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  • g73 22. 2. S. 30-31
  • Wir beobachten die Welt

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  • Wir beobachten die Welt
  • Erwachet! 1973
  • Zwischentitel
  • 265 Zeugen Jehovas im Flüchtlingslager umgekommen
  • Bräuche im Karneval
  • 40,3 Milliarden DM für Tabak und Alkohol
  • Selbstsüchtige Interessen
  • Brandt: „Frieden ... sichern“
  • Breschnew: „Große Schritte ... zum Frieden und zur Sicherheit“
Erwachet! 1973
g73 22. 2. S. 30-31

Wir beobachten die Welt

265 Zeugen Jehovas im Flüchtlingslager umgekommen

◆ Wie bereits in dieser Ausgabe ausführlich behandelt wurde, sind Jehovas Zeugen in Malawi einer grausamen Verfolgung ausgesetzt, was zur Folge hatte, daß Tausende aus dem Land flohen. Doch in dem Flüchtlingslager in Sambia, in dem sie aufgenommen wurden, herrscht gemäß der Ansicht des Sekretärs der sambischen Ostprovinz Samual Kafumukache, ein „Mangel an gutem Trinkwasser“. Aufgrund dieses Zustandes sind bis zur Veröffentlichung eines Berichts in der Times of Zambia 265 Zeugen Jehovas gestorben.

Bräuche im Karneval

◆ Schon Goethe berichtete im „Faust“ vom Treiben im Karneval mit „Teufels-, Narrn- und Totentänzen“. Auch heute stehen noch die Fratzengesichter im Mittelpunkt der schwäbisch-alemannischen „Fasnet“. Die Gesichtsmaske ist neben wilden Gewändern aus Stroh, Seegras, Fellen und bunten Flicken das wichtigste, da angeblich die bösen Geister den nicht erkennen dürfen der sie darstellt und austreiben hilft. Auch tauchen alte Fruchtbarkeitssymbole im Karneval auf, so vor allem der Storch. Ein Fruchtbarkeitsritus ist auch das Knallen mit einer Karbatsche, einer kurzstieligen Hirtenpeitsche mit einer langen geflochtenen Schnur. Dieser Brauch wurde schon von den Römern ausgeübt: Die Frauen stellten sich bei den Saturnalien den Peitschenschwingern in den Weg. Wenn eine Frau von der Schnur getroffen wurde, sollte sie nicht ohne Kinder bleiben. — Da biblische Grundsätze von Christen verlangen, daß sie einen vortrefflichen Wandel führen, werden sie Handlungen, die unvernünftige Ausmaße annehmen und zudem mit Bräuchen der falschen Religion in Zusammenhang stehen, meiden. — 1. Petr. 2:12.

40,3 Milliarden DM für Tabak und Alkohol

◆ Aus dem Informationsdienst der Hauptstelle gegen die Suchtgefahren in Hamm geht hervor, daß in der Bundesrepublik und in West-Berlin im Jahre 1971 mehr als 7 Prozent des Volkseinkommens, das sind 40,3 Milliarden DM, für Alkohol und Tabak ausgegeben wurden. Die Ausgaben sind gegenüber dem Vorjahr um fast 3,5 Milliarden DM (rund 9 Prozent) gestiegen. Auf jeden Einwohner über 15 Jahre entfielen 865,25 DM an Ausgaben für Alkohol und Tabak. Von den Gesamtausgaben für alkoholische Getränke in Höhe von 27,5 Milliarden DM entfallen 15,9 Milliarden DM auf Bier, 6,2 Milliarden DM auf Branntwein und 5,4 Milliarden DM auf Wein.

Selbstsüchtige Interessen

◆ Wenn man auch oft hört, wie eine Nation die andere unterstützt, zeigen die Tatsachen, daß selbstsüchtige Interessen vorhanden sind. In gewissen Zeiten werden Kriegshandlungen, wenn dies zum Vorteil gereicht, unterstützt, zu anderen Zeiten ist man bestrebt, Bemühungen um den Frieden zu fördern. Diesen Gedanken unterstreicht die Frankfurter Allgemeine Zeitung, indem sie schreibt: „Washington — die Regierung Nixon eingeschlossen — hat sich niemals für das Schicksal der Südvietnamesen interessiert. Die Weltmacht hat immer nur ihre eigenen Absichten in Vietnam verfolgt. Kennedy wollte in Vietnam Chruschtschow zeigen, daß er vor kommunistischem Druck nicht zurückschrecke. Johnson hat den Krieg dort geführt, weil er die Konzeption der strategischen Gegenküste durchsetzen wollte. Nixon muß diesen Krieg beenden, weil anders die Nation nicht mehr zu sich findet. Allerdings will Nixon den Eindruck erhalten, ein siegreiches Amerika stelle den Kampf ein.“

Brandt: „Frieden ... sichern“

◆ In einem Interview mit der sowjetischen Wochenzeitung Literaturnaja Gazeta hob Bundeskanzler Brandt hervor, daß eine wichtige Aufgabe in diesem Jahr darin bestehe, die Organisierung der Zusammenarbeit zwischen Ost und West auf der europäischen Ebene und den Beginn des Truppenabzugs auf beiden Seiten zu erreichen. „Wir haben ein großes Werk vor uns. Europa hat die Chance, den Frieden für Generationen zu sichern.“ Die Friedenspolitik sei wichtiger als gewisse innenpolitische Schwierigkeiten. Zum deutsch-sowjetischen Verhältnis bemerkte Brandt: „Ich blicke mit Genugtuung darauf zurück, daß wir die Zeiten der Feindseligkeit und die weitgehende Unkenntnis voneinander zu einem Gutteil überwunden haben. ... Und vor allem: Daß man in praktischer Zusammenarbeit Dinge tut, die den beiderseitigen Interessen entsprechen.“

Breschnew: „Große Schritte ... zum Frieden und zur Sicherheit“

◆ Auf einer Festsitzung im Kreml zum 50. Jahrestag der Gründung der Sowjetunion war das „Friedensprogramm“ Hauptthema der Rede des Parteichefs Breschnew. Er blickte mit Genugtuung auf die Entwicklung in Europa zurück. Er lobte die Bestrebungen Frankreichs, „einen bestimmten Kurs auf gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit mit der Sowjetunion und anderen sozialistischen Staaten eingeschlagen“ zu haben. Auch schätzte er die Bemühungen der Bundesrepublik Deutschland, „deren realistische Außenpolitik von der von Bundeskanzler Brandt angeführten Regierung einen bedeutenden Einfluß auf die Lage in Europa ausgeübt hat“. Die friedliebende Politik und die gesamte Entwicklung zeigten die Notwendigkeit, die Angelegenheiten mit den sozialistischen Ländern auf dem Boden der friedlichen Koexistenz zu führen. Indem er die abgeschlossenen Verträge hervorhob, sagte Breschnew: „All das sind äußerst große Schritte in der Entwicklung Europas auf dem Wege zum Frieden und zur Sicherheit.“

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