11.-17. MAI 2026
LIED 7 Jehova, unsere Stärke und Macht
Vertraue dem Souverän des Universums
Jehova, du allein bist der Höchste über die ganze Erde (PS. 83:18).
FOKUS
Warum wir fest auf den Souverän des Universums vertrauen können. Jehova wird uns helfen, mit allem zurechtzukommen, was auf uns einstürmt.
1. Was erlebte Hiob?
HIOB hatte fast alles verloren: seine Kinder, seine Gesundheit, seinen Besitz und seinen guten Ruf. Und das, was seine sogenannten Freunde sagten, zog ihn noch mehr herunter. Sogar seine geliebte Frau rief vor lauter Verzweiflung: „Verfluche Gott und stirb!“ (Hiob 2:9; 15:4, 5; 19:1-3). Diese tragischen Ereignisse hätten Hiobs Vertrauen in den wahren Gott erschüttern können. Wie leicht hätten ihm Zweifel kommen können, ob Jehova seine Diener beschützt.
2-3. Welche Frage kann in uns aufkommen, und was zeigt das Buch Hiob?
2 Auch wir werden mit Schwierigkeiten konfrontiert, die unser Vertrauen in Jehova auf eine harte Probe stellen. Schließlich leben wir in „kritischen Zeiten …, mit denen man schwer fertigwird“ (2. Tim. 3:1). Manchmal bricht eine Katastrophe nach der anderen über uns herein und wir haben das Gefühl, wir halten das nicht aus. Einige haben sich in solchen Situationen gefragt, ob Jehova noch für sie da ist.
3 Wenn du das auch schon mal so empfunden hast, dann verzweifle nicht. Hiob hat erlebt, dass Jehova seine treuen Diener befreit. Wir können dasselbe unerschütterliche Vertrauen zu unserem himmlischen Vater entwickeln wie er. Dabei hilft uns das Bibelbuch Hiob. Es verdeutlicht zwei Grundwahrheiten: 1. Jehova allein ist der Souverän des Universums. 2. Unser allmächtiger Gott kann Weltereignisse so lenken, dass sich sein Vorhaben bewahrheitet und sein Volk vor dauerhaftem Schaden bewahrt wird und im Glauben stark bleibt.
„SATAN TRAT IN IHRE MITTE“
4. Wer war bei der Versammlung im Himmel anwesend, die im Buch Hiob erwähnt wird?
4 Einmal versammelten sich die „Söhne des wahren Gottes“ im Himmel vor Jehova. Die Bibel sagt: „Auch Satan trat in ihre Mitte“ (Hiob 1:6). Hier begegnet uns zum ersten Mal in der Bibel der Ausdruck „Satan“ oder „Widerstandleistender“ als Beschreibung für Jehovas Erzfeind. Zu dieser Zeit war Satan kein treuer Sohn Gottes mehr. Er hatte sich zu einem Feind Jehovas, der Engel und aller treuen Menschen gemacht. Die Worte aus 1. Mose 3:15 lassen erkennen, dass Jehova ihn nicht mehr als Teil seiner himmlischen Familie betrachtete. Satan gehört also nicht zu der „Frau“ – zu Jehovas Familie von Geistgeschöpfen –, die den „Nachkommen“ hervorbringen sollte.
5. Was wird uns bewusst, wenn wir uns mit der Szene im Himmel beschäftigen?
5 Jehova ließ die Worte, die damals im Himmel gesprochen wurden, in der Bibel aufzeichnen. Satans Äußerungen entlarven ihn als skrupellosen Verleumder (Hiob 1:9; vergleiche Offenbarung 12:10). Dass Jehova die Schilderung dieser Szene in den Bibelbericht aufgenommen hat, zeigt: Er übt seine uneingeschränkte Macht immer auf vollkommene und faire Weise aus. Außerdem setzt er dem, was andere tun können, klare Grenzen.
JEHOVA LEGT DIE REGELN FEST
6. Woran sieht man, dass Jehova bei der Versammlung im Himmel alles unter Kontrolle hatte? (Hiob 1:7, 8).
6 Lies Hiob 1:7, 8. Jehova ließ sich bei dieser Versammlung von Satan nicht das Zepter aus der Hand nehmen. Er fragte ihn: „Ist dir mein Diener Hiob aufgefallen?“ Jehova war klar, dass Satan es auf Hiob abgesehen hatte. Wie würde er seine Macht zugunsten von Hiob einsetzen?
7. Welche Vorwürfe erhob Satan? (Hiob 1:10, 11).
7 Lies Hiob 1:10, 11. Jehova ist der Souverän des Universums, und er nutzt seine unbegrenzte Macht so, wie er es für richtig hält (Jer. 32:17; Dan. 4:35). Satan behauptete jedoch, Jehova würde seine Macht missbrauchen. Er unterstellte ihm gewissermaßen, er würde Menschen, wie zum Beispiel Hiob, bestechen, damit sie ihm dienen. Und Menschen unterstellte er, sie würden Jehova nur dienen, wenn sie sich davon Vorteile versprechen. Wie reagierte Jehova auf diese Vorwürfe?
8-9. Welche Grenze setzte Jehova dem Teufel und warum? (Hiob 1:12). (Siehe auch das Bild.)
8 Lies Hiob 1:12. Jehova erlaubte dem Teufel, seine Behauptungen unter Beweis zu stellen, setzte ihm aber eine klare Grenze. Vor allen Anwesenden sagte er ausdrücklich zu ihm: „Nur ihn selbst taste nicht an!“ Satan hatte keine Möglichkeit, sich darüber hinwegzusetzen. Damals wie heute muss er sich innerhalb der gesteckten Grenzen bewegen. Jehova setzte also seine Macht ein, um sowohl Hiob als auch seinen eigenen Ruf zu schützen.
9 Satans Angriff scheiterte kläglich. Hiob blieb seinem himmlischen Vater treu (Hiob 1:22). Doch der Teufel gab nicht so schnell auf.
Jehova erlaubte Satan in Gegenwart anderer, seine Behauptungen unter Beweis zu stellen (Siehe Absatz 8-9)
10. Warum ließ Jehova weitere Prüfungen zu? (Hiob 2:2-6).
10 Lies Hiob 2:2-6. Jetzt ging Satan noch einen Schritt weiter. Er behauptete, Hiob würde Gott verfluchen, um seine eigene Haut zu retten. Damit die Angelegenheit geklärt werden konnte, durfte der Teufel Hiob körperlichen Schaden zufügen. Doch wieder setzte Jehova ihm Grenzen. Er sagte: „Nur sein Leben nimm ihm nicht!“ Satan blieb nichts anderes übrig, als diese Einschränkung zu akzeptieren. Jehova behielt also auch diesmal die Kontrolle über das, was mit Hiob geschah.
JEHOVA BEENDET HIOBS LEIDEN
11. Wie belohnte Jehova Hiob für seine Treue? (Hiob 42:10-13).
11 Lies Hiob 42:10-13. Hiob hatte seine Treue unter Beweis gestellt, und Jehova setzte den Angriffen des Teufels ein Ende. Er unternahm etwas, um Hiob von seinen Leiden zu erlösen. Und wieder musste der Teufel Jehovas Entscheidung hinnehmen. Er durfte Hiob nichts mehr antun.
12. Nenne ein Beispiel dafür, wie es ausgehen kann, wenn man auf Jehovas rettende Macht vertraut.
12 In der heutigen Zeit des Endes haben viele Jehovas rettende Macht verspürt. 1945 zum Beispiel überlebten 230 Zeugen Jehovas, die in einem NS-Konzentrationslager interniert gewesen waren, den berüchtigten Todesmarsch. Nach ihren schrecklichen Erlebnissen fassten sie eine Resolution. Darin hieß es: „Eine lange, harte Prüfungszeit liegt nun hinter uns, und die aus dem Feuerofen hervorgezogenen Bewährten haben nicht einmal den Geruch des Brandes an sich. … Im Gegenteil, sie sind voller Kraft und Stärke Jehovas.“ Weiter schrieben sie: „Wir geloben, dass wir nur einen Wunsch haben, nämlich aus tiefster Dankbarkeit zufolge der … Errettungen aus all den tausend Nöten, Kämpfen und Bedrängnissen – während des Aufenthaltes in der Löwengrube – Jehova … in alle Ewigkeit zu dienen. Dies wäre unser schönster Lohn.“ (Vergleiche Daniel 3:27; 6:22.)
13. Worauf kannst du in schweren Zeiten fest vertrauen? (Siehe auch die Bilder.)
13 Auch wir müssen damit rechnen, dass wir sozusagen in die Löwengrube geworfen werden (1. Pet. 5:8-10). Es gibt Zeiten, in denen man sich vielleicht völlig ausgelaugt fühlt und sich fragt, ob die Probleme nie enden werden. Sich dann an Hiobs Geschichte zu erinnern, kann eine große Hilfe sein. Sie gibt uns das feste Vertrauen, dass Jehova die Macht hat, unsere Leiden zu beenden – jetzt oder in der neuen Welt. Er wird nicht zulassen, dass dieses Weltsystem länger als festgelegt besteht.
Jehova wird seine treuen Diener von Leid befreien (Siehe Absatz 13)
JEHOVA LIEBT SEINE TREUEN DIENER
14-15. Was wünscht sich Jehova für seine treuen Diener? (Hiob 14:15). (Siehe auch das Bild.)
14 Lies Hiob 14:15. Unser himmlischer Vater hat zu seinen treuen Dienern eine besonders enge Bindung. Sie bedeuten ihm so viel, dass er sich regelrecht danach sehnt, sie zum Leben zurückzubringen, falls sie sterben. Er wird den Schmerz, der durch den Tod verursacht wurde, vollständig heilen (Jes. 65:17).
15 Natürlich lebte Hiob nach wie vor in einer Welt, die vom Teufel beherrscht wurde. Doch wie wir aus der Bibel wissen, stellte Jehova Hiobs Gesundheit wieder her und schenkte ihm noch mehr, als er vor seiner Leidenszeit hatte. Diese Segnungen waren nur ein Vorgeschmack von dem, was Jehova in Zukunft für Hiob tun wird. Sie zeigen, dass Jehova seinen Dienern ein rundum glückliches Leben wünscht. Er wird allen, die ihm treu bleiben, ewiges Leben im Paradies schenken (Offb. 21:3, 4). Der Gedanke, dass der Souverän des Universums diesen innigen Wunsch hat, kann uns in schweren Zeiten sehr trösten.
Nach ihrer Leidenszeit wurden Hiob und seine Frau von Jehova sehr gesegnet (Siehe Absatz 14-15)
16. Wozu ist Jehova als der Allmächtige in der Lage?
16 Nach einem langen, erfüllten Leben starb Hiob schließlich. Aber als höchster Herrscher hat Jehova sogar Macht über den Tod (5. Mo. 32:39). Niemand kann den Allmächtigen daran hindern, zur festgelegten Zeit alle aufzuerwecken, die er liebt (Röm. 8:38, 39).
HAB VOLLES VERTRAUEN AUF JEHOVA
17. Warum kann man sagen, dass Satan gescheitert ist?
17 Das Bibelbuch Hiob zeigt uns, dass wir felsenfest auf Jehova vertrauen können. Wir sind so dankbar, dass es Satan nicht gelungen ist, Gottes Volk auszulöschen. Rund neun Millionen treue Diener Jehovas sind der lebende Beweis für die Macht des höchsten Herrschers. Es hat sich immer wieder gezeigt, dass keine Waffe, die gegen uns gerichtet wird, Erfolg hat (Jes. 54:17). Mächtige Nationen und einflussreiche religiöse Organisationen haben es nicht geschafft, das scheinbar wehrlose Volk Jehovas auszurotten. Nichts kann uns daran hindern, die Wahrheit über Jehova bekannt zu machen und Satan als Betrüger und Mörder zu entlarven. Nicht einmal der Tod kann uns etwas anhaben, weil Jehova alle seine treuen Diener auferwecken wird (Hos. 13:14).
18. Warum brauchen wir vor der Zukunft keine Angst zu haben?
18 Über das nachzudenken, was Hiob erlebt hat, stärkt unser Vertrauen, dass Jehova immer bei uns ist, egal was noch auf uns zukommt. Während der großen Drangsal wird Gottes Volk wehrlos erscheinen, und es wird so aussehen, als ob der Teufel und seine Unterstützer die Oberhand haben. Aber wie zur Zeit Hiobs hat Jehova auch dann alles unter Kontrolle und wird dem Teufel nicht erlauben, uns bleibenden Schaden zuzufügen. Nicht mehr lange und Jehova macht all dem Leid, das Satan über die Menschheit gebracht hat, ein Ende. Der Teufel und die Dämonen werden für 1000 Jahre in einen Abgrund verbannt (Luk. 8:31; Offb. 20:1-3). Letztendlich werden Satan und alle, die auf seiner Seite stehen, ihr Ende finden (Offb. 20:10). Wie von Jehova angekündigt, wird dem Teufel der Kopf zermalmt werden. Er ist dann ein für alle Mal vernichtet (1. Mo. 3:15; Röm. 16:20).
19. Worauf kann sich jeder freuen, der völlig auf Jehova vertraut? (Siehe auch das Bild.)
19 Wir sehnen uns nach einem Leben in Vollkommenheit und Glück. Was uns in der neuen Welt erwartet, wird alle unsere Vorstellungen übertreffen. Jehova hat versprochen: „Ich mache alles neu“ (Offb. 21:5). Zum ersten Mal seit Jahrtausenden wird die Menschheit frei sein vom Hass und der Zerstörungswut des Teufels und der Dämonen. Dann können wir endlich aufatmen! Was uns heute belastet, wird uns nie wieder den Schlaf rauben. Die Überlebenden von Armageddon werden Zeugen eines großen Wunders: Sie alle werden erleben, wie sie völlig gesund werden. Und nicht nur das. Sie werden liebe Menschen, die sie durch den Tod verloren haben, wieder in die Arme schließen. Endlich wird das Leben so sein, wie es unser Vater Jehova immer wollte!
Jehova wird seine treuen Diener, die in der Vergangenheit viel durchgemacht haben, sehr belohnen (Siehe Absatz 19)
20. Wozu bist du entschlossen?
20 Stellen wir uns mutig allen Herausforderungen, die in den letzten Tagen auf uns zukommen. Und seien wir entschlossen, felsenfest auf Jehova zu vertrauen und für seine Souveränität einzutreten. Durch deine Treue kannst du zeigen, wie sehr du deinen Vater im Himmel liebst, und beweisen, dass Satan ein Lügner ist. Der Souverän des Universums sehnt sich danach, seine treuen Diener auf außergewöhnliche Weise zu belohnen. Auf diese Zeit können wir uns einfach nur freuen!
LIED 153 Mach mich mutig!