Nachrichten und ihre tiefere Bedeutung
Evolutionstheorie „drosselt das Denken“
● Ein New Yorker Hochschullehrer schrieb an die Zeitschrift „Science News“, er sei enttäuscht darüber, daß graduierte Zoologiestudenten nicht über das „Warum“ der Evolution nachdächten. „Obwohl ich eine Stunde lang auf verschiedene Weise versuchte, sie soweit zu bringen, den Inhalt der Frage zu erfassen“, schrieb er, „lehnten sie es einmütig ab darauf einzugehen, indem sie erklärten, das Wort „Warum“ bringe die Teleologie [die Lehre von der Zweckbestimmtheit der Natur (was auf Gott schließen läßt)] ins Spiel.“
Obwohl dieser Dozent selbst an die Evolution glaubt, sagt er mit Bedauern: „Das Wort ,warum‘ hatte einfach den Gedanken an die Teleologie auf eine Weise wachgerufen, die ein weiteres Nachdenken über die Sache unmöglich machte. Ich bezweifle den Wert einer wissenschaftlichen Ausbildung, die derartige starre Assoziationen zwischen Begriffen und Vorstellungen zeitigt. Ist so etwas wirklich notwendig? Wird dadurch nicht mehr Schaden angerichtet als Gutes getan, indem schöpferisches Denken über wissenschaftliche Probleme gedrosselt wird?“
Somit werden Studenten wissenschaftlicher Fakultäten oftmals gelehrt, ihren Sinn hinsichtlich dieser grundlegenden Frage fest zu verschließen. Sie verfallen in ihren Gedanken ebenso auf Nichtigkeiten wie gewisse Heiden, von denen in der Bibel die Rede ist: „Sein [Gottes] unsichtbares Wesen ... [ist] seit Erschaffung der Welt an seinen Werken durch die Vernunft zu erkennen. Sie sind darum nicht zu entschuldigen, ... sie verfielen in ihren Gedanken auf Nichtigkeiten, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert“ (Röm. 1:20, 21, „Jerusalemer Bibel“).
Was ist wahre Treue?
● Ein Kolumnist der auf Barbados (Karibik) erscheinenden „Advocate-News“ stellte den Wert der gegen Jehovas Zeugen gerichteten nationalistischen Aktionen gewisser afrikanischer Herrscher mit den Worten in Frage: „Meine Treue zum Vaterland zeigt sich nicht durch Liedersingen, Parolenausrufen und Salutieren, sondern dadurch, daß ich eifrig und aufrichtig meine Bürgerpflichten erfülle und arbeite, wodurch ich zur Stärke der Nation beitrage. Es könnte gut sein, daß eine weitere Verbreitung der Wertbegriffe, an die sich Jehovas Zeugen in Afrika halten, eine Inspiration für die afrikanischen Staaten wäre.
Kurz nachdem den 35 000 Zeugen Jehovas in Argentinien die Ausübung ihres Glaubens verboten worden war, bemerkte ein Kolumnist des in Buenos Aires erscheinenden „Herald“, daß ein solches Verbot „bestimmt dem Ansehen der Regierung inner- und außerhalb des Landes schadet“. Die Regierung habe durch ihr Vorgehen eine „weise [günstige] Verfügung eines einheimischen Richters umgestoßen und sich den Ruf eingehandelt, religiös fanatisch zu sein“. Weiter schrieb er: „Die Glaubensansichten [der Zeugen] sind nur für Leute anstößig, die denken der Patriotismus sei hauptsächlich eine Sache des Fahnenschwenkens und des Singens der Nationalhymne und nicht eine Sache des Herzens.“
Über Jehovas Zeugen war im „Herald“, noch zu lesen: „Hitler und Stalin fanden sie schwer verdaulich und behandelten sie abscheulich. Viele weitere Diktatoren, die Gleichschaltung verlangen, haben versucht, sie zu unterdrücken, und es gelang ihnen nicht. Es wird sie noch geben, wenn die Mitglieder der heutigen Regierung bereits Steindenkmäler sind.“
Sie trennen, „was Gott zusammengejocht hat“
● Der Text eines neuen, für geschiedene Ehepaare bestimmten Rituals der Methodisten beginnt mit den Worten: „Herzlich Geliebte, wir sind hier versammelt, um das Ende einer Zeit im Leben [des Paares] und den Anfang einer neuen feierlich zu begehen.“ Gemäß der „Los Angeles Times“ ist die Vereinigte Methodistenkirche durch das kürzlich veröffentlichte kirchliche Ritualbuch „die erste christliche Glaubensrichtung, die für derartige Zeremonien eintritt, um den Schmerz einer in die Brüche gegangenen Ehe zu lindern“.
In dem Ritualbuch wird angeregt, daß der Geistliche, nachdem er den allgemeinen Grund für die Scheidung des Ehepaares genannt habe, sagen könnte: „Sie haben daher beschlossen, ihre Ehebande zu lösen, wenn auch nicht das Band gegenseitiger Liebe und Ehrerbietung.“ Die Eheringe werden an die rechte Hand gesteckt, um damit zu symbolisieren, daß man „frei“ ist.
Stellt ein solches Ritual — ganz gleich ob man sich scheiden ließ, um lediglich „frei“ zu sein, oder ob die Ehe aus schriftgemäßen Gründen (Ehebruch) geschieden wurde — nicht eigentlich einen religiösen Segen für zurückliegenden oder künftigen Ehebruch dar? Das neue Ritualbuch enthält die Behauptung, die Methodisten würden lediglich die Realität der Scheidung anerkennen. Sind sie sich aber der eigentlichen „Realität“ bewußt, daß sie nämlich versäumen, Kirchenmitgliedern zu helfen, biblische Grundsätze anzuwenden, wodurch ihre Ehe von Bestand sein kann? Statt dessen verhöhnen sie offen Jesu Gebot: „Was ... Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander“ (Matth. 19:6).