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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1969
w69 15. 9. S. 574-575

Geistig ernten, was wir gesät haben

Wie muß man zu materiellen Dingen eingestellt sein, damit man ‘im Hinblick auf den Geist säen’ kann?

Ein christlicher Familienvater muß sich um die Beschaffung der zum Leben notwendigen materiellen Dinge kümmern. Würde er dies nicht tun, so würde er den Glauben verleugnen und wäre schlimmer als ein Ungläubiger. (1. Tim. 5:8) Er darf aber nicht mit dem, was er hat, unzufrieden werden oder beginnen, andere wegen der Dinge, die sie besitzen, zu beneiden oder auf sie eifersüchtig zu sein. Er sollte sich davor hüten, materiellen Dingen ‘begierig nachzustreben’. Er handelt vielmehr weise, wenn er allem stets den richtigen Platz einräumt, das heißt, indem er ‘zuerst das Königreich Jehovas und Seine Gerechtigkeit sucht’ und die feste Zuversicht hat, daß ihm alles, was er sonst noch benötigt, hinzugefügt wird, wie Jesus es verheißen hat. (Matth. 6:32, 33) Dann kann er erwarten, in geistiger Hinsicht zu ernten, was er im Hinblick auf den Geist gesät hat, wie das aus den Worten des Apostels Paulus in Galater 6:8 hervorgeht: „Wer ... im Hinblick auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.“a

Warum muß sich jemand, der im Hinblick auf den Geist säen und ernten möchte, davor hüten, ein Verlangen nach unerlaubter sinnlicher Befriedigung zu hegen?

Heutzutage ist der Christ, besonders der jugendliche, vielen Einflüssen ausgesetzt, die dazu angetan sind, in ihm ein Verlangen nach unerlaubter sinnlicher Befriedigung zu wecken. In Liebesromanen und in minderwertigen Illustrierten werden Unzucht und Ehebruch als „wahre Liebe“ hingestellt. Die meisten Filme und auch viele Fernsehstücke werden um des Erfolges willen so gestaltet, daß sie dem Geschmack des in moralischer Hinsicht größtenteils verderbten Publikums entsprechen. Auch die Gespräche von Schulkameraden und Arbeitskollegen drehen sich vielfach um „Abenteuer“ mit jemandem vom anderen Geschlecht, die die Betreffenden entweder selbst erlebt haben oder die sie sich ausmalen. — Eph. 5:3, 4.

Wenn sich der Christ nicht vorsieht, können Samen, die unrechte Wünsche wecken, in ihm keimen und können zu wachsen beginnen, und das Ergebnis ist dann das Sinnen des Fleisches, das Feindschaft mit Gott und den Verlust des Lebens bedeutet. (Röm. 8:6-8) Wir müssen daher streng darüber wachen, daß wir nicht als Unweise, sondern als Weise wandeln, und das besonders deshalb, weil wir heute in bösen Zeiten leben. — Eph. 5:15, 16.

Warum müssen die, die im Hinblick auf den Geist säen, auf ihre Beweggründe achten?

Wahre Christen haben viel zu tun; sie sind „im Werke des Herrn allezeit reichlich beschäftigt“. (1. Kor. 15:58) Sie laden andere ein, sich ebenfalls am Predigen der guten Botschaft von Gottes Königreich zu beteiligen. Bevor sie am öffentlichen Predigtdienst teilnehmen, bitten sie Jehova stets um seinen Segen für ihre Tätigkeit. Es ist jedoch nicht unbedingt gesagt, daß diese Tätigkeit immer ein Säen im Hinblick auf den Geist ist, denn einige mögen sich aus falschen Beweggründen daran beteiligen. Sie könnten es zum Beispiel aus Eifersucht oder Mißgunst tun oder um sich zu rechtfertigen oder hervorzutun, doch dann würden ihre guten Werke den verheißenen Lohn nicht verdienen, und ihr Geistesleben würde allmählich zerstört. Alles, was sie tun, müssen sie mit ganzem Herzen als für Jehova tun, nicht für Menschen. — Spr. 14:30; Phil. 2:3; Kol. 3:23, 24.

Christen sollten deshalb nicht Sklaven von Zahlen werden oder bestimmte Ziele als Anhaltspunkte zur Beurteilung ihrer Lauterkeit benutzen. Das könnte dazu führen, daß einige sich im Fleische rühmen und daß andere entmutigt werden. Sie wissen, daß die in Lukas 21:1-4 erwähnte Witwe, die nur einige kleine Münzen von ganz geringem Wert spendete, ‘alles gab, was sie besaß’. Sie behalten deshalb den Zweck ihrer Predigttätigkeit im Sinn: Jehovas Namen zu ehren; wahrheits- und gerechtigkeitsliebenden Menschen zu helfen, den Weg zu finden, der zum Leben führt; die Bösen zu warnen, persönlich ihre Lauterkeit zu beweisen und mit ewigem Leben belohnt zu werden. — 1. Tim. 4:16.

Vor welchen Gefahren muß man sich hüten, wenn man im Hinblick auf den Geist säen möchte?

Zu den Gefahren, vor denen sich reife christliche Diener Gottes hüten müssen, wenn sie im Hinblick auf den Geist säen und vom Geist ewiges Leben ernten möchten, gehören: die Neigung, seine Brüder nach dem Fleische zu beurteilen und wegen einer Unstimmigkeit vielleicht sogar Bitterkeit zu hegen; das Empfinden einer gewissen Eifersucht, wenn man das Gefühl hat, man sei in Verbindung mit der Übertragung von bestimmten Aufgaben in der Versammlung zugunsten eines anderen übergangen worden; das Bestreben, an Zurechtweisungen, Ratschlägen und Ermahnungen reifer Mitchristen Anstoß zu nehmen, und die Neigung des Fleisches, im Gutestun müde zu werden, das heißt in bezug auf den Eifer lauwarm zu werden, anstatt glühend zu bleiben. — Offb. 3:16.

Zu unserer Ermunterung, im Hinblick auf den Geist richtig zu säen, lesen wir in Hebräer 6:11, 12 die Worte: „Wir begehren aber, daß ein jeder von euch denselben Fleiß zeige, um die volle Gewißheit der Hoffnung bis ans Ende zu haben, damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer seid, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.“

[Fußnote]

a Einzelheiten siehe Der Wachtturm, 1. Dezember 1968.

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