August
Samstag, 1. August
Es kommt eine große Drangsal, wie es sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gegeben hat (Mat. 24:21)
Wir beten darum, dass so viele Menschen wie möglich auf die Warnung reagieren und sich uns in der wahren Anbetung anschließen. Aber was ist mit Verwandten und anderen, die heute nicht auf uns hören? Es könnte sein, dass Jehova Menschen retten wird, die durch die Vernichtung Groß-Babylons zum Umdenken veranlasst werden. Deshalb ist es umso wichtiger, sie weiter zu warnen. Vielleicht ist das, was wir ihnen jetzt sagen, genau das, woran sie sich später erinnern. (Vergleiche Hesekiel 33:33.) Die Warnung, die sie von uns gehört haben, könnte sie veranlassen sich uns anzuschließen, bevor es zu spät ist. Denken wir an den Gefängnisaufseher in Philippi. Ihn brachte erst „ein großes Erdbeben“ zum Umdenken (Apg. 16:25-34). Könnte es sein, dass auch die Vernichtung Groß-Babylons den einen oder anderen wachrütteln wird? w24.05 17 Abs. 9-10
Sonntag, 2. August
Christus ist das Ende des Gesetzes (Röm. 10:4)
Wir können etwas aus dem lernen, was der Apostel Paulus an die Hebräer schrieb. Manche von ihnen hatten aufgehört im Glauben zu wachsen. Sie machten Rückschritte und benötigten „wieder Milch statt feste [geistige] Nahrung“ (Heb. 5:12). Sie blieben mit den neuen Wahrheiten, die Jehova ihnen durch die Versammlung offenbarte, nicht auf dem Laufenden (Spr. 4:18). Viele Judenchristen zum Beispiel waren der Meinung, man müsse sich an das mosaische Gesetz halten, obwohl schon 30 Jahre vergangen waren, seit es durch den Tod von Jesus aufgehoben worden war (Tit. 1:10). Deshalb half Paulus ihnen jetzt, tiefe Wahrheiten zu verstehen. Diese feste geistige Nahrung war genau das, was sie brauchten, um zu erkennen, wie überlegen der christliche Glaube war. So konnten sie den Mut aufbringen weiterzupredigen (Heb. 10:19-23). w24.04 6 Abs. 15
Montag, 3. August
Es wird eine Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten geben (Apg. 24:15)
Seit sich Adam und Eva dem Teufel in seiner Rebellion gegen Jehova angeschlossen haben, hat der Tod Milliarden von Menschenleben gefordert. Was wird aus allen diesen Verstorbenen? Eine kleine Anzahl – 144 000 Nachfolger Christi – erhält unsterbliches Leben im Himmel (Offb. 14:1). Außerdem wird eine große Gruppe von Glaubensmenschen die „Auferstehung der Gerechten“ erleben. Wenn sie während der Tausendjahrherrschaft Jesu und in der Schlussprüfung treu bleiben, dürfen sie für immer auf der Erde leben (Dan. 12:13; Heb. 12:1). Auch „die Ungerechten“ – Menschen, die Jehova nicht gedient oder sogar „Schlechtes getrieben haben“ – werden während der 1000 Jahre die Möglichkeit bekommen, sich zu ändern (Joh. 5:29; Luk. 23:42, 43). Es gab aber auch durch und durch böse Menschen, denen Jehova keine Auferstehung in Aussicht stellt (Luk. 12:4, 5). w24.05 2 Abs. 3; 6 Abs. 15, 17
Dienstag, 4. August
Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir (Jes. 29:13)
Wer Jehovas Anerkennung haben möchte, muss „in seinem Herzen die Wahrheit“ sagen (Ps. 15:2). Das schließt mehr ein, als nicht zu lügen. Jehova möchte, dass wir durch und durch ehrlich sind (Heb. 13:18). Er „verabscheut den, der hinterhältig ist, aber den Aufrichtigen gehört seine enge Freundschaft“ (Spr. 3:32). Wer im Herzen die Wahrheit sagt, tut vor anderen nicht so, als wäre er gehorsam, und bricht dann heimlich Gottes Gesetze. Er verhält sich nicht hinterhältig oder unaufrichtig. Ein unaufrichtiger Mensch zweifelt womöglich daran, dass Gottes Gesetze weise sind (Jak. 1:5-8). Vielleicht missachtet er sie, wenn sie ihm nicht so wichtig erscheinen. Hat sein Verhalten scheinbar keine Konsequenzen, fühlt er sich ermutigt, weitere Gesetze Gottes zu brechen, und wird dadurch zum Heuchler (Pred. 8:11). Seien wir deshalb in allem ehrlich. w24.06 10 Abs. 7-8
Mittwoch, 5. August
Steht fest da mit dem Gürtel der Wahrheit um eure Hüften (Eph. 6:14)
Als Diener Jehovas lieben wir die biblische Wahrheit und bauen unseren Glauben darauf auf (Röm. 10:17). Wir sind davon überzeugt, dass Jehova die Christenversammlung als „Säule und Stütze der Wahrheit“ ins Leben gerufen hat (1. Tim. 3:15). Nichts wäre Satan lieber, als unser Vertrauen in die Bibel oder in die Anleitung von Jehovas Organisation zu untergraben (Eph. 4:14). Schon bald wird er mit seiner Propaganda ganze Nationen dazu bringen, sich gegen Jehova zu stellen (Offb. 16:13, 14). Wir können auch davon ausgehen, dass er seine Bemühungen verstärken wird, Jehovas Volk in die Irre zu führen (Offb. 12:9). Deshalb ist es so wichtig, dass wir lernen Wahres von Falschem zu unterscheiden und „Gehorsam gegenüber der Wahrheit“ zu zeigen (Röm. 6:17; 1. Pet. 1:22). In der großen Drangsal wird unser Überleben davon abhängen. w24.07 8 Abs. 1-3
Donnerstag, 6. August
Dieses Gebot, das ich dir heute gebe, ist nicht zu schwer für dich und auch nicht unerreichbar (5. Mo. 30:11)
Als Jehova die Nation Israel gründete, schloss er mit ihr einen Bund – das heißt eine formelle Abmachung. Sich an sein Gesetz zu halten würde für die Israeliten Schutz und Segen bedeuten. Falls sie sich aber gegen ihn stellten und beispielsweise andere Götter anbeteten, würde er ihnen seinen Segen entziehen, was Leid zur Folge hätte. Doch selbst dann könnten sie wieder Gottes Anerkennung gewinnen. Sie hätten die Möglichkeit, zu ihrem Gott Jehova zurückzukehren und auf seine Stimme zu hören (5. Mo. 30:1-3, 17-20). Mit anderen Worten: Sie könnten bereuen. Er würde ihnen dann wieder nahe sein und sie segnen. Jehovas auserwähltes Volk rebellierte immer wieder gegen ihn. Das führte zu großem Leid. Aber Jehova gab sie nicht auf. Wieder und wieder sandte er Propheten, die ihnen ans Herz legten zu bereuen und umzukehren (2. Kö. 17:13, 14). w24.08 9 Abs. 4-5
Freitag, 7. August
Eine heftige Verfolgung der Versammlung in Jerusalem setzte ein (Apg. 8:1)
Die hebräischen Christen in Jerusalem und Judäa machten in den Jahren nach Jesu Tod schwere Zeiten durch. Kaum war die Christenversammlung gegründet, wurden sie heftig verfolgt. Etwa 20 Jahre später mussten sie mit wirtschaftlichen Problemen zurechtkommen, die wahrscheinlich infolge einer großen Hungersnot aufgetreten waren (Apg. 11:27-30). Doch dann, um das Jahr 61, herrschte eine Zeit relativen Friedens – verglichen mit dem, was noch auf sie zukommen sollte. Damals veranlasste Jehova den Apostel Paulus, den Hebräern einen sehr zeitgemäßen Brief zu schreiben. Dieser Brief kam genau richtig, denn der Frieden würde nicht lange anhalten. Paulus gab den Hebräern darin wertvolle Ratschläge, die sie auf eine künftige Drangsal vorbereiteten. w24.09 8 Abs. 1-2
Samstag, 8. August
Durch sie habe ich viel Trost erfahren (Kol. 4:11)
In schwierigen Zeiten zeigt Jehova uns durch unsere Brüder und Schwestern, wie sehr er uns liebt. Ihr Trost kann ganz unterschiedlich aussehen. Sie hören uns einfühlsam zu, sind einfach nur bei uns, lesen uns einen Mut machenden Bibeltext vor oder beten mit uns (Röm. 15:4). Manchmal führen sie uns vielleicht vor Augen, wie Jehova über eine Sache denkt, und das kann uns helfen unser inneres Gleichgewicht zu bewahren. Aber auch praktische Hilfe wie das Zubereiten einer Mahlzeit kann genau das sein, was wir in einer schwierigen Situation brauchen. Manchmal müssen wir aber auch etwas sagen, wenn wir Hilfe brauchen (Spr. 17:17). Unsere Brüder und Schwestern wissen nicht immer, wie wir empfinden oder was wir brauchen (Spr. 14:10). Sei also bereit, mit reifen Freunden über deinen Schmerz zu sprechen. Lass sie wissen, was dir guttun würde. Vielleicht möchtest du dich einem oder zwei Ältesten anvertrauen, bei denen du dich wohlfühlst. Und Schwestern hat es schon oft geholfen, mit einer reifen Freundin zu sprechen. w24.10 10-11 Abs. 15-16
Sonntag, 9. August
Jeder, der den Sohn anerkennt und an ihn glaubt, hat ewiges Leben (Joh. 6:40)
Viele Menschen achten auf eine gute Ernährung und genügend Bewegung, um gesund zu bleiben. Doch sie erwarten nicht, ewig zu leben. Wenn sie an die Beschwerden des Alters denken, erscheint ihnen dieser Gedanke womöglich unrealistisch und schon gar nicht wünschenswert. Dennoch sprach Jesus positiv über das ewige Leben, wie zum Beispiel aus Johannes 3:16 und 5:24 ersichtlich wird. Einmal versorgte Jesus Tausende Menschen durch ein Wunder mit Brot und Fisch. Das war erstaunlich, aber was er am nächsten Tag sagte, war noch erstaunlicher. Die Leute waren ihm nach Kapernaum in die Nähe des Galiläischen Meeres gefolgt. Dort erzählte er ihnen von der Auferstehung und vom ewigen Leben (Joh. 6:39, 40). Jesu Worte machen deutlich, dass viele Verstorbene auferweckt werden und dass dir und deinen Lieben ewiges Leben in Aussicht steht. w24.12 8 Abs. 1-2
Montag, 10. August
Ihr Ehemänner: Erweist ihnen Ehre, da sie als Frauen schwächere Gefäße sind (1. Pet. 3:7)
Aus einem neueren Bericht der Weltgesundheitsorganisation geht hervor, dass etliche Ehemänner ihre Frau physisch, verbal oder emotional misshandeln. Vor anderen gehen sie vielleicht respektvoll mit ihr um, aber zu Hause behandeln sie sie schlecht. Was könnte der Grund dafür sein, dass ein Mann seine Frau schlecht behandelt? Manche Männer hatten vielleicht einen gewalttätigen Vater und denken deshalb, so ein Verhalten wäre normal. Andere stammen aus einem kulturellen Umfeld, in dem man den Standpunkt vertritt, ein „echter Mann“ müsse seiner Frau zeigen, wer das Sagen hat. Wieder andere haben nicht gelernt, Gefühle wie Wut unter Kontrolle zu halten. Und es gibt Männer, die durch das regelmäßige Ansehen von Pornografie eine verdrehte Ansicht über Frauen und Sexualität entwickelt haben. Studien deuten darauf hin, dass die Covid-19-Pandemie diese Probleme noch verstärkt hat. Natürlich sind all diese Faktoren keine Entschuldigung für rücksichtsloses Verhalten. w25.01 8 Abs. 2-3
Dienstag, 11. August
Da Christus als Mensch gelitten hat, rüstet auch ihr euch mit der gleichen Einstellung aus (1. Pet. 4:1)
„Liebe Jehova, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele, deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken“ (Luk. 10:27). Wie Jesus sagte, handelte es sich hierbei um das wichtigste Gebot im mosaischen Gesetz. Unsere Liebe zu Jehova hat mit unserem Herzen zu tun, mit unseren Wünschen und Gefühlen. Jehova mit ganzer Seele und ganzer Kraft zu lieben, bedeutet, ihm mit unserem ganzen Ich ergeben zu sein und unsere Kraft für ihn einzusetzen. Die Liebe zu Jehova hat aber auch etwas mit unserem Denken und unseren Ansichten zu tun. Zwar können wir die Denkweise Jehovas nicht völlig erfassen, aber wir haben das Beispiel Jesu, der seinen Vater perfekt widerspiegelte. Wenn wir uns also mit der „Denkweise Christi“ beschäftigen, verstehen wir immer besser, wie Jehova denkt (1. Kor. 2:16). w25.03 8 Abs. 1
Mittwoch, 12. August
Durch ihn, durch sein Blut, haben wir die Befreiung durch Lösegeld, ja die Vergebung unserer Verfehlungen. So groß ist seine unverdiente Güte (Eph. 1:7)
Als vollkommener Mensch war Jesus eine genaue Entsprechung Adams vor dessen Sünde (1. Kor. 15:45). Deshalb konnte er durch seinen Tod die Sünde Adams sühnen, das heißt, das zurückgewinnen, was Adam verloren hatte (Röm. 5:19). So wurde Jesus „der letzte Adam“. Es besteht keine Notwendigkeit, dass ein weiterer vollkommener Mensch für einen Ausgleich sorgt. Jesus starb „ein für alle Mal“ (Heb. 7:27; 10:12). Was ist der Unterschied zwischen der Sühneregelung und dem Lösegeld? Die Sühneregelung beschreibt die Maßnahme, die Gott ergreift, um zwischen sich und den Menschen wieder ein gutes Verhältnis herzustellen. Das Lösegeld ist der Preis, der gezahlt wurde, um sündigen Menschen Sühne zu ermöglichen. Er besteht aus Jesu kostbarem Blut, das für uns vergossen wurde (Heb. 9:14). w25.02 5 Abs. 12-13
Donnerstag, 13. August
Gott ist treu, und er wird nicht zulassen, dass ihr über eure Kraft hinaus versucht werdet, sondern er wird mit der Versuchung auch den Ausweg schaffen, damit ihr sie ertragen könnt (1. Kor. 10:13)
Wenn Jehova eine Realität für uns ist, hilft uns das, unsere Probleme richtig einzuordnen. Wir sehen sie dann als Teil einer größeren Streitfrage. Der Teufel behauptet nämlich, wir würden Jehova verlassen, sobald es uns schlecht geht (Hiob 1:10, 11; Spr. 27:11). Doch wenn wir trotz unserer Probleme treu bleiben, beweisen wir, dass wir Jehova lieben und dass der Teufel ein Lügner ist. Machen dir Verfolgung, finanzielle Sorgen, negative Reaktionen im Predigtdienst oder etwas anderes zu schaffen? Dann sieh das als Gelegenheit, dem Herzen Jehovas Freude zu machen. Denk auch daran: Jehova wird nicht zulassen, dass Prüfungen über deine Kraft hinausgehen. Er wird dir die Kraft geben, die du brauchst, um auszuharren. w24.06 22 Abs. 9
Freitag, 14. August
Jeder wird auf die Probe gestellt, wenn er sich von seinem eigenen Verlangen fortziehen und ködern lässt (Jak. 1:14)
Kennst du deine Schwachpunkte? Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir unsere Schwächen herunterspielen oder denken, Versuchungen könnten uns nichts anhaben (1. Joh. 1:8). Wie der Apostel Paulus andeutet, können selbst diejenigen, die „durch den Geist befähigt“ sind, einer Versuchung erliegen, wenn sie nicht aufpassen (Gal. 6:1). Wir müssen ehrlich mit uns selbst sein und uns eingestehen, dass wir auf manchen Gebieten Schwächen haben (2. Kor. 13:5). Was sollten wir tun, wenn wir herausgefunden haben, was unsere größte Schwachstelle ist? Stärken wir unsere Widerstandskraft! In biblischer Zeit waren die gefährdetsten Stellen einer Stadtmauer die Tore. Deshalb wurden sie gut bewacht. Auch wir müssen unsere Schwachstellen ganz besonders im Blick haben (1. Kor. 9:27). w24.07 15 Abs. 5-7
Samstag, 15. August
Tragt weiter in jedem guten Werk Frucht und nehmt an der genauen Erkenntnis Gottes zu (Kol. 1:10)
Zu den guten Werken, von denen im heutigen Tagestext die Rede ist, gehörte das Predigen der Botschaft vom Königreich. Wenn wir uns mit Gottes Wort beschäftigen, stärkt das unser Vertrauen zu Jehova und uns wird bewusst, wie wichtig es ist, die gute Botschaft bekannt zu machen. Um möglichst viel aus der Bibel herauszuholen, dürfen wir sie nicht im Schnelldurchgang lesen. Nimm dir Zeit zum Nachdenken und Studieren. Stößt du auf eine Passage, die du nicht verstehst, dann übergeh sie nicht einfach. Suche im Index der Wachtturm-Publikationen oder im Studienleitfaden für Jehovas Zeugen nach Erklärungen. Wenn du dir beim Studieren Zeit lässt, gewinnst du immer mehr Vertrauen in Gottes Wort (1. Thes. 5:21). Und je größer deine Überzeugung ist, desto mehr Freude wird es dir machen, mit anderen über deinen Glauben zu sprechen. w24.04 15 Abs. 4-5
Sonntag, 16. August
Ich habe euch geschrieben, weil ich feststellen wollte, ob ihr in allem Gehorsam beweisen würdet (2. Kor. 2:9)
David erklärte: „Du, o Jehova, bist … gut und vergibst gern“ (Ps. 86:5). Micha schrieb: „Wer ist ein Gott wie du, der Vergehen verzeiht und die Übertretung … übergeht?“ (Mi. 7:18). Und Jesaja schrieb: „Der böse Mensch soll seinen Weg verlassen, der schlechte Mensch soll seine Gedanken aufgeben. Er soll zu Jehova umkehren, der Erbarmen mit ihm haben wird, zu unserem Gott, denn er wird ihm großzügig vergeben“ (Jes. 55:7). Die Korinther wurden aufgefordert, einen reumütigen Mann herzlich aufzunehmen und ihm ihre Liebe zu versichern. Dadurch würden sie Jehova nachahmen und „in allem Gehorsam beweisen“. Es waren zwar nur Monate vergangen, seitdem man den Mann aus der Versammlung entfernt hatte, aber diese Maßnahme hatte ihn zur Reue geführt. Es gab also keinen Grund, seine Wiederaufnahme hinauszuzögern. w24.08 17-18 Abs. 12-13
Montag, 17. August
Der eine wird mitgenommen und der andere zurückgelassen (Mat. 24:40)
Wir leben in einer bedeutsamen Zeit. Schon bald wird Jesus über alle Menschen, die auf der Erde leben, ein Urteil fällen. Jesus ließ seine Nachfolger wissen, was sich in der Zeit bis dahin abspielen würde. Er sprach von einem „Zeichen“, an dem man seine unsichtbare Gegenwart und den „Abschluss des Weltsystems“ erkennen könnte (Mat. 24:3). Diese Prophezeiung ist in Matthäus, Kapitel 24 und 25 aufgezeichnet sowie in den Parallelberichten in Markus, Kapitel 13 und Lukas, Kapitel 21. Jesus vermittelte durch drei Vergleiche wichtige Warnungen. Sie handeln von den Schafen und den Ziegen, den umsichtigen und den unvernünftigen Jungfrauen und den Talenten. Durch jeden Vergleich wird deutlich, wie sich das Verhalten eines Menschen auf seine künftige Beurteilung auswirkt. w24.09 20 Abs. 1-2
Dienstag, 18. August
Alles, was ihr tut, soll mit Liebe geschehen (1. Kor. 16:14)
Unser größtes Vorbild, Jesus Christus, ließ sich von Liebe motivieren – von Liebe zu seinem Vater und zu seinen Mitmenschen. Aus Liebe war er bereit, anderen demütig zu dienen, und zeigte dabei großen Einsatz (Mat. 20:28; Joh. 13:5, 14, 15). Verfolgst du gerade ein Ziel, zum Beispiel Dienstamtgehilfe zu werden? Wenn Liebe auch dein Motiv ist, wird Jehova dich segnen und dir helfen, dein Ziel zu erreichen (1. Pet. 5:5). In der Welt werden Menschen, die sich selbst ins Rampenlicht rücken, oft bewundert. In Jehovas Organisation ist das anders. Einem Bruder, der sich wie Jesus von Liebe motivieren lässt, geht es nicht um Macht, Stellung oder Ansehen. Wäre Ehrgeiz sein Motiv, würde er Aufgaben, die nicht so angesehen sind, wahrscheinlich als unter seiner Würde betrachten (Joh. 10:12). w24.11 15 Abs. 6-7
Mittwoch, 19. August
Der heilige Geist hat euch zu Aufsehern ernannt (Apg. 20:28)
Überall auf der Welt werden Männer gebraucht, die sich als „Gaben“ zur Verfügung stellen (Eph. 4:8). Bist du ein getaufter Bruder, und liegt es „in deiner Macht … zu helfen“? (Spr. 3:27). Könntest du auf das Ziel hinarbeiten, Dienstamtgehilfe zu werden oder als Ältester für deine Brüder und Schwestern da zu sein? Ist es dir möglich, etwas an deinen Umständen zu ändern, damit du dich für die Schule für Königreichsverkündiger bewerben kannst? Diese Schule wird dich dafür ausrüsten, dich noch besser von Jesus gebrauchen zu lassen. Falls du dir das alles nicht zutraust, dann bete zu Jehova. Bitte ihn um Unterstützung durch seinen heiligen Geist, damit du jede Aufgabe, die dir übertragen wird, erfüllen kannst (Luk. 11:13). Die Brüder, die Jesus als „Gaben“ eingesetzt hat, sind ein Beweis dafür, dass er uns in den heutigen letzten Tagen leitet (Mat. 28:20). Wir können wirklich dankbar für unseren liebevollen, großzügigen und aufmerksamen König sein, der dafür sorgt, dass sich befähigte Brüder um uns kümmern. w24.10 23 Abs. 16-17
Donnerstag, 20. August
An das, was früher war, wird man sich nicht mehr erinnern (Jes. 65:17)
Auch Diener Jehovas müssen mit Kummer und Schmerz zurechtkommen. Doch Jehova verspricht: „Alles frühere Leid wird vergessen sein. Es wird vor meinen Augen verborgen sein“ (Jes. 65:16). Er wird allen Problemen ein Ende machen und mit der Zeit werden sogar die Erinnerungen daran völlig verblassen. Schon heute haben unsere Zusammenkünfte eine beruhigende Wirkung auf uns. Wir können uns dort entspannen und die Alltagssorgen für einen Moment hinter uns lassen. Wie können wir persönlich zu dieser schönen Atmosphäre beitragen? Wenn die Frucht, die der Geist hervorbringt, in unserem Leben sichtbar wird und wir Eigenschaften entwickeln wie Liebe, Freude, Frieden, Freundlichkeit und Milde (Gal. 5:22, 23). Mit Jehovas Organisation verbunden zu sein ist wirklich etwas Besonderes! Und wer im geistigen Paradies bleibt, wird erleben, wie sich Gottes Versprechen von „einem neuen Himmel und einer neuen Erde“ vollständig erfüllt. w24.04 22 Abs. 9-10
Freitag, 21. August
Es ist eine Falle, wenn ein Mensch vorschnell „Heilig!“ ruft und erst später darüber nachdenkt, was er gelobt hat (Spr. 20:25)
Eine feste Freundschaft ist eine schöne, aber auch eine ernste Sache. Immerhin möchte man herausfinden, ob der andere als Ehepartner infrage kommt. Wenn man heiratet, verspricht man vor Jehova einander zu lieben und zu respektieren, solange man lebt. Grundsätzlich sollte man gut nachdenken, bevor man ein Gelübde ablegt. Das gilt besonders für das Ehegelübde. Durch eine feste Freundschaft kann man sich näher kennenlernen und eine gute Entscheidung treffen – entweder man beschließt zu heiraten oder die Beziehung zu beenden. Wenn ein Paar Schluss macht, heißt das nicht, dass die beiden versagt haben. Im Gegenteil, die Beziehung hat ihren Zweck erfüllt: Sie hat zwei Menschen geholfen zu einer guten Entscheidung zu kommen. Warum ist es für uns alle wichtig, die richtige Ansicht zum Thema feste Freundschaften zu haben? Als Single lässt man sich dann nicht mit jemandem auf eine Beziehung ein, den man gar nicht heiraten möchte. w24.05 26-27 Abs. 3-4
Samstag, 22. August
Schäm dich nicht dafür, dass du ein Zeuge unseres Herrn bist (2. Tim. 1:8)
Jugendlichen fehlt es manchmal am nötigen Selbstvertrauen, ihre Glaubensansichten zu verteidigen. Wenn in der Schule die Evolutionstheorie durchgenommen wird, fühlen sich manche sogar eingeschüchtert. Weswegen? Weil Lehrer die Evolution oft als erwiesene Tatsache hinstellen. Wie kann man seinem Kind helfen, für seinen Glauben einzustehen? Sag ihm, dass es sich für seinen Glauben an einen Schöpfer nicht zu schämen braucht. Selbst viele Wissenschaftler sind zu dem Schluss gekommen, dass das Leben nicht spontan oder durch Zufall entstanden sein kann. Sie sehen hinter der Komplexität des Lebens intelligente Planung. Deshalb akzeptieren sie die Evolutionstheorie nicht. Ein Jugendlicher kann seine Überzeugung stärken, wenn er sich damit beschäftigt, wie andere Brüder und Schwestern zum Glauben an einen Schöpfer gekommen sind. w24.12 18 Abs. 14-15
Sonntag, 23. August
Der heilige Geist löste große Freude bei ihm aus (Luk. 10:21)
Jesus bewahrte sich eine positive Einstellung zum Predigtwerk. Das half ihm, die Begeisterung nicht zu verlieren. Gegen Ende des Jahres 30 beobachtete er bei vielen die Bereitschaft, die gute Botschaft anzunehmen. Er verglich sie mit Feldern, die reif für die Ernte sind (Joh. 4:35). Etwa ein Jahr danach sagte er zu seinen Jüngern: „Die Ernte ist groß“ (Mat. 9:37, 38). Und später betonte er nochmals: „Die Ernte ist groß … Bittet deshalb den Herrn der Ernte, mehr Arbeiter für seine Ernte auszusenden“ (Luk. 10:2). Jesus verlor nie aus den Augen, dass sich Menschen ändern können, und freute sich, wenn sie positiv auf die Botschaft reagierten. Er verhalf seinen Nachfolgern zu einem positiven Blick auf die Königreichsbotschaft, damit sie sich ihren Eifer bewahren konnten. w25.03 18-19 Abs. 15-16
Montag, 24. August
Mein Gott ist mein Fels, bei dem ich Schutz finde (Ps. 94:22)
Jehova ist eine Zuflucht. So wie ein Fels Schutz vor einem Unwetter bieten kann, schützt uns Jehova in gefährlichen Lebenslagen. Er schenkt uns Geborgenheit und bewahrt uns vor dauerhaftem Schaden. Und er verspricht noch mehr: Die Zeit wird kommen, wo nichts unseren Frieden und unsere Sicherheit bedrohen wird (Hes. 34:25, 26). Wir machen Jehova zu unserer Zuflucht, wenn wir zu ihm beten. Von ihm kommt der „Frieden Gottes“, der unser Herz und unser Denken behütet (Phil. 4:6, 7). Jehova ist immer für uns da. Wir können ihm völlig vertrauen, denn er ist „der ewige Fels“ (Jes. 26:3, 4). Da er unsterblich ist, kann er immer Wort halten, unsere Gebete erhören und uns unterstützen. Wir können uns auch deshalb auf ihn verlassen, weil er loyal zu seinen Freunden steht (2. Sam. 22:26). Er vergisst nie, was wir für ihn tun, und wird uns dafür belohnen (Heb. 6:10; 11:6). w24.06 27 Abs. 4-6
Dienstag, 25. August
Beschütze dein Herz, denn ihm entspringen die Quellen des Lebens (Spr. 4:23)
Schädliche Unterhaltung, schlechter Umgang oder materialistisches Denken könnte unser Herz entzweien. Werden wir also sofort aktiv, wenn wir feststellen, dass irgendetwas unsere Liebe zu Jehova schwächt (Mat. 5:29, 30). Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Herz entzweit wird. Wir könnten uns selbst betrügen und denken, dass uns vermehrter Einsatz für Jehova gegen schlechte Einflüsse immun macht. Dazu ein Vergleich: Du kommst an einem extrem kalten, stürmischen Tag nach Hause und drehst die Heizung auf. Würde das irgendetwas bringen, wenn du die Tür offen lässt? Nein. Die kalte Luft würde deine Wohnung schnell auskühlen. Der Lehrpunkt: Es reicht nicht aus, wenn wir uns Gedanken aus Gottes Wort zuführen, die unser Herz erwärmen. Wir müssen auch die Tür vor schädlichen Einflüssen verschließen, damit die kalte „Luft“ der gottlosen Welt nicht an unser Herz dringt und es entzweit (Eph. 2:2). w24.07 21 Abs. 6-7
Mittwoch, 26. August
Hört nicht auf, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen (Mat. 5:44)
Den Schmerz, die Schande und die Ungerechtigkeit, die Jesus erlitt, können wir uns kaum vorstellen. Aber er ließ sich von den Ungerechtigkeiten, die er erlebte, nicht besiegen. Statt die Soldaten, die ihn an den Pfahl nagelten, zu verfluchen, betete er: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Luk. 23:34). Wenn wir für die beten, die uns schlecht behandeln, lassen Wut und Verbitterung oft nach und es gelingt uns vielleicht sogar, die Betreffenden in einem ganz anderen Licht zu sehen. Solange wir in dem heutigen Weltsystem leben, müssen wir mit Ungerechtigkeiten rechnen. Was auch immer kommt, hören wir nie auf, Jehova um Hilfe zu bitten. Folgen wir weiter dem Beispiel Jesu und wenden wir konsequent biblische Grundsätze an. Jehova verspricht jedem, der das tut, dass er „Segen erbt“ (1. Pet. 3:8, 9). w24.11 7 Abs. 16-17, 19
Donnerstag, 27. August
Du bist kein Gott, dem Böses gefällt. Kein Schlechter darf bei dir bleiben (Ps. 5:4)
Jehova toleriert nicht jedes Verhalten; er heißt Sünde nicht gut (Ps. 5:4-6). In der Bibel hat er uns seine gerechten Maßstäbe mitgeteilt, und er erwartet von uns, dass wir sie respektieren. Natürlich verlangt Jehova von unvollkommenen Menschen keine Vollkommenheit (Ps. 130:3, 4). Aber er duldet es nicht, wenn „gottlose Menschen“ seine unverdiente Güte „als Entschuldigung für dreistes Verhalten missbrauchen“ (Jud. 4). Tatsächlich sagt die Bibel die „Vernichtung der gottlosen Menschen“ im Krieg von Armageddon voraus (2. Pet. 3:7; Offb. 16:16). Doch Jehova möchte nicht, dass irgendjemand vernichtet wird. Aus der Bibel geht ganz klar sein Wunsch hervor, „dass alle zur Reue finden“ (2. Pet. 3:9). Älteste nehmen sich an Jehova ein Beispiel. Geduldig versuchen sie, Sündern zu helfen ihr Verhalten zu ändern und ihre Freundschaft zu Jehova zu reparieren. w24.08 26 Abs. 1-2
Freitag, 28. August
Du öffnest deine Hand und stillst das Verlangen alles Lebenden (Ps. 145:16)
Wir können uns an Jehova ein Beispiel nehmen und andere aus Liebe materiell unterstützen. Hat jemand aus deiner Versammlung Schwierigkeiten, die Kosten für Nahrung oder Kleidung aufzubringen? Vielleicht kann Jehova demjenigen durch dich helfen. Die Großzügigkeit von Jehovas Zeugen zeigt sich auch besonders in Krisensituationen. Während der Covid-19-Pandemie zum Beispiel haben Brüder und Schwestern Nahrung, Kleidung und andere Hilfsgüter mit denen geteilt, die einen Bedarf hatten. Viele waren auch bereit, großzügig für das weltweite Werk zu spenden. Dadurch haben sie einen wertvollen Beitrag zur globalen Katastrophenhilfe geleistet. Sie haben sich die Worte aus Hebräer 13:16 zu Herzen genommen: „Vergesst auch nicht, Gutes zu tun und das, was ihr habt, mit anderen zu teilen, denn über solche Opfer freut sich Gott.“ w24.09 27 Abs. 6-7
Samstag, 29. August
Prüft, worauf es wirklich ankommt (Phil. 1:10)
Angenommen, du suchst nach einer Arbeit, die es dir ermöglicht, für deine Familie zu sorgen, und du hast zwei Angebote. Über die Art der Tätigkeit, die Arbeitszeit, den Arbeitsweg und so weiter hast du dich gut informiert. In beiden Fällen spricht vom biblischen Standpunkt aus nichts gegen die Tätigkeit an sich. Vielleicht wäre dir die eine Arbeitsstelle lieber, weil dir die Tätigkeit mehr zusagt oder die Bezahlung höher ist. Es gibt jedoch noch mehr zu berücksichtigen, bevor du dich entscheidest. Könnte es zum Beispiel bei einer der beiden Arbeitsstellen schwierig werden, Zusammenkünfte zu besuchen? Oder hättest du weniger Zeit, für deine Familie da zu sein und sie darin zu unterstützen, im Glauben stark zu bleiben? Solche Fragen zu durchdenken wird dir helfen zu prüfen, „worauf es wirklich ankommt“ – nicht auf materielle Vorteile, sondern auf deinen Dienst für Jehova und die Bedürfnisse deiner Familie. Du kannst dann eine Entscheidung treffen, die Jehova segnen wird. w25.01 17-18 Abs. 11-13
Sonntag, 30. August
Jehova ist denen nah, die ein gebrochenes Herz haben (Ps. 34:18)
Selbst wenn du oft schlecht behandelt wurdest, kannst du dir sicher sein, dass Jehova dich liebt und schätzt. Bist du „am Boden zerstört“, dann denk daran, dass Jehova Gutes in dir gesehen und dich persönlich zu sich gezogen hat (Ps. 34:18; Joh. 6:44). Du bist kostbar für ihn. Deshalb möchte er dir unbedingt helfen. Wie Jehova fühlt, wird durch das Beispiel seines Sohnes deutlich. Jesus schenkte Menschen, auf die andere herabblickten, Beachtung und behandelte sie mitfühlend (Mat. 9:9-12). Als eine schwer kranke Frau sein Gewand berührte, weil sie hoffte dadurch geheilt zu werden, sprach er ihr gut zu und lobte sie für ihren Glauben (Mar. 5:25-34). Jesus spiegelt die Persönlichkeit seines Vaters perfekt wider (Joh. 14:9). Du kannst also davon überzeugt sein, dass du für Jehova wertvoll bist und dass er deine guten Eigenschaften, deinen Glauben und deine Liebe wahrnimmt. w24.10 7 Abs. 4-5
Montag, 31. August
Sammle meine Tränen doch in deinem Lederbeutel! (Ps. 56:8)
David vergoss in seinem Leben viele Tränen, weil er mit großen Schwierigkeiten zurechtkommen musste. Er wurde angefeindet und von Menschen, denen er vertraute, sogar verraten (1. Sam. 19:10, 11; 2. Sam. 15:10-14, 30). Es kam so weit, dass er schrieb: „Ich bin erschöpft vor lauter Seufzen, die ganze Nacht tränke ich mein Bett mit Tränen, mein Diwan ist von meinem Weinen überflutet“ (Ps. 6:6). Trotz aller Härten war David davon überzeugt, dass Jehova ihn liebte. Er schrieb: „Jehova wird mein Weinen hören“ (Ps. 6:8). Die Worte unseres Tagestextes zeichnen ein wunderschönes Bild von Jehovas liebevoller Fürsorge. David hatte das Gefühl, Jehova würde seine Tränen in einem Lederbeutel sammeln oder in einem Buch aufzeichnen. Er war sich sicher, dass Jehova seinen Schmerz wahrnahm und auch nicht vergaß. David glaubte fest daran, dass sein Vater im Himmel nicht nur genau wusste, was er durchmachte, sondern auch, wie er sich dabei fühlte. w24.12 22 Abs. 11-12