Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • g92 22. 2. S. 4-6
  • Wann anfangen und wieviel sagen

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Wann anfangen und wieviel sagen
  • Erwachet! 1992
  • Zwischentitel
  • Ähnliches Material
  • Die Geburt erklären
  • Wie früh?
  • Nichts Anstößiges
  • Kinder von frühester Jugend an erziehen
    Das Familienleben glücklich gestalten
  • Kinder — Verpflichtung und Belohnung
    Das Familienleben glücklich gestalten
  • Die Rolle der Eltern
    Das Familienleben glücklich gestalten
  • Wie früh mit der Belehrung der Kinder beginnen?
    Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1972
Hier mehr
Erwachet! 1992
g92 22. 2. S. 4-6

Wann anfangen und wieviel sagen

VIELE pflichtbewußte Eltern denken anscheinend, Aufklärung bestünde darin, mit ihrem 13jährigen Kind einen zehnminütigen Spaziergang im Wald zu machen und verlegen von den Bienen zu erzählen. Aber das ist meist viel zuwenig und kommt Jahre zu spät. Nicht selten hört man besorgte Eltern sagen: „Fast alles, was wir ihnen erklären wollten, schienen sie bereits zu wissen.“

Gibt es eine bessere Art und Weise, Kinder aufzuklären? Wenn ja, wann sollten Eltern damit anfangen und wie können sie vorgehen?

Es ist vernünftig, schon fast von der Geburt an die Grundlage für diese wichtige Unterweisung zu legen. Wenn Eltern anfangen, solange ihr Kind noch klein ist, können sie die Informationen in Ruhe und häppchenweise geben, je nachdem, wieviel für das Kind von Nutzen ist.

Beim Baden können Eltern ihrem Kind beibringen, wie seine Körperteile heißen: „Das ist die Brust ... der Bauch ... das Knie.“ Warum vom Bauch gleich zum Knie übergehen? Ist das, was dazwischenliegt, unanständig? Oder ist es nicht lediglich etwas Intimes? Natürlich sollte man keine respektlosen Gossenausdrücke für die Geschlechtsorgane gebrauchen. Warum nicht einfach „Penis“ bzw. „Scheide“ sagen? Auch diese Organe gehören zu der Schöpfung, die Gott als „sehr gut“ bezeichnete (1. Mose 1:31; 1. Korinther 12:21-24).

Später, vielleicht wenn das Kind beobachtet, wie ein Säugling gewickelt wird, könnten die Eltern ihm respektvoll sagen, daß Jungen einen Penis und Mädchen eine Scheide haben. Sie können freundlich erklären, daß das etwas Persönliches ist, worüber man nur in der Familie sprechen sollte — nicht mit anderen Kindern oder mit Erwachsenen, die nicht zur Familie gehören.

Eltern, die früh anfangen und dem Kind entsprechend seiner Auffassungsgabe mehr Informationen geben, können also vieles erklären, bevor die Zeit kommt, wo es peinlich wird.

Die Geburt erklären

Im Alter von drei bis fünf Jahrena machen sich Kinder meist Gedanken über die Geburt und fragen: „Woher kommen die Babys?“ Die Eltern könnten einfach antworten: „Du bist an einer warmen, geschützten Stelle in Mamis Bauch gewachsen.“ Das reicht wahrscheinlich fürs erste. Später will das Kind womöglich wissen: „Wie kommt das Baby da raus?“ Darauf können die Eltern sagen: „Gott hat eine spezielle Öffnung gemacht, damit das Baby herauskommen kann.“ Ein kleines Kind schenkt einer Sache nur kurz Aufmerksamkeit, weshalb man ihm am besten einfache und direkte Antworten gibt. Man sollte es nach und nach aufklären und weitere Informationen für später aufheben.

Wachsame Eltern finden viele Gelegenheiten, ihr Kind aufzuklären. Wenn eine nahe Verwandte ein Baby erwartet, kann die Mutter sagen: „Tante Susi bekommt sicher bald ihr Baby. Ein paar Wochen vor deiner Geburt hatte ich auch so einen dicken Bauch.“ Die Monate vor der Geburt eines Geschwisterchens können Gelegenheit zu schöner, faszinierender Belehrung bieten.

Eines Tages fragt das Kind vielleicht: „Wie werden die Babys gemacht?“ Eine unkomplizierte Antwort wäre: „Eine Samenzelle vom Vater trifft auf eine Eizelle im Leib der Mutter, und ein Baby fängt an zu wachsen, genauso wie ein Samenkorn im Erdboden zu einer Blume oder zu einem Baum wird.“ Ein andermal mag das Kind fragen: „Wie kommt denn der Samen des Vaters in die Mutter?“ Darauf können die Eltern respektvoll erklären: „Du weißt doch, wie ein Junge aussieht. Er hat einen Penis. Eine Mutter hat in ihrem Körper eine Öffnung, in die der Penis hineinpaßt. Auf diese Weise kommt der Samen in die Mutter. Gott hat uns so gemacht, damit die Babys an einer schönen, warmen Stelle wachsen können, bis sie groß genug sind, um draußen zu leben. Dann kommt ein süßes kleines Baby zur Welt.“ Eltern können in einem Ton des Staunens darüber sprechen, wie wunderbar Gott das alles erdacht hat.b

Eltern sollten einer Antwort nie mit der verlegenen Bemerkung ausweichen: „Das sage ich dir, wenn du größer bist.“ Das könnte die Neugierde des Kindes steigern und es sogar veranlassen, sich an anderer, unangebrachter Stelle zu informieren. Ein Kind, das alt genug ist, so etwas zu fragen, ist auch alt genug, eine einfache und respektvolle Antwort zu erhalten. Wenn die Eltern ihm keine Auskunft geben, wird es sich künftig vielleicht nicht mehr an sie wenden.

Wie früh?

Viele Eltern sind der Ansicht, daß ihre Kinder spätestens vor der Einschulung eine grundlegende Aufklärung erhalten haben sollten, weil sie dann von anderen Kindern wahrscheinlich ungenau informiert werden.

Ein Großvater erzählte: „Ich stellte eigentlich keine Fragen, doch als ich sechs Jahre alt war, dachte mein Vater, es sei an der Zeit, mir zu erklären, woher die kleinen Kinder kommen. Er sagte, daß die geschlechtliche Vereinigung von Mann und Frau, durch die ein Kind entstehen kann, so natürlich ist wie essen, daß Gott das aber nur für Verheiratete vorgesehen hat. Dadurch sei gewährleistet, daß ein Kind eine Mutter und einen Vater hat, die es lieben und versorgen.“ Er fuhr fort: „Die Erklärung kam gerade rechtzeitig. Ich hatte schon beobachtet, wie Sechsjährige unmoralische Bilder, mit denen ich nichts anfangen konnte, zeichneten und darüber lachten.“

Natürlich sollten solche Erklärungen nicht als etwas Unanständiges hingestellt werden, wohl aber als vertraulich. Eltern können wiederholt darauf hinweisen, daß es sich dabei um ein Familiengeheimnis handelt, das gegenüber anderen Kindern oder Erwachsenen außerhalb der Familie nicht erwähnt werden sollte. Wenn dem Kind etwas herausrutscht, kann man freundlich zu ihm sagen: „Pst! Denk daran, das ist unser Geheimnis. Darüber sprechen wir nur in der Familie.“

Nichts Anstößiges

Falls der eine oder andere Anstoß an einer solchen Erörterung nimmt, braucht er nur darüber nachzudenken, wie viele besorgte junge Eltern nach Möglichkeiten suchen, ihren Kindern diese Vorgänge respektvoll zu erklären. Sind nicht offene Erklärungen in einem liebevollen Zuhause weit besser als die schmutzige Art und Weise, wie etliche Eltern früher von anderen außerhalb der Familie aufgeklärt wurden?

Wenn Eltern richtig zuhören und Fragen unkompliziert und respektvoll beantworten, machen sie es ihren Kindern leichter, in späteren Jahren, wenn das Bedürfnis nach Informationen größer wird, mit weiteren Fragen zu ihnen zu kommen.

[Fußnoten]

a Jedes Kind ist anders. Deshalb sind alle Altersangaben in den vorliegenden Artikeln nur verallgemeinernd und sollen die fortschreitende Aufklärung verdeutlichen.

b In dem Buch Das Familienleben glücklich gestalten werden viele Aspekte der moralischen Anleitung und des Familienlebens behandelt. Es ist bei den Personen erhältlich, die Ihnen diese Zeitschrift gegeben haben, oder bei den Herausgebern, wobei Sie sich an eine der Adressen auf Seite 5 wenden können.

[Bild auf Seite 6]

Eine bevorstehende Geburt schafft Gelegenheiten für wertvolle Belehrung

    Deutsche Publikationen (1950-2026)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2026 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen