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  • Wir beobachten die Welt
  • Erwachet! 1973
  • Zwischentitel
  • Die Bibel für jung und alt
  • Linksradikalismus nimmt zu
  • Wal in Sibirien ausgegraben
  • FAO: Welternährungslage kritisch
  • Ludwig Erhard: „Sinn für Ordnung verloren“
  • Britischer Biologe: „In 20 Jahren nur Gruppensex“
  • Gelockerte Sexualmoral fördert Krebsgefahr
  • Vergiftetes Getreide verursacht Massensterben
Erwachet! 1973
g73 8. 12. S. 30-31

Wir beobachten die Welt

Die Bibel für jung und alt

◆ Auch in unserer Zeit ist für viele Menschen die Bibel nicht nur das weitverbreitetste Buch der Welt, sondern auch eine Hilfe, Probleme des Lebens zu lösen. Die Württembergische Bibelanstalt machte diese Beobachtung. Sie verteilte ein Faltblatt, das unter anderem folgende Fragen aufwarf: „Was halten Sie von der Bibel? Hat Ihnen dieses Buch etwas zu sagen?“ Die Beantwortung dieser Umfrage ergab, daß nicht nur ältere Leute aus den Zeilen der Bibel Kraft für ihre vielfältigen Aufgaben schöpfen sowie Trost und Hilfe finden, sondern auch sehr viele Jugendliche antworteten auf die gestellten Fragen, daß sie aus dem Bibelstudium Erkenntnisse gewinnen, die sie in ihrem täglichen Leben anwenden möchten. Aus den Antworten der Jugendlichen treten besonders drei Gründe hervor: Die Bibel vermittelt Sicherheit, sie gibt Selbstvertrauen, und sie regt zu tätiger Nächstenliebe und Hilfe an. Manche finden die Bibel einfach „toll“. Ein junger Mann schrieb sogar: „Es gibt so viele Krimis, aber die machen gegen die Bibel keinen Stich.“ Besonders die Person Jesu steht für viele junge Leser im Mittelpunkt des Interesses.

Linksradikalismus nimmt zu

◆ Nach Ermittlungen der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern besteht die Tendenz, daß der Linksradikalismus weiter zunimmt, wohingegen der Rechtsradikalismus ständig zurückgeht. Die linksradikalen Organisationen, von denen im Jahre 1972 allein in der Bundesrepublik 365 gezählt wurden, verzeichnen einen beachtlichen Zuwachs in ihren Mitgliederzahlen. Eine dieser Organisationen die Hochschul­organisation „Marxistischer Studentenbund Spartakus“, war Ende vergangenen Jahres in 21 Studenten­parlamenten und in 16 Universitäten im Allgemeinen Studenten­ausschuß vertreten.

Wal in Sibirien ausgegraben

◆ Die archäologische Fundgrube des Frostbodens in Sibirien hat den Wissenschaftlern, die bisher zumeist nur Mammute ausgegraben haben, nun auch einen gut erhaltenen 24 Meter langen Wal beschert. Die Forscher nehmen an, daß der Wal wahrscheinlich an Land getrieben und dann von einem Erdrutsch verschüttet worden sei. Ist dieser Fund aber nicht eher ein Beweis dafür, daß es, wie die Bibel berichtet, eine Sintflut gegeben hat? Als das Wasserdach, das die Erde umgab, einstürzte strömten gewaltige Wassermengen herab, was auch einen Temperatursturz auslöste. Zahllose Lebewesen kamen dadurch um, und ihre Leichen wurden unter Schichten, bestehend aus vereistem Moorboden, Sand, Schlamm und Erde, begraben.

FAO: Welternährungslage kritisch

◆ Nach den Beobachtungen der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist zur Zeit die Welternährungslage ausgesprochen kritisch. Generaldirektor Boerma erklärte in Rom, die Situation sei 1973 „schwieriger als zu irgendeiner Zeit seit den Jahren, die unmittelbar auf die Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs folgten“. Die Weltweizenvorräte erreichten 1972 ihren tiefsten Stand seit 20 Jahren, Reis wurde ebenfalls sehr knapp. Damit wurde nach den Worten von Boerma die „Welt gefährlich von der laufenden Produktion und den Wetterbedingungen abhängig“. In der Sahel-Zone brachte anhaltende Dürre sechs Millionen Menschen an den Rand des Hungertodes. „Aber auch dort, wo sich die Lage weniger dramatisch darstellt, ist die Zahl unzureichend ernährter Menschen um viele Millionen gewachsen“, betonte Boerma. Fast überall auf der Erde seien die Preise für Nahrungsmittel gestiegen. Das bedeute zusätzliche Härten gerade für die Armen, die den größten Teil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben würden.

Ludwig Erhard: „Sinn für Ordnung verloren“

◆ Aufgabe der Politik sei es, die heute sichtbaren Probleme zu lösen und nicht zu versuchen, „endzeitlichen Heilserwartungen nachzujagen“. Die Worte stammen von Prof. Ludwig Erhard, früherer Bundeskanzler und Bundeswirtschaftsminister. Auf einer Arbeitstagung der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft sagte er, daß man zur Zeit eine Phase der Irrungen durchlebe, „in der zum einen der Sinn für Ordnung immer mehr verlorenzugehen scheint, zum anderen aber Schwärmer und ideologisch motivierte Phantasten fast gewiß sein dürfen, Anhänger zu finden“.

Britischer Biologe: „In 20 Jahren nur Gruppensex“

◆ In der englischen Fachzeitschrift Center Report schildert der britische Biologe Dr. Alexander Comfort seine Vorstellungen über die Zukunft der Ehe. Die Ehe zu zweit sei spätestens in 20 Jahren tot und werde vom Partnertausch abgelöst sein. Dazu schreibt der Forscher: „Gruppensex wird die allgemein übliche Form der zwischenmenschlichen Beziehung sein.“ Die Angst, sich nur einem einzigen Partner für immer zu unterwerfen, veranlasse die Paare, den unverbindlichen Gruppensex vorzuziehen. Liebe solle die Wünsche des Menschen erfüllen und nicht ein Besitzanspruch sein. Die Anzeichen für diese Entwicklung seien heute schon deutlich zu beobachten: „Heute ist Gruppensex im Grunde kein böses Wort mehr“, bemerkt der Forscher und weist auf seine Beobachtung hin, nach der die Belastung für junge Leute, sich an einen festen Partner zu binden, heute schon zu groß sei. Als weiteres Beispiel führt er die Scheidungswelle an: „Aus der Einzel-Ehe ist inzwischen durch immer neue Scheidungen und Wiederverheiratungen eine Serien-Ehe geworden.“

Gelockerte Sexualmoral fördert Krebsgefahr

◆ In Heidelberg wies Prof. Dr. med. Fred Kubli darauf hin, daß durch die „gelockerte Sexualmoral“ die Gefahr des Gebärmutterhals-Krebses gestiegen ist. Der Mediziner betonte, neuere Erkenntnisse deuteten darauf hin, daß die Krebsgefährdung der Frau um so höher sei, je früher sie mit dem Geschlechtsverkehr beginne, je häufiger sie den Partner wechsle und je schlechter die Hygiene des Mannes sei. In der gegenwärtigen sexuellen Situation sei deshalb auch mit einer wachsenden Bedrohung junger Mädchen zu rechnen, obwohl der Gebärmutterhals-Krebs gehäuft erst nach dem 30. Lebensjahr auftrete.

Vergiftetes Getreide verursacht Massensterben

◆ Von der „größten Massenvergiftungskatastrophe der Geschichte“, die sich im Irak zugetragen haben soll, berichtete die Londoner Sunday Times. Nach ihrer Darstellung hat die irakische Regierung bisher Einzelheiten dieser Katastrophe verschwiegen, bei der Zehntausende Menschen mit Quecksilber versetztes und nur als Saatgut bestimmtes Getreide verwendet haben sollen, wobei viele qualvoll starben und andere schwerste gesundheitliche Schäden davontrugen. Der Reporter berichtet in dem Artikel, die Behörden des Landes hätten 6 530 Krankheitsfälle durch Vergiftung und 459 Todesfälle registriert. Er schreibt aber weiter: „Meine Untersuchung und die private Schätzung von örtlichen Experten lassen jedoch vermuten, daß 6 000 Menschen ums Leben kamen und möglicherweise 100 000 Schädigungen davontrugen.“

Seinem Bericht zufolge brachte ein Frachter im September 1971 einige Ladungen mexikanischen Weizens und amerikanischer Gerste, die für Saatzwecke bestimmt waren, in den irakischen Hafen Basra. Das Getreide sei mit einer Quecksilberlösung versetzt gewesen, um es vor dem Verderb zu bewahren, und mit roter Farbe gekennzeichnet worden. Die Bauern beachteten jedoch nicht die Anweisungen der irakischen Regierung und benutzten das Saatgut für ihre persönliche Ernährung und zur Fütterung des Viehs. Die erkrankten Personen leiden heute an Lähmung, Blindheit und Taubheit.

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