlische Königreich (Röm. 8:1, 2, 30). Alle, die darauf hoffen, ewig auf der Erde zu leben, sind als Freunde Gottes für gerecht erklärt worden und ihre Sünden sind vergeben (Jak. 2:21-23). w25.02 5 Abs. 17; 7 Abs. 18
Dienstag, 13. Oktober
Du denkst nicht wie Gott, sondern wie Menschen (Mat. 16:23)
Bei einer Gelegenheit dachte der Apostel Petrus nicht wie Jehova. Jesus hatte seinen Aposteln gesagt, er müsse nach Jerusalem gehen, wo man ihn den religiösen Führern übergeben, foltern und töten würde (Mat. 16:21). Petrus konnte sich wahrscheinlich kaum vorstellen, dass Jehova so etwas zulassen würde – schließlich war Jesus die Hoffnung Israels und der angekündigte Messias (Mat. 16:16). Deshalb nahm Petrus ihn zur Seite und sagte zu ihm: „Sei nicht so hart zu dir, Herr! Das wird dir ganz bestimmt nicht passieren“ (Mat. 16:22). In diesem Moment dachte Petrus nicht wie Jehova und somit auch nicht wie Jesus. Petrus hat es mit Sicherheit gut gemeint, aber Jesus lehnte seinen Rat entschieden ab. Es entsprach nämlich nicht dem Willen Jehovas, dass sich Jesus schonte. Petrus hat an diesem Tag also gelernt, wie sehr es darauf ankommt, Jehovas Denkweise zu übernehmen. w25.03 9 Abs. 5-6
Mittwoch, 14. Oktober
Jehova ist denen nah, die ein gebrochenes Herz haben. Er befreit die, die am Boden zerstört sind (Ps. 34:18)
Geht es dir im Moment schlecht, weil du von jemandem, dem du vertraut hast, tief enttäuscht oder betrogen wurdest? Ganz gleich wie du von jemandem behandelt wurdest, dein himmlischer Vater liebt dich. Wenn du mit einem Treuebruch fertigwerden musst, können dir Davids Worte im heutigen Tagestext Mut machen. Laut einem Nachschlagewerk kann sich die Wendung „am Boden zerstört“ auf Menschen beziehen, die „nichts haben, worauf sie sich freuen können“. Wie steht Jehova jemandem zur Seite, der sich so fühlt? Ganz ähnlich wie Eltern, die ihr Kind liebevoll in den Arm nehmen, um es zu trösten. Jehova ist uns nah – er fühlt unseren Schmerz und möchte uns unbedingt helfen, wenn uns das Herz gebrochen wurde. Er ist sofort zur Stelle, um uns zu beruhigen und unseren Schmerz zu lindern. Und dadurch, dass er uns so viel in Aussicht stellt, worauf wir uns freuen können, hilft er uns, in unseren Schwierigkeiten auszuharren (Jes. 65:17). w24.12 23 Abs. 13-14
Donnerstag, 15. Oktober
Von Jehova werdet ihr den Lohn bekommen (Kol. 3:24)
Älteste können darauf vertrauen, dass Jehova ihren Einsatz sieht und schätzt. Sie sind nicht nur Hirten, Lehrer und Verkündiger, sondern unterstützen oft auch Bauprojekte und die Katastrophenhilfe. Andere gehören zu Krankenhaus-Verbindungskomitees oder Krankenbesuchsgruppen. Diese hart arbeitenden Ältesten sehen die Versammlung als Einrichtung von Jehova. Sie bringen sich voll in ihre Aufgaben ein – in dem Vertrauen, dass Jehova sie belohnen wird (Kol. 3:23). Natürlich kann nicht jeder ein Ältester sein. Aber wir alle können Jehova etwas geben. Unser Gott schätzt es sehr, wenn wir uns bestmöglich für ihn einsetzen. Er nimmt wahr, wenn wir das weltweite Werk finanziell unterstützen, auch wenn unser Beitrag noch so klein ist. Und es berührt ihn sehr, wenn wir über Fehler anderer hinwegsehen und ihnen vergeben. Sei dir sicher, dass für Jehova alles wertvoll ist, was du im Rahmen deiner Möglichkeiten tust. Er liebt dich dafür und wird dich belohnen (Luk. 21:1-4). w24.06 23 Abs. 12-13
Freitag, 16. Oktober
Lasst euer Herz nicht abbiegen auf ihre Wege. Verirrt euch nicht auf ihre Pfade (Spr. 7:25)
Die Geschichte von dem jungen Mann und der unmoralischen Frau in Sprüche, Kapitel 7 macht uns auf eine Gefahr aufmerksam, in der jeder von uns steht. Jemand könnte schwer sündigen und das Gefühl haben, es sei plötzlich dazu gekommen oder einfach so passiert. Denkt er aber darüber nach, was tatsächlich geschehen ist, wird ihm womöglich bewusst, dass der Sünde schon einige Schritte vorausgingen. Vielleicht hatte er schlechten Umgang, war bei der Wahl seiner Unterhaltung unvorsichtig oder hat fragwürdige Orte oder Websites besucht. Möglicherweise hat er auch aufgehört zu beten, in der Bibel zu lesen, die Zusammenkünfte zu besuchen oder in den Dienst zu gehen. Wahrscheinlich kam es wie bei dem jungen Mann aus Sprüche gar nicht so plötzlich zur Sünde. Die Lehre für uns? Wir müssen uns nicht nur vor der Sünde an sich in Acht nehmen, sondern auch vor den Schritten, die zu ihr führen. Genau das ist die Schlussfolgerung, die Salomo aus dieser Geschichte zieht (Mat. 5:29, 30). w24.07 16 Abs. 10-11
Samstag, 17. Oktober
Wir haben diesen Schatz in Gefäßen aus Ton (2. Kor. 4:7)
Mit diesem Schatz ist das Predigen der lebensrettenden Botschaft vom Königreich gemeint (2. Kor. 4:1). Die Gefäße aus Ton sind Gottes Diener, die diese Botschaft anderen überbringen. Zur Zeit von Paulus transportierten Kaufleute wertvolle Güter wie Nahrungsmittel, Wein und Geld in Tongefäßen. Auch uns vertraut Jehova etwas Wertvolles an: die gute Botschaft vom Königreich. Mit seiner Unterstützung haben wir die Kraft, sie zu überbringen. Manchmal macht uns vielleicht Menschenfurcht oder Angst vor Ablehnung zu schaffen. Wie kann man damit umgehen? Interessant ist, was die Apostel taten, als man ihnen verbot zu predigen. Statt sich von Angst lähmen zu lassen, baten sie Jehova um Mut. Jehova reagierte sofort auf ihr Gebet (Apg. 4:18, 29, 31). Auch wir sollten uns an Jehova wenden, wenn uns Menschenfurcht überkommt. Er kann bewirken, dass die Liebe zu unseren Mitmenschen größer ist als die Furcht vor ihnen. w24.04 16 Abs. 8-9
Sonntag, 18. Oktober
Unser Vater im Himmel, dein Name soll geheiligt werden (Mat. 6:9)
Weil wir Jehova lieben, möchten wir zur Heiligung seines Namens beitragen. Es liegt uns am Herzen, dass Gottes Name von aller Schande befreit wird, die Satan durch seine bösartigen Lügen auf ihn gebracht hat (1. Mo. 3:1-5; Hiob 2:4; Joh. 8:44). Im Predigtdienst treten wir gern für unseren Gott ein und erzählen allen, die zuhören möchten, die Wahrheit über ihn. Wir wollen jeden wissen lassen, dass Liebe seine Haupteigenschaft ist, dass seine Herrschaftsweise gut und gerecht ist und dass sein Königreich der Menschheit bald Glück und Frieden bringt, indem es allem Leid ein Ende macht (Ps. 37:10, 11, 29; 1. Joh. 4:8). Wenn wir Jehovas Ruf verteidigen, zeigen wir, wie wichtig uns die Heiligung seines Namens ist. Auch werden wir unserem eigenen Namen gerecht. w24.05 18 Abs. 12
Montag, 19. Oktober
Lade Arme, Verkrüppelte, Lahme und Blinde ein, wenn du ein Festessen gibst, und du wirst glücklich sein, weil sie nichts haben, was sie dir zurückgeben können. Denn deine Belohnung bekommst du bei der Auferstehung der Gerechten (Luk. 14:13, 14)
Wie kannst du zeigen, dass du „gastfreundlich“ bist? Indem du nicht nur für deinen Freundeskreis, sondern auch für andere da bist (1. Pet. 4:9). In einem Bibelkommentar wird über einen gastfreundlichen Menschen gesagt: „Seine Tür und sein Herz müssen für Fremde offen sein.“ Frag dich: Bin ich als jemand bekannt, der Besuchern das Gefühl gibt, willkommen zu sein? (Heb. 13:2, 16). Ein gastfreundlicher Mensch teilt das, was er hat, gern mit anderen – auch mit Ärmeren, mit Kreisaufsehern oder mit Rednern, die zu Besuch sind (1. Mo. 18:2-8; Spr. 3:27; Apg. 16:15; Röm. 12:13). w24.11 21 Abs. 6
Dienstag, 20. Oktober
Die Jungfrauen, die vorbereitet waren, gingen mit ihm zur Hochzeitsfeier (Mat. 25:10)
In diesem Vergleich spricht Jesus von zehn Jungfrauen, die hinausgingen, um einen Bräutigam zu treffen (Mat. 25:1-4). Sie alle hofften ihn zu seiner Hochzeitsfeier begleiten zu können. Fünf von ihnen beschreibt Jesus als „umsichtig“ und die anderen fünf als „unvernünftig“. Die umsichtigen Jungfrauen waren darauf vorbereitet, so lange wie nötig auf den Bräutigam zu warten, sogar bis spät in die Nacht. Deshalb hatten sie Öllampen bei sich, die im Dunkeln Licht spendeten. Sie hatten sogar zusätzliches Öl mitgebracht, falls sich der Bräutigam verspätete. Ihre Lampen würden also nicht frühzeitig ausgehen (Mat. 25:6-10). Als der Bräutigam kam, gingen die umsichtigen Jungfrauen mit ihm zur Hochzeitsfeier. Ähnlich ist es bei den Gesalbten. Wenn sie sich bis zum Kommen Christi als treu und wachsam erweisen, werden sie als würdig erachtet sich dem Bräutigam Jesus in seinem himmlischen Königreich anzuschließen (Offb. 7:1-3). w24.09 21 Abs. 6
Mittwoch, 21. Oktober
Ich sah eine große Volksmenge. Sie kamen aus allen Nationen (Offb. 7:9)
Daran zu denken, was heute weltweit erreicht wird, motiviert uns, weiter mit Eifer zu predigen. Jedes Jahr besuchen Millionen das Gedächtnismahl und stimmen einem Bibelkurs zu. Hunderttausende lassen sich taufen und schließen sich uns im Predigtwerk an. Wir wissen nicht, wie viele noch positiv auf die gute Botschaft reagieren werden. Aber wir wissen, dass Jehova eine große Volksmenge einsammelt, die die große Drangsal überleben wird (Offb. 7:9, 14). Der Herr der Ernte sieht immer noch Potenzial in unserem Gebiet. Wir haben also allen Grund weiterzupredigen (Luk. 10:2). Der Predigtdienst war schon immer ein Erkennungszeichen der Nachfolger Jesu. Als die Menschen den Mut der Apostel beobachteten, „erkannten sie, dass sie mit Jesus zusammen gewesen waren“ (Apg. 4:13). Auch die Menschen, die uns beim Predigen beobachten, können zu dem Schluss kommen, dass wir uns von Jesu Eifer motivieren lassen. w25.03 18 Abs. 15; 19 Abs. 17-18
Donnerstag, 22. Oktober
O Jehova, was ist schon der Mensch, dass du ihn zur Kenntnis nimmst? (Ps. 144:3)
Aus der Bibel erfahren wir, dass Jehova Personen beachtet, die anderen unbedeutend erscheinen. Denken wir beispielsweise an die Begebenheit, als Jehova den Propheten Samuel zum Haus von Isai sandte, der acht Söhne hatte. Einen davon sollte Samuel zum künftigen König von Israel salben. Isai rief allerdings nur sieben Söhne herbei – David, den jüngsten, ließ er aus. Doch genau ihn hatte Jehova ausgewählt (1. Sam. 16:6, 7, 10-12). Jehova blickte in Davids Herz und sah einen jungen Mann, der ihn sehr liebte. Denk einmal darüber nach, wie Jehova dir zeigt, dass du ihm etwas bedeutest. Er bietet dir Rat an, der auf dich zugeschnitten ist (Ps. 32:8). Das kann er nur, weil er dich gut kennt (Ps. 139:1). Wenn du diesen Rat annimmst und siehst, wie er dich weiterbringt, überzeugt dich das davon, dass Jehova sich für dich interessiert (1. Chr. 28:9; Apg. 17:26, 27). Er nimmt deine Anstrengungen wahr. Er sieht in dein Inneres und bietet dir seine Freundschaft an (Jer. 17:10). w24.10 25-26 Abs. 7-9
Freitag, 23. Oktober
Er empfand tiefes Mitgefühl mit den Leuten, denn sie waren wie Schafe ohne einen Hirten (Mar. 6:34)
Bestimmt liebst du Jehova und tust gern etwas für andere. Was kann deinen Wunsch, anderen zu dienen, stärken? Denk darüber nach, wie viel Freude es macht, sich für seine Brüder und Schwestern einzusetzen. Jesus sagte: „Geben macht glücklicher als Empfangen“ (Apg. 20:35). Er lebte nach diesem Prinzip und empfand dabei echte Freude. Sehen wir uns ein Beispiel an. Wir finden es in Markus 6:31-34. Jesus und seine Apostel waren müde. Sie befanden sich auf dem Weg an einen einsamen Ort, um sich auszuruhen. Als sie dort ankamen, wartete bereits eine große Menschenmenge auf sie, die hoffte etwas von Jesus zu lernen. Jesus hätte Nein sagen können. Schließlich hatten er und seine Begleiter „nicht einmal die Ruhe …, etwas zu essen“. Er hätte auch nur ein oder zwei kurze Gedanken erwähnen und die Menge dann wegschicken können. Doch aus Liebe fing er an, „sie … zu lehren“, und er hörte nicht damit auf, bis es „spät geworden“ war (Mar. 6:35). w24.11 16 Abs. 9-10
Samstag, 24. Oktober
Ihr werdet für das, was ihr tut, belohnt (2. Chr. 15:7)
Motiviere dein Kind, nach Gelegenheiten Ausschau zu halten, über die Wahrheit zu sprechen (Röm. 10:10). Du könntest das Führen solcher Gespräche mit dem Erlernen eines Musikinstruments vergleichen. Ein Anfänger nimmt sich erst einmal leichte Stücke vor. Mit der Zeit wird er sich immer sicherer fühlen. Ähnlich ist es bei Gesprächen über den Glauben. Am Anfang könnte es ein Jugendlicher ganz einfach halten und einen Mitschüler fragen: „Wusstest du, dass Ingenieure oft etwas aus der Natur kopieren? Ich zeig dir mal ein Video dazu.“ Der Jugendliche könnte ein Video aus der Serie Wer hat es erfunden? nutzen und anschließend fragen: „Wenn ein Wissenschaftler Anerkennung für ein Design bekommt, das es in der Natur schon gibt, wer verdient dann die Anerkennung für das Original?“ Dieser einfache Ansatz kann ausreichen, um einen Mitschüler zum Nachdenken zu bringen und seine Neugier zu wecken. w24.12 19 Abs. 17-18
Sonntag, 25. Oktober
Durch einen einzigen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod (Röm. 5:12)
Um uns von Sünde und Tod zu befreien, sorgte Jehova dafür, dass Jesus das Lösegeld erbringen konnte. Aber wie kann das Opfer eines einzigen vollkommenen Menschen Millionen erlösen? Der Apostel Paulus erklärt: „Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen [Adam] viele zu Sündern gemacht wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen [Jesus] viele zu Gerechten gemacht werden“ (Röm. 5:19; 1. Tim. 2:6). Mit anderen Worten: Der Ungehorsam eines einzigen vollkommenen Menschen reichte aus, um uns der Sklaverei von Sünde und Tod auszuliefern. Deshalb reicht auch der Gehorsam eines einzigen vollkommenen Menschen aus, um uns zu befreien. Hätte Jehova nicht einfach entscheiden können, dass gottesfürchtige Nachkommen Adams für immer leben dürfen? Für unvollkommene Menschen klingt das vielleicht nach einer guten und vernünftigen Lösung. Doch dabei würde man außer Acht lassen, dass Jehova vollkommen gerecht ist. Sein Gerechtigkeitsempfinden hätte es niemals erlaubt, über Adams schwerwiegende Sünde einfach hinwegzusehen. w25.01 20-21 Abs. 3-4
Montag, 26. Oktober
Wir leben durch Glauben und nicht durch Schauen (2. Kor. 5:7)
Der Apostel Paulus wusste, dass ihm sein Tod bevorstand, doch er hatte allen Grund, zufrieden auf sein Leben zurückzublicken. Er schrieb: „Ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt“ (2. Tim. 4:6-8). Paulus hatte in seinem Leben als Christ gute Entscheidungen getroffen, und er war sicher, dass sich Jehova über ihn freute. Auch wir möchten gute Entscheidungen treffen und wünschen uns Gottes Anerkennung. Wie erreichen wir dieses Ziel? Paulus sagte über sich und andere treue Christen: „Wir leben durch Glauben und nicht durch Schauen.“ Wer durch Glauben lebt, trifft Entscheidungen, die Vertrauen auf Jehova beweisen. An seinen Taten lässt sich die Überzeugung ablesen, dass die Bibel die beste Anleitung enthält und dass Jehova ihn belohnen wird (Ps. 119:66; Heb. 11:6). w25.03 20 Abs. 1-2
Dienstag, 27. Oktober
Werdet durch die Neugestaltung eures Denkens umgewandelt (Röm. 12:2)
Mit der Hilfe von Gottes Geist haben es viele geschafft, eine raubtierähnliche Persönlichkeit abzulegen (Jes. 65:25). Sie haben boshafte Wesenszüge unter Kontrolle bekommen (Eph. 4:22-24). Natürlich sind Gottes Diener immer noch unvollkommen und machen Fehler. Doch Jehova vereint „Menschen aller Art“ und hält sie in einem unzerstörbaren Band der Liebe und des Friedens zusammen (Tit. 2:11). Dieses Wunder kann nur unser allmächtiger Gott vollbringen. Was er verspricht, trifft immer ein (Jes. 55:10, 11). Das geistige Paradies ist schon heute Realität. Jehova hat eine einzigartige Glaubensfamilie geschaffen. Nirgendwo sonst in dieser gewalttätigen Welt finden wir so viel Frieden und Sicherheit wie in Gottes Volk (Ps. 72:7). Deshalb möchten wir möglichst vielen helfen sich uns anzuschließen und konzentrieren uns darauf, Menschen zu Jüngern zu machen (Mat. 28:19, 20). w24.04 23 Abs. 13, 15
Mittwoch, 28. Oktober
Wir haben die Denkweise Christi (1. Kor. 2:16)
Jesus liebte Jehova mit seinem ganzen Denken. Er wusste, was sich sein Vater von ihm wünschte, und war entschlossen, in Übereinstimmung mit Gottes Willen zu handeln. Obwohl das für ihn bedeuten würde zu leiden, ließ er sich durch nichts von seinem Lebensziel ablenken. Petrus und die anderen Apostel hatten die schöne Möglichkeit, von Jesus persönlich zu lernen und mitzubekommen, wie er dachte. In seinem ersten inspirierten Brief fordert Petrus uns auf, die gleiche Einstellung zu haben wie Christus (1. Pet. 4:1). Der Begriff für „ausrüsten“, den Petrus hier verwendet, stammt aus der Militärsprache. Die Einstellung oder Denkweise Christi zu übernehmen, ist für uns also eine machtvolle Waffe im Kampf gegen unsere sündigen Neigungen und die Welt Satans (2. Kor. 10:3-5; Eph. 6:12). w25.03 8 Abs. 1-3
Donnerstag, 29. Oktober
Die Gedanken im Herzen eines Menschen sind wie tiefes Wasser, doch wer Unterscheidungsvermögen hat, schöpft es heraus (Spr. 20:5)
Was solltet ihr in der Kennenlernphase übereinander wissen? Bevor ihr zu starke Gefühle entwickelt, ist es gut, über einige wichtige Dinge zu sprechen – zum Beispiel eure Ziele. Wie schafft ihr es, „die im Herzen verborgene Person“ kennenzulernen? (1. Pet. 3:4). Sprecht offen und ehrlich miteinander, stellt Fragen und hört einander aufmerksam zu (Jak. 1:19). Gute Gelegenheiten, ins Gespräch zu kommen, bieten sich bei gemeinsamen Mahlzeiten, im Predigtdienst oder bei Spaziergängen in der Öffentlichkeit. Auch wenn man Zeit mit Familie und Freunden verbringt, erfährt man viel übereinander. Plant außerdem Aktivitäten, bei denen ihr beobachten könnt, wie der andere sich in unterschiedlichen Situationen verhält und wie er mit unterschiedlichen Personen umgeht. w24.05 28 Abs. 6-7
Freitag, 30. Oktober
Nehmt euch Gott zum Vorbild als geliebte Kinder (Eph. 5:1)
Vor uns liegt eine Zeit, in der wir uns wie noch nie auf Jehova verlassen müssen. Beschäftigen wir uns daher mit glaubensstärkenden Berichten aus alter und neuer Zeit. Fragen wir uns beim Lesen, wie Jehova für seine Diener zu einem Fels geworden ist, und lassen wir diese Berichte auf uns wirken. So machen wir Jehova auch zu unserem Fels. Je besser uns das gelingt, desto besser können wir auch unsere Brüder und Schwestern unterstützen. Interessanterweise erhielt Simon von Jesus den Namen Kephas, was übersetzt „Petrus“ oder „Felsstück“ bedeutet (Joh. 1:42). Das sollte andeuten, dass er einen stabilisierenden Einfluss auf die Versammlung haben würde. Älteste werden als „Schatten eines massiven Felsens“ beschrieben – ein Bild für den Schutz, den sie ihren Glaubensbrüdern bieten (Jes. 32:2). Aber natürlich kann jeder von uns die Eigenschaften Jehovas nachahmen und so der Versammlung guttun. w24.06 28 Abs. 10-11
Samstag, 31. Oktober
Jehova verlangt, dass man nur ihm allein ergeben ist (5. Mo. 4:24)
Die Könige Israels, die Jehova als treu betrachtete, hielten an der wahren Anbetung fest. Die Mehrheit der Könige, die Jehova als untreu betrachtete, ließen sein Gesetz außer Acht und wandten sich Götzen zu (1. Kö. 21:25, 26; 2. Chr. 12:1). Warum war das Thema Anbetung für Jehova so wichtig? Zum einen weil die Könige dafür verantwortlich waren, Gottes Volk in der wahren Anbetung anzuleiten. Zum anderen führt Götzendienst zwangsläufig zu weiteren schweren Sünden und Missständen (Hos. 4:1, 2). Außerdem gehörten die Könige und ihre Untertanen zu einem Jehova hingegebenen Volk. Deshalb vergleicht die Bibel ihren Götzendienst mit Ehebruch (Jer. 3:8, 9). Wer die Ehe bricht, begeht eine Sünde, die den Partner persönlich trifft und zutiefst verletzt. Genauso verletzend ist es für Jehova, wenn sich seine ihm hingegebenen Diener auf Götzendienst einlassen (5. Mo. 4:23). w24.07 22-23 Abs. 12-15