Nachrichten und ihre tiefere Bedeutung
Zauberkraft verblüfft Ärzte
● Lupus erythematodes disseminatus ist eine oft tödlich ausgehende Krankheit, bei der die Abwehrkräfte des Körpers anscheinend seine eigenen Organe angreifen. Im „Journal of the American Medical Association“ fand man vor kurzem einen sachlichen Bericht über den ungewöhnlichen Fall einer 28jährigen Filipino-Amerikanerin, die Lupus erythematodes disseminatus hatte.
Als der Körper der Frau auf die anfängliche Behandlung nicht reagierte, empfahl man ihr stärkere Medikamente. „Aber die Patientin zog es vor, in ihr entlegenes philippinisches Heimatdorf zurückzugehen“, berichtete die Zeitschrift. Und „zur großen Überraschung ihrer Angehörigen und der skeptischen Ärzte kehrte die Patientin drei Wochen später — anscheinend geheilt — zurück“. Die Frau behauptete, von dem „Zauberdoktor des Dorfes, der sie von einem Fluch befreite“, geheilt worden zu sein.
Voller Verblüffung fragte die Zeitschrift: „Durch welchen Mechanismus heilten die Machenschaften eines asiatischen Medizinmannes Lupus nephritis ..., und wie konnte die Frau den abrupten Entzug von Kortikosteroid überstehen, ohne daß Symptome einer Nebenniereninsuffizienz auftraten?“ Ist es möglich, daß die Antwort außerhalb des menschlichen Bereiches zu suchen ist? Die Bibel weist darauf hin, daß Satan, der Teufel, dafür bekannt ist, durch ‘Machttaten und lügenhafte Zeichen’ die Menschheit irrezuführen (2. Kor. 11:14; vergleiche 2. Thessalonicher 2:9-12).
Der Versuch, Gott in der Kirche zu finden
● „Wo können wir auf unserer Suche nach einem engeren, bewußteren Verhältnis zu unserem Schöpfer Hilfe finden?“ fragte eine Texanerin in der Spalte für Meinungen von Lesern in der Zeitschrift „National Catholic Reporter“. Sie schrieb: „Natürlich gingen wir zuerst zu unserem Gemeindepfarrer. Würde er uns in der Bibel unterweisen? Nein, er hatte keine Zeit.“ Aber „nach einigem Drängen versprach er, etwas zu unternehmen, wenn wir 50 Leute zusammenbekämen. Wir bekamen 27 zusammen“, sagte sie. Doch da sich der Geistliche wegen dieser paar Leute nicht bemühen wollte, „geht uns nun laufend das Gleichnis Jesu von dem einen verlorenen Schaf im Kopf herum [Matth. 18:12-14]“. In der Spalte hieß es weiter:
„Das nächste Problem hatten wir mit der Literatur, die er vorschlug. Er hat zwar viele gute Eigenschaften, doch er ist uns in intellektueller Hinsicht weit überlegen. Anscheinend erkennt er nicht, daß wir ganz von vorn anfangen müssen. Die meisten von uns besitzen nicht einmal eine grundlegende biblische Erkenntnis. Ich bin davon überzeugt, daß dem so ist, weil wir in der Kirche nicht zum Bibellesen ermuntert werden. ... Der Lesestoff, den wir für Katholiken fanden, war wohl für hochgebildete Geistliche geschrieben, nicht aber für einen durchschnittlichen Laien. ... Vor Jahren schon haben wir unser Kirchenblatt abbestellt, weil wir darin geistige Neuigkeiten vermißten.“
Durch den Propheten Jesaja warnte Gott vor solch einem geistig verarmten Zustand, der dadurch zustande käme, daß religiöse Führer ihre Herde geistig nicht richtig aus dem Worte Gottes ernähren würden. Gott stellte diesen Geisteszustand dem Geisteszustand seiner „Diener“ gegenüber: „Siehe! meine Diener werden essen, und ihr hungern; siehe! meine Diener werden trinken, und ihr dursten.“ Bestimmt tun Personen, die diesen „Hunger“ und diesen „Durst“ verspüren, gut daran, diejenigen zu suchen, die Gott „meine Diener“ nennt. Dann werden sie zufriedengestellt werden (Jes. 65:13; Amos 8:11, katholische „Van-Eß“-Bibel).
Geistliche hinterziehen Steuern
● Die Zeitschrift „Christian Century“ berichtete, daß „die Grace Lutheran Church und der Akiba Temple [jüdisch] von Culver City (Kalifornien) sich bereit erklären, bei Paaren eine Heiratszeremonie durchzuführen, auch wenn sie nicht standesamtlich getraut sind. Sie nehmen Rücksicht auf Paare, denen die Steuerregelung für Familien mit zwei Verdienern nicht gefällt.“ In Amerika müssen oft Ehepaare mit zwei Verdienern etwas mehr Steuern bezahlen als zwei ledige Personen, die getrennt veranschlagt werden. Geistliche helfen also Ehepaaren, das Gesetz zu umgehen. Ein lutherischer Pastor sagte: „In der Heiratszeremonie haben wir einfach jegliche Bezugnahme auf die Behörden fallengelassen.“ Anstelle der gültigen amtlichen Heiratsurkunde wird eine Bescheinigung ausgestellt, die besagt, das Paar sei „nach göttlichem Ritus in der Ehe vereinigt“.
Doch offensichtlich haben diese inkonsequenten Geistlichen nicht den „göttlichen Ritus“ im Sinn. Als Jesus seinen Jüngern gebot, ‘Cäsars Dinge Cäsar zurückzuzahlen’, fügte er nicht hinzu: „... ausgenommen, wenn Cäsar viel verlangt.“ Auch der Prophet Daniel hielt das persische Gesetz strikt ein. Daher konnten seine Gegner keinen Vorwand gegen ihn finden, außer „im Gesetz seines Gottes“. Steuerhinterziehung ist zweifellos nicht in Übereinstimmung mit dem ‘Gesetz Gottes’ (Matth. 22:17-21; Dan. 6:4, 5; Röm. 13:1-7).