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w26 Juni S. 31

FRAGEN VON LESERN

Um welche zwei Bündnisse geht es in Galater 4:24?

Nachdem Paulus über Abrahams Verhältnis zu Sara und Hagar gesprochen hat, erklärt er: „Das Ganze kann symbolisch verstanden werden. Diese Frauen stehen für zwei Bündnisse“ (Gal. 4:22-24). Bisher wurde erklärt, mit den Bündnissen seien der Gesetzesbund und der neue Bund gemeint. Nach weiteren Nachforschungen sind wir jedoch zu dem Schluss gekommen, dass eine Änderung unseres Verständnisses nötig ist: Offensichtlich bezieht sich Paulus nicht auf den neuen Bund, sondern auf den abrahamischen Bund.a Dazu einige Details.

Paulus bringt die Dienerin Hagar mit dem Berg Sinai in Verbindung (Gal. 4:25). Hagar symbolisiert den Gesetzesbund, der 1513 v. u. Z. am Sinai geschlossen wurde (2. Mo. 19:5, 6). Er erinnerte die Israeliten daran, dass sie Sklaven der Sünde waren, weil kein unvollkommener Mensch das Gesetz vollkommen einhalten konnte. Dieser Bund hätte den Juden auch helfen können, den Messias zu identifizieren – der einzige Mensch, der in der Lage wäre, das Gesetz vollkommen zu befolgen. Als der Messias sein vollkommenes Leben opferte, ermöglichte er unvollkommenen Menschen, von Sünde und Tod befreit zu werden (Gal. 3:19, 24, 25). Nachdem Jesus den Willen Jehovas erfüllt hatte, war das Gesetz nicht mehr nötig (Röm. 10:4).

Paulus stellt der Dienerin Hagar die „freie Frau“ Sara gegenüber, die „aufgrund eines Versprechens“ einen Sohn zur Welt brachte (Gal. 4:23). Mit diesem Versprechen ist der abrahamische Bund gemeint (Gal. 3:29; 4:28, 30). Er wird in 1. Mose 22:18 wie folgt zusammengefasst: „Weil du [Abraham] auf meine Stimme gehört hast, werden alle Völker der Erde durch deinen Nachkommen gesegnet werden.“

Dieser Bund mit Abraham ergänzte die Edenverheißung (1. Mo. 3:15). Er offenbarte, dass der in Eden vorausgesagte „Nachkomme“ von Abraham abstammen würde. Wie Paulus erwähnt, ist mit dem „Nachkommen“ in erster Linie Jesus Christus gemeint. Doch alle, die „zu Christus gehören“ – die 144 000 Gesalbten, die mit Jesus in seinem Königreich regieren werden –, sind ebenfalls Teil dieses „Nachkommens“ (Gal. 3:16, 29; Offb. 14:1-3). Wenn sich das erfüllt, was Gott Abraham versprochen hat, werden alle, die Jesus anerkennen und ihm gehorchen, sehr gesegnet werden.

Worauf wollte Paulus mit seiner Argumentation hinaus? Wie er erklärt, würden die Juden, die weiter an dem Gesetz festhielten, wie Hagar in Sklaverei bleiben. Wenn sie dagegen Jesus Christus anerkannten, der in erster Linie Abrahams „Nachkomme“ war, wären sie wie Sara frei. Sie würden von Sünde und Tod befreit werden (Joh. 8:32-34). Jesus nicht anzuerkennen, würde bedeuten, den eigentlichen Zweck des Gesetzes zu verfehlen, der darin bestand, sie zum Christus zu führen.

Viele der Christen in Galatien, an die Paulus schrieb, waren Nichtjuden und hatten nie unter dem Gesetz gestanden. Allerdings beharrten einige Judaisten darauf, dass Christen nichtjüdischer Herkunft das Gesetz befolgen müssten, wozu auch die Vorschrift gehörte, sich beschneiden zu lassen. Paulus argumentierte, es sei unsinnig, sich unter die „Sklaverei“ des Gesetzes zu begeben, wenn man doch schon die „Freiheit“ kennengelernt hat, die der Christus ermöglicht (Gal. 5:1, 10-14).

a Das aktualisiert die Erklärung im Wachtturm vom 15. März 2006, S. 10-12.

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