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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich (Studienausgabe) 2026
w26 März S. 2-7

4.-10. MAI 2026

LIED 53 Vor unserem Dienst

Unsere „Lehrkunst“ weiterentwickeln

„Predige das Wort Gottes … mit aller Geduld und Lehrkunst“ (2. TIM. 4:2).

FOKUS

Drei Bereiche, in denen wir uns als Bibellehrer verbessern können.

1. Was ist für uns alle ein gutes Ziel und warum? (2. Timotheus 4:2). (Siehe auch das Bild.)

JESUS sagte zu seinen Nachfolgern: „Macht Menschen … zu meinen Jüngern, … und lehrt sie, sich an alles zu halten, was ich euch aufgetragen habe“ (Mat. 28:19, 20). Das zeigt, dass alle Christen Lehrer sein sollten. Menschen, „die zum ewigen Leben richtig eingestellt“ sind, werden natürlich von Jehova gezogen, und die Engel können uns zu ihnen hinführen (Apg. 13:48; Joh. 6:44; Offb. 14:6). Trotzdem müssen wir unseren Teil tun. Das war schon bei Paulus und Barnabas so. In der Synagoge von Ikonion „redeten [sie] so wirkungsvoll, dass eine große Menge Juden und auch Griechen gläubig wurden“ (Apg. 14:1). Paulus und Barnabas hatten offensichtlich „Lehrkunst“ entwickelt. (Lies 2. Timotheus 4:2.) Das ist für uns alle ein gutes Ziel.

Paulus spricht in einer Synagoge mit Überzeugung. Die Leute hören aufmerksam zu. Barnabas beobachtet Paulus und freut sich darüber, wie er lehrt.

Wenn es um die Lehrkunst geht, können wir uns viel von Jesus und seinen Nachfolgern abschauen, zum Beispiel von Paulus und Barnabas (Siehe Absatz 1)


2. Warum denken manche, sie könnten sich im Lehren nicht verbessern?

2 Manche denken, sie hätten zu wenig Bildung oder Begabung, um ihre Lehrkunst auszubauen. So empfanden auch schon einige Glaubensmänner aus alter Zeit (2. Mo. 4:10; Jer. 1:6). Einige zweifeln aber auch an ihrer Lehrfähigkeit, weil sie scheinbar nicht so gute Ergebnisse erzielen wie andere. Natürlich können wir nicht erwarten, dass jeder positiv auf die gute Botschaft reagiert. Und die Ergebnisse hängen nicht nur von uns ab. Wie erwähnt, sorgen Jehova und die Engel dafür, dass aufrichtige Menschen gefunden werden. Doch wir wollen auf jeden Fall unser Bestes tun, die Botschaft ansprechend zu vermitteln. Sehen wir uns deshalb jetzt drei Bereiche an, in denen wir uns als Bibellehrer verbessern können.

VERSETZ DICH IN DEN ANDEREN HINEIN

3. Warum war Jesus in der Lage, das Herz seiner Zuhörer anzusprechen?

3 Jesus konnte erkennen, was die Menschen dachten und welche Beweggründe sie hatten. Die Bibel sagt, dass er „wusste, was in ihnen vorging“ (Joh. 2:25). Weil er die Bedürfnisse seiner Zuhörer kannte, war er in der Lage, ihr Herz anzusprechen. Er sah, dass die religiösen Führer ihnen durch zahllose Regeln und Traditionen das Leben schwermachten und dass sie dringend Anleitung und Trost brauchten (Mat. 9:36; 23:4). Genau darauf ging Jesus in der Bergpredigt ein. Viele fühlten sich zu Jesus hingezogen, weil er über Dinge sprach, die sie persönlich betrafen.

4. Wie können wir uns in andere hineinversetzen? (Siehe auch die Bilder.)

4 Unser Interesse an Menschen zeigt sich daran, dass wir versuchen, uns in sie hineinzuversetzen. Das korrupte System des Teufels geht an keinem spurlos vorüber. Je mehr wir uns das bewusst machen, desto mehr Mitgefühl können wir aufbringen. Beschäftigt die Leute in unserem Gebiet gerade eine aktuelle Nachrichten­meldung? Machen sich Eltern Sorgen über die Sicherheit ihrer Kinder? Sind viele Menschen arbeitslos? Versuch, dir vorzustellen, wie schwer es sein muss, ohne die Hoffnung aus der Bibel mit den „kritischen Zeiten“ von heute zurechtzukommen (2. Tim. 3:1; Jes. 65:13, 14).

Collage: Eine Schwester bereitet sich auf den Dienst vor und denkt über die Menschen in ihrem Gebiet nach. 1. Eine Frau wird von einem Mann mit geballter Faust bedroht. Sie hält ihren kleinen Sohn schützend im Arm. 2. Eine junge Frau raucht eine Zigarette. 3. Eine ältere Frau erhält von ihrem Arzt eine beunruhigende Diagnose.

Denk über die Lebensumstände der Menschen in deinem Gebiet nach und versuch, dich in sie hineinzuversetzen (Siehe Absatz 4)


5. Wie unterschied sich Jesus von den Pharisäern? (Matthäus 11:28-30).

5 An der Art und Weise, wie Jesus seine Zuhörer behandelte, sieht man, dass sie ihm am Herzen lagen. Er war so ganz anders als die Pharisäer, die auf die einfachen Leute herabblickten und sie das auch spüren ließen (Mat. 23:13; Joh. 7:49). Jesus ging immer freundlich und respektvoll mit anderen um. Sein „mildes Wesen“ und seine Demut machten seine Lehren noch wirkungsvoller. (Lies Matthäus 11:28-30.) Auch für uns ist es wichtig, den Menschen mit Freundlichkeit und Respekt zu begegnen.

6. Wie können wir trotz ablehnender Reaktionen freundlich und respektvoll bleiben?

6 Manche lehnen unsere Botschaft ab oder werden sogar ärgerlich. Wie sollten wir darauf reagieren? Jesus forderte uns auf, mehr zu tun, als Widerstand nur über uns ergehen zu lassen. Er sagte: „Hört nicht auf, … denen Gutes zu tun, die euch hassen, die zu segnen, die euch verfluchen, und für die zu beten, die euch beleidigen“ (Luk. 6:27, 28). Das fällt uns leichter, wenn wir bei ablehnenden Menschen vom Guten ausgehen. Natürlich sind manche regelrechte Gegner. Doch andere haben womöglich Probleme, die gar nichts mit uns zu tun haben, zum Beispiel familiäre Sorgen. Vielleicht sind wir einfach zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekommen. In jedem Fall sollten wir uns an den Rat halten: „Eure Worte sollen immer freundlich sein, mit Salz gewürzt. Dann wisst ihr, wie ihr jedem antworten sollt“ (Kol. 4:6). Mitgefühl und Verständnis tragen dazu bei, dass wir uns nicht so schnell gekränkt fühlen und zu besseren Lehrern werden.

STÜTZ DICH AUF DIE BIBEL

7. Woran sieht man, dass sich Jesus beim Lehren auf Gottes Wort stützte? (Johannes 7:14-16).

7 Jesus verließ sich nicht auf sein eigenes Wissen. Er stützte sich immer auf Gottes Wort und lehrte auf eine leicht verständliche und einprägsame Weise – „wie jemand mit Autorität und nicht wie die Schrift­gelehrten“. Die Leute „staunten nur so“ (Mar. 1:22; siehe Studienanmerkung „nicht wie die Schrift­gelehrten“). Im Gegensatz zu den Schrift­gelehrten, die sich auf hoch angesehene Rabbis bezogen, zitierte Jesus immer wieder aus Gottes Wort. Als Sohn Gottes, der vom Himmel herabgekommen war, hätte er andere mit seiner Weisheit beeindrucken und einschüchtern können. Doch das tat er nicht. Stattdessen drehten sich seine Lehren um den Willen und das Wort Gottes. (Lies Johannes 7:14-16.) Damit gab er seinen Nachfolgern ein gutes Beispiel.

8. Wie folgte Petrus dem Beispiel Jesu?

8 Auch Jesu Jünger stützten sich beim Lehren auf Gottes Wort. Das zeigt die Rede, die Petrus beim Pfingstfest im Jahr 33 hielt. Petrus hatte keine besondere Bildung. Doch als er erklärte, wie sich die Prophezeiungen aus Gottes Wort an Jesus erfüllt hatten, waren seine Zuhörer tief berührt (Apg. 2:14-37). Wie reagierten sie? Die Bibel sagt: „Da ließen sich die, die seine Worte gern annahmen, taufen, und an dem Tag kamen etwa 3000 Personen dazu“ (Apg. 2:41).

9. Warum ist es wichtig, sich beim Lehren auf Gottes Wort zu stützen?

9 Nichts kann das Herz eines Menschen besser erreichen als das Wort Gottes (Heb. 4:12). Stell deshalb beim Lehren immer die Bibel in den Mittelpunkt. „Predige das Wort Gottes“, nicht deine eigenen Ideen (2. Tim. 4:2). Sprüche 2:6 sagt: „Es ist Jehova, der Weisheit gibt. Aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Unterscheidungs­vermögen.“ Wenn wir die Bibel gebrauchen, lassen wir Jehova sprechen (Mal. 2:7). Wir möchten den Menschen bewusst machen, dass ihr Inhalt menschlicher Weisheit weit überlegen ist. Die Bibel stammt von Gott und enthält Wissen, das wir brauchen, um unserem Schöpfer zu gefallen und ein glückliches, erfülltes Leben zu führen (2. Tim. 3:16, 17).

10. Wie können wir die Aufmerksamkeit auf die Bibel lenken?

10 Überleg dir schon bei der Vorbereitung, wie du die Aufmerksamkeit deines Bibelschülers auf Gottes Wort lenken kannst. Bilder und Videos sind zwar gute Lehrmittel, aber die eigentliche Grundlage ist die Bibel. Schlagt deshalb zusammen Schlüsseltexte auf, und hilf deinem Bibelschüler, zu verstehen, welche Lehrpunkte sie enthalten. Wenn ihr Bilder und Videos besprecht, dann stell sicher, dass der Studierende die biblischen Grundsätze daraus erfasst. Dafür ist es nicht nötig, selbst viel zu sagen oder eine Menge Bibeltexte zu lesen. Achte stattdessen darauf, dass dein Bibelschüler die Texte, die ihr gemeinsam lest, gut versteht. Dazu müsst ihr einen Vers eventuell mehr als einmal lesen. Wenn du so vorgehst, leitest du kein Buchstudium, Bilderstudium oder Videostudium, sondern ein Bibelstudium (1. Kor. 2:13).

11-12. (a) Wie können wir Geduld zeigen? (Apostel­geschichte 17:1-4). (Siehe auch das Bild.) (b) Was wissen manche nicht über die Bibel, und was könnte ihnen helfen?

11 Was, wenn sich dein Bibelschüler mit einem bestimmten Punkt schwertut? Dann „predige das Wort Gottes … mit aller Geduld“. Nicht jeder macht im gleichen Tempo Fortschritte. Manche brauchen einfach eine gewisse Zeit, bis sie Wahrheiten verstehen, die für uns selbst­verständlich sind. Paulus musste mit den Juden in Thessalonich mehrmals sprechen und anhand der Schriften argumentieren, bevor sie begriffen, worauf es ankam. (Lies Apostel­geschichte 17:1-4.)

12 Geduld zeigt sich auch darin, dass wir versuchen, durch Fragen herauszufinden, wie der andere denkt. Hör gut zu und widerstehe dem Drang, selbst viel zu reden. Anschließend könnt ihr Bibelstellen lesen und besprechen, die deutlich machen, wie Jehova über das Thema denkt. Und noch etwas: Heute haben viele Menschen keine Ahnung von der Bibel und ihrem Inhalt. Oft ist es dann gut, so jemandem eine gedruckte Bibel zu zeigen. Du könntest ganz vorn in der Neuen-Welt-Übersetzung den „Einstieg in die Bibel“ vorstellen, um zu zeigen, was für wertvolle Informationen Gottes Wort enthält. Dazu eignet sich zum Beispiel Frage 15. Greif ein oder zwei Texte heraus, die erklären, was wirklich glücklich macht. Wenn dem Bibelschüler klar wird, wie viel Macht Gottes Wort hat, wird das, was du ihm vermittelst, umso mehr bewirken.

Die Schwester vom vorigen Bild studiert mit der jungen Raucherin auf einer Parkbank die Bibel. Sie hört der Frau aufmerksam zu.

Was macht einen guten Lehrer aus? Statt selbst viel zu reden, hört er gut zu (Siehe Absatz 11-12)


RÜCKE JEHOVA IN DEN VORDERGRUND

13. Erkläre, auf wen wir die Aufmerksamkeit lenken sollten.

13 Wir möchten, dass unsere Zuhörer Jehova kennenlernen und seine Freunde werden (Jak. 4:8). Unsere Aufgabe ähnelt der eines Lichttechnikers am Theater. Während einer Aufführung richtet er die Scheinwerfer nicht auf sich selbst, sondern auf die Hauptdarsteller. Machen wir es beim Bibelstudium genauso und rücken wir Jehova ins Rampenlicht.

14. Wie können wir einem Bibelschüler helfen, Jehova im Blick zu haben?

14 Fördere in deinem Bibelschüler den Wunsch, Jehova zu gefallen (Spr. 27:11). Schließlich geht es nicht darum, ihm Verhaltensregeln zu vermitteln, so als würde er einem Klub oder Verein beitreten. Du möchtest, dass er Veränderungen vornimmt, um Jehova Freude zu machen. Wenn dein Bibelschüler zum Beispiel gegen eine schlechte Gewohnheit ankämpft, könntest du ihn fragen: „Warum hasst Jehova dieses Verhalten? Warum möchte er, dass du etwas aufgibst, das dir Spaß macht? Warum ist das ein Beweis dafür, dass Jehova dich liebt?“ Je mehr du deinen Bibelschüler motivieren kannst, über Jehova nachzudenken, desto bewusster wird ihm, was für einen liebevollen Vater wir haben. So kann in ihm der Wunsch wachsen, Jehova zu gefallen.

ENTWICKLE DEINE LEHRKUNST WEITER

15. Wie können wir unsere Lehrkunst verbessern?

15 Wir können Jehova bitten, dass er uns hilft, unsere Lehrmethoden zu analysieren (1. Joh. 5:14). Damit Jehova dieses Gebet erhören kann, müssen wir natürlich die Schulung nutzen, die wir in den Zusammenkünften bekommen. Es kann uns auch viel bringen, einen erfahrenen Bibellehrer mitzunehmen und ihn nach dem Studium um Tipps zu bitten. Denken wir außerdem daran, dass für unseren Bibelschüler alles, was er lernt, neu ist. Versuchen wir deshalb, den Stoff mit seinen Augen zu lesen. Und machen wir ihm begreiflich, dass das, was wir ihm sagen wollen, wirklich eine gute Botschaft ist: Er kann ein enger Freund Jehovas werden und dadurch echtes Glück verspüren (Ps. 1:1-3).

16. Warum ist es gut, an seiner Lehrkunst zu arbeiten?

16 Anderen zu helfen, Jehova kennenzulernen, ist etwas unglaublich Schönes. Und in der neuen Welt werden wir dazu noch mehr Gelegenheiten haben. Versetzen wir uns also weiter in unsere Zuhörer, stützen wir uns konsequent auf Gottes Wort und stellen wir immer Jehova in den Vordergrund. So werden wir unsere Lehrkunst stetig weiterentwickeln.

WIE KANNST DU ES SCHAFFEN, …

  • dich in deine Zuhörer hineinzuversetzen?

  • dich auf Gottes Wort zu stützen?

  • Jehova in den Vordergrund zu stellen?

LIED 65 Fortschritte machen

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