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Erwachet! 1991
g91 8. 2. S. 26-27

Mikrofilm — sein „Geheimnis“ gelüftet

WORAN denkst du, wenn du das Wort „Mikrofilm“ hörst? An Geheimnisse und Verschwörungen? An Superspione und Geheimagenten? Doch der Mikrofilm ist nicht geheimnisvoller als der simple, alltägliche Schnappschuß mit der Kleinbildkamera. Und wir können auf verschiedene Weise damit in Berührung kommen.

Das „Mikro“ in Mikrofilm ist vielleicht etwas irreführend. In Wirklichkeit ist nämlich gar nicht der Film klein, sondern die Abbildung darauf. Was heißt das? Nun, es gibt drei hauptsächliche Unterschiede zwischen Mikrofilm und dem normalen Schnappschuß. Erstens zeigt der Schnappschuß wahrscheinlich Leute oder eine Landschaft. Der Mikrofilm dagegen ist ein Speichermedium für gedruckte Informationen. Zweitens unterscheiden sich die jeweils eingesetzten Filme. Warum? Weil auf Mikrofilm sehr kleine Details wiedergegeben werden müssen, wie z. B. die Buchstaben einer Druckseite. Drittens werden von dem Schnappschuß oft Papierabzüge gemacht, wohingegen Mikrofilmaufnahmen auf Filmmaterial gespeichert werden.

Was hat das mit uns zu tun?

Hast du in letzter Zeit eine Bibliothek in Anspruch genommen? Viele Bibliotheken bewahren vergriffene oder historische Schriften wie auch nicht in den Bestand aufgenommene Bücher und Zeitschriften auf Mikrofilm auf. Wenn zum Beispiel ein Erforscher der Bibel sehr altes religiöses Material sichten möchte, findet er es möglicherweise auf Mikrofilm. Der Mikrofilm kommt auch in Lehre und Forschung, in der Produktion, im Versicherungswesen und in der Verwaltung von Bund, Ländern und Gemeinden zum Einsatz.

Ist jemand Geschäftsmann? Die Mikroverfilmung seiner persönlichen Aufzeichnungen kann diese vor unbefugter Einsichtnahme oder Veränderung schützen, während sie gleichzeitig den Zugriff und die Lagerung vereinfacht. Auf Mikrofilm aufgenommene Rechnungen und Zahlungsbelege gewährleisten Sicherheit und einen leichten Zugriff; außerdem reduzieren sie die Schreibarbeit auf ein Minimum. Eine Kundenkartei auf Mikrofilm kann den Kundendienst und das Verhältnis zum Kunden verbessern.

Werden Konstruktionszeichnungen gebraucht? Wenn man solche Zeichnungen mikroverfilmt, spart man Geld, da sich nicht nur die wertvollen Originale weniger abnutzen, sondern man auch die Reproduktions- und Versandkosten vermindert sowie die Zeit, die hochbezahlte Angestellte unproduktiv verbringen. Mit Mikrofilm kann ein Konstruktionsbüro auf Dauer rationalisiert werden. Auch sind damit Arbeitsanweisungen und Wartungsvorschriften ständig griffbereit. Das gleiche trifft auf Lohn- und Gehaltslisten sowie Steuerunterlagen zu.

Woran denkst du jetzt, wenn du das Wort Mikrofilm hörst? Wurde das Geheimnis für dich ein wenig gelüftet? Zweifellos hast du erkannt, daß Mikrofilm ein vielseitiges Medium ist, mit dem auch du früher oder später zu tun haben könntest.

[Kasten/Bild auf Seite 26]

Microfiche

Eine der meistgenutzten Mikrofilmformen ist heutzutage das Microfiche. Ein Microfiche in der Größe einer Spielkarte kann etwa 100 Schreibmaschinenseiten aufnehmen. (Normgerechte Microfiches haben eine Größe von 105 mal 148,75 mm, die Mikrobilder sind häufig in 7 Reihen zu 14 Spalten mit insgesamt 98 Aufnahmen je Fiche angeordnet.) Die Vorteile des Microfiches gegenüber dem Rollfilm bestehen darin, daß man eine vollständige Einheit von leicht zu lagernden, einfach zu findenden und bequem zu lesenden Informationen auf einer einzigen Filmkarte hat.

[Bild]

Das oben in Originalgröße abgebildete Muster enthält alle 773 746 Wörter einer Ausgabe der „King-James“-Bibel

[Kasten auf Seite 27]

Die Mikrofilmrevolution

Die meisten halten den Mikrofilm für eine Errungenschaft des 20. Jahrhunderts, doch reichen seine Anfänge bis zum Ende des letzten Jahrhunderts zurück. Während des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 setzte Rene Prudent Dagron eine Vorform des Mikrofilms ein, um mit Brieftauben Botschaften von Paris nach Bordeaux zu befördern. Für diesen frühen Mikrofilm, „pellicle“ genannt, fotografierte man die Botschaft mittels einer auf eine Glasplatte aufgetragenen Emulsion. Nachdem diese getrocknet war, wurde sie von der Glasplatte abgezogen und zu einem dünnen Röllchen gerollt, das man dann der Taube mit auf den Weg gab.

Das erste Lese-Rückvergrößerungsgerät gab es zwar schon 1928, aber die eigentliche Mikrofilmrevolution setzte erst mit der Einführung des automatischen Lese-Rückvergrößerungsgeräts im Jahr 1957 ein. Ein solches Gerät erlaubt nicht nur die Betrachtung des Films, sondern auch eine Rückvergrößerung auf Papier. Ein weiterer Meilenstein war 1958 die Entwicklung der Datenausgabe auf Mikrofilm (COM). Dabei werden Daten von einem Rechner direkt auf Mikrofilm ausgegeben, ohne fotografische Zwischenschritte.

Neben COM gibt es zwei Einsatzgebiete des Mikrofilms. Das erste und bei weitem älteste ist die Originalverfilmung. Hierbei verfilmt man wichtige Originale wie Karten, Zeichnungen, Rechnungen, Bankschecks und Geburtsurkunden. Das zweite Gebiet ist die Verbreitung von neuen Informationen direkt auf Mikrofilm. Ein Beispiel hierfür sind Flugzeug-Wartungshandbücher für kommerzielle Fluggesellschaften.

Mit diesen Innovationen ist der Mikrofilm nicht länger mehr nur ein platzsparendes Medium, sondern er weist noch weitere Vorteile auf: Kostenersparnis, Vollständigkeit der Ablage, schnellere und einfachere Informationshandhabung sowie Verhinderung von Diebstahl, Beschädigung und Veränderungen.

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