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  • Eine wunderbare Hoffnung
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Erwachet! 1976
g76 22. 4. S. 8-11

Eine wunderbare Hoffnung

WIRD der Tod für alle Zeit seine Opfer fordern und Kummer und Leid verursachen? Oder besteht die Hoffnung, daß es den Tod einmal nicht mehr geben wird und daß diejenigen, die jetzt in den Klauen des Todes sind, befreit werden?

Da Jehova Gott dem ersten Menschenpaar, Adam und Eva, das Leben gab, ist auch zu erwarten, daß er denen, die jetzt im Tode schlafen, das Leben wiedergeben kann. Davon war der Patriarch Hiob überzeugt. Wegen seiner schweren Leiden richtete er folgende Worte an Gott: „O daß du mich im Scheol [im Grab] verbärgest ..., daß du mir eine Zeitgrenze setztest und meiner gedächtest! ... Du wirst rufen, und ich selbst werde dir antworten. Nach dem Werk deiner Hände wirst du dich sehnen“ (Hiob 14:13-15).

Die Grundlage für eine Hoffnung

Da Gott Adam und Eva erschaffen und sie mit der Fähigkeit ausgerüstet hat, sich fortzupflanzen, sind die Menschen das ‘Werk der Hände Gottes’. Als Nachkommen des Sünders Adam sind sie unvollkommen und dem Tode unterworfen. Gott möchte aber nicht, daß die ganze Menschheitsfamilie zu dem leblosen Staub zurückkehrt, aus dem er den ersten Menschen, Adam, erschaffen hatte. Er sehnt sich nach dem Tag, den er festgesetzt hat, um Milliarden verstorbene Menschen wieder zum Leben zu erwecken.

Um uns Vertrauen zu seiner Fähigkeit, Tote aufzuerwecken, zu vermitteln, verlieh Jehova Gott manchmal Menschen die Macht, dies zu tun. Auch inspirierte er Männer, einen zuverlässigen Bericht über vergangene Auferstehungen niederzuschreiben. Diesen Bericht finden wir in der Bibel. Was erfahren wir daraus?

Der hebräische Prophet Elia auferweckte den einzigen Sohn einer Witwe, die in der Stadt Zarephath lebte (1. Kö. 17:21-23). In Sunem, im Norden Israels, auferweckte Elias Nachfolger Elisa den einzigen Sohn einer gastfreundlichen prominenten Frau (2. Kö. 4:8, 32-37).

Viele Jahrhunderte später bereitete Jesus Christus einer Anzahl Personen, die liebe Angehörige durch den Tod verloren hatten, große Freude. Jairus, der Vorsteher einer Synagoge in der Nähe des Galiläischen Meeres, erlebte die Freude zu sehen, wie seine Tochter aus dem Todesschlaf auferweckt wurde. Eine Witwe aus Nain, südwestlich vom Galiläischen Meer, sah, wie ihr einziger Sohn auf der Bahre, auf der er gerade zu einer Grabstätte außerhalb der Stadt getragen wurde, wieder zum Leben kam. Maria und Martha aus Bethanien, nicht weit von Jerusalem, erhielten ihren Bruder durch die Auferstehung zurück, nachdem er vier Tage lang tot gewesen war (Mark. 5:22, 35, 41-43; Luk. 7:11-17; Joh. 11:38-45).

Später erweckten zwei Apostel Jesu Tote zum Leben. Der Apostel Petrus auferweckte Dorkas (Tabitha) in der Hafenstadt Joppe (Apg. 9:36-42). Und in Troas, in der römischen Provinz Asien, erweckte Paulus Eutychus von den Toten (Apg. 20:6-12).

Die bemerkenswerteste Auferstehung aller Zeiten war die Jesu Christi. Diese Auferstehung wurde gründlich als Tatsache nachgewiesen. Über fünfhundert Zeugen sahen den auferstandenen Christus. Die Beweise waren so überwältigend, daß der Apostel Paulus erklärte, wer die Auferstehung leugne, leugne den gesamten christlichen Glauben. Er schrieb: „Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unser Predigen bestimmt vergeblich, und unser Glaube ist vergeblich. Überdies werden wir auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir Zeugnis gegen Gott abgelegt haben, daß er den Christus auferweckte, den er aber nicht auferweckte, wenn die Toten wirklich nicht auferweckt werden“ (1. Kor. 15:13-15).

Arten der Auferstehung

Die Auferstehung Jesu Christi unterschied sich jedoch völlig von der Auferstehung aller anderen Menschen, die während des ersten Jahrhunderts u. Z. oder zu früheren Zeiten auferweckt worden waren. Er erlebte eine Veränderung seiner Natur. Die Bibel berichtet uns, daß er „im Fleische zu Tode gebracht“, aber „im Geiste lebendig gemacht“ wurde (1. Petr. 3:18). Nur diejenigen, die von der Menschheit auserwählt werden, um mit Christus zu herrschen, werden eine Auferstehung wie er erleben — eine Auferstehung zu unsterblichem geistigem Leben im Himmel. Über diese Personen heißt es in der Bibel: „Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren“ (Offb. 20:6).

Beachte, daß diese Art der Auferstehung als die „erste Auferstehung“ bezeichnet wird. Es muß daher noch eine andere Auferstehung geben, und zwar für die Milliarden verstorbenen Menschen, die unter der Herrschaft Jesu Christi und der mit ihm verbundenen König-Priester zum Leben hervorkommen werden. Diese spätere Auferstehung beschrieb der Apostel Johannes, nachdem er sie in einer Vision gesehen hatte, wie folgt: „Das Meer gab diejenigen Toten heraus, die darin waren, und der Tod und der Hades [das Grab] gaben diejenigen Toten heraus, die darin waren“ (Offb. 20:13).

Doch wo werden all diese Verstorbenen auferweckt werden? Sie werden auf der Erde zum Leben erweckt werden, so wie die Personen, die von den hebräischen Propheten sowie von Jesus und seinen Aposteln auferweckt wurden. Daß es eine Auferstehung zu irdischem Leben geben wird, wird auch durch das bestätigt, was Johannes über die veränderten Zustände offenbart, die auf der Erde unter den Menschen herrschen werden. Wir lesen: „Das Zelt Gottes ist bei den Menschen ... Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offb. 21:3, 4).

Würde denn die Beseitigung des Todes nicht unzählige Probleme aufgrund einer Übervölkerung der Erde hervorrufen? Nein. Warum nicht? Weil Gottes ursprünglicher Vorsatz darin bestand, daß die Erde gefüllt, nicht übervölkert würde (1. Mose 1:28). Wir können daher zuversichtlich sein, daß es Gott, der die Toten zum Leben zu erwecken vermag, nicht schwerfallen wird, dafür zu sorgen, daß die Erde eine herrliche Heimat für die Menschheit bleiben wird.

Was wird auferweckt werden?

Die Auferstehung von den Toten ist tatsächlich ein erstaunliches Wunder. Da die Persönlichkeit eines Menschen untrennbar mit seinem Körper verbunden zu sein scheint, fällt es vielen schwer zu verstehen, wie die Auferstehung möglich ist. In den meisten Fällen bleibt von dem Organismus eines Toten nichts übrig. Der Leichnam ist vielleicht sogar verbrannt worden oder von Vögeln, Fischen oder wilden Tieren verzehrt worden. Wie können daher die Auferstandenen dieselben Personen sein, die gestorben sind?

Die Erschaffung Adams läßt erkennen, daß er durch Gottes Wirken zu einer Person wurde. Die Elemente, aus denen Adam erschaffen wurde, hatten keine Persönlichkeit. Als jedoch Jehova Gott dem leblosen Körper, der sich aus den Bestandteilen des Erdbodens zusammensetzte, Leben gab, wurde Adam eine Person mit einer eigenen Persönlichkeit. Durch den Lebensgeist, den Gott dem leblosen Körper gab, wurde Adam zu einer lebenden Seele. (Vergleiche 1. Mose 1:21, 24 in bezug auf „Seele“.)

Was Adams Nachkommen zu den Persönlichkeiten macht, die sie sind, ist nicht die Materie, aus der ihr Körper besteht, sondern das Erbgut, das in dieser Materie übermittelt wird — ein Erbe, bestehend aus den Eigenschaften, Merkmalen und Fähigkeiten, die ihren Besitzer von anderen Personen unterscheiden. Außerdem verändert sich der menschliche Körper im Laufe des Lebens ständig. Die Moleküle, die heute den Körper eines Menschen ausmachen, sind nicht dieselben, aus denen sein Körper vor etwa sieben Jahren bestand. Obwohl die Materie der Person nicht mehr dieselbe ist, was die Moleküle betrifft, so handelt es sich doch immer noch um die gleiche Person. Warum? Weil die Organe und das Aussehen immer noch gleich sind, obwohl die Moleküle allmählich ausgetauscht worden sind; sogar die Fingerlinien sind die gleichen geblieben.

Die Auferstehung hängt daher nicht von der Erhaltung der Moleküle ab. Der Auferstandene kann tatsächlich aus einer ganz anderen Substanz bestehen, wie es bei denen der Fall ist, die als Geistpersonen im Himmel auferweckt werden. Über die himmlische Auferstehung schrieb der Apostel Paulus: „Was du säst, wird nicht lebendig gemacht, es sterbe denn zuvor; und hinsichtlich dessen, was du säst: Du säst nicht den Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es vom Weizen, sei es von irgendeiner der übrigen Samenarten; Gott aber gibt ihm einen Körper, so, wie es ihm gefallen hat, und jeder der Samenarten ihren eigenen Körper. ... Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper; doch die Herrlichkeit der himmlischen Körper ist e i n e Art, und die der irdischen Körper ist eine andere Art. ... So ist auch die Auferstehung von den Toten. Es wird gesät in Verweslichkeit, es wird auferweckt in Unverweslichkeit. Es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft. Es wird gesät ein physischer Leib, es wird auferweckt ein geistiger Leib“ (1. Kor. 15:36-44). Damit die Auferstandenen dieselben Personen sind, müssen sie alle persönlichen Merkmale aus ihrem früheren Leben haben.

Dieses Unstoffliche, nämlich die Wesenszüge und Eigenschaften, die die organisierte Materie zu einer eigenen Persönlichkeit machen, hat Gott in seinem Gedächtnis, und er ist imstande, eben diese Persönlichkeit auf den Leib, der in der Auferstehung hervorgebracht wird, zu übertragen. Deshalb wird der Auferweckte nicht lediglich eine Nachbildung sein. Er ist dieselbe Person und besitzt dieselben geistigen und emotionalen Wesenszüge, die ihn vor seinem Tod zu einer Persönlichkeit machten.

Das erklärt, weshalb Jesus zu seinen Jüngern sagte: „Werdet nicht furchtsam vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib in der Gehenna vernichten kann“ (Matth. 10:28). Zwar können Menschen anderen das Leben nehmen. Aber sie können einer Person nicht das von Gott erhaltene Anrecht darauf, eine lebende Seele zu sein, wegnehmen. Sie können niemand von Gottes Vorkehrung ausschließen, Menschen aus dem Todesschlaf zu erwecken. Nur Gott kann jemandem das Recht absprechen, wieder als Seele zu leben. Wenn das der Fall ist, wird die Person völlig aus dem Dasein gelöscht. Selbst wenn die Moleküle, aus denen der Körper einer Person besteht, wieder zusammengesetzt werden könnten, wären sie ohne das von Gott stammende Anrecht darauf, wieder zu leben, wertlos. Gott allein kann die benötigte Lebenskraft geben.

Folglich ist die Auferstehung von den Toten nur dadurch möglich, daß Gott existiert. Die Bibel enthält zwar keine Einzelheiten, gibt uns aber genügend Aufschluß, so daß wir eine gute Grundlage haben, an die Auferstehung zu glauben. Du kannst aus dieser wunderbaren Hoffnung persönlich Nutzen ziehen, und zwar schon jetzt und auch in der Zukunft. Inwiefern?

[Bild auf Seite 9]

Wie großartig wird es sein, wenn unsere Angehörigen auferstehen!

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