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  • g71 8. 10. S. 30-31
  • Wir beobachten die Welt

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  • Wir beobachten die Welt
  • Erwachet! 1971
  • Zwischentitel
  • Gefährdung der Kinder
  • Das Sterben der Nordsee
  • DDT wie eine Atomwolke
  • Kommt die Hilfe für den Bodensee noch rechtzeitig?
  • Luftverschmutzung in vielen Städten alarmierend
  • Großes Fischsterben durch Verschmutzung
  • Erhöhte Gefahr für Lungenkrebs durch Luftverschmutzung
Erwachet! 1971
g71 8. 10. S. 30-31

Wir beobachten die Welt

Gefährdung der Kinder

◆ Nach Ansicht von Professor Preuner von der Medizinischen Akademie Lübeck sind Kinder durch Umweltschäden stärker bedroht als Erwachsene. Sie entwickeln nämlich eine geringe Widerstandskraft. Im Maasgebiet und in London habe sich bei Smogkatastrophen gezeigt, daß unter den Toten besonders Kinder und alte Leute gewesen seien.

Das Sterben der Nordsee

◆ „Die Katastrophe in der Nordsee hat längst begonnen. Massensterben unter den Fischen und Vergiftungserscheinungen bei Menschen, die Fisch aus verseuchten Nordseegebieten aßen, waren die bisher augenscheinlichen Folgen“, berichtet die Illustrierte Die Bunte. Nicht nur die Zuführung von Abfallstoffen hat den Sauerstoffhaushalt der Nordsee erheblich geschädigt und Vergiftungen im Fischbestand hervorgerufen, sondern auch der Transport von Rohöl über die Meere hat das Wasser verseucht. Durch die Verschmutzung der Nordsee mit Öl gingen an der britischen Küste schätzungsweise 250 000 Seevögel kläglich zugrunde. „Angehörige einer Walfängerflotte berichteten, daß sie in der Antarktis Pinguine fanden, die ganz und gar mit Öl bedeckt waren.“ Was wird die Folge dieser Verschmutzung sein? „Experten prophezeien, daß eine weiter steigende Belastung des Wassers die Meere spätestens bis 1980 zum ,Kippen‘ bringt. Das heißt, daß spätestens zu diesem Zeitpunkt weite Teile der Ozeane veröden. Die Nahrungskammer des Menschen für die Zukunft wäre tot.“

DDT wie eine Atomwolke

◆ DDT kann kaum aus dem biologischen Kreislauf verschwinden, weil es chemisch schlecht abgebaut werden kann. Es reichert sich in tierischen Organismen an und gelangt in der Nahrungskette auch zum Menschen. Bei Pinguinen in der Antarktis ist es festzustellen, und die Säuglinge nehmen es mit der Muttermilch zu sich. Prof. Quentin aus München warnte: „DDT zieht wie eine Atomwolke um die Welt.“

Kommt die Hilfe für den Bodensee noch rechtzeitig?

◆ Um die Verschmutzung des Bodensees zu stoppen, gründete man eine internationale Gewässerschutzkommission. Ein ausgearbeiteter Zeitplan, der vorsah, daß bis 1965 an allen Abwasserschwerpunkten Kläranlagen geschaffen und bis 1970 alle kommunalen Abwasseranlagen ausgebaut würden, konnte jedoch nicht eingehalten werden, da die zur Verfügung gestellten Geldmittel nicht ausreichten. Wie ist der Zustand des Bodensees? Darüber berichtete die Illustrierte Die Bunte folgendes: „Vor 40 Jahren war der Bodensee noch ein klarer Alpensee. Heute sind flache Teile bereits ,umgekippt‘, das heißt biologisch tot und für die Trinkwasserentnahme ungeeignet. ... Nichts belastet den See heute so sehr wie die Abwässer aus den Einzugsgebieten. Deshalb sind auch die Uferzonen am meisten verdreckt, die großen flachen Buchten chemisch bereits am stärksten verändert. ... Bei hohem Wasserspiegel verteilt sich der Dreck auf eine große Fläche des Sees. Die Ablagerungen lassen sich bis in eine Tiefe von 200 Metern, bis zwei Kilometer vom Ufer weg und auf einer Fläche von über vier Quadratkilometern feststellen.“ Nach Ansicht von Experten würden zwei Milliarden DM erforderlich sein, um den Bodensee einigermaßen erhalten zu können.

Luftverschmutzung in vielen Städten alarmierend

◆ Münchens Oberbürgermeister Dr. Vogel bezeichnet die Luftverschmutzung seiner Stadt als alarmierend. Als Grund wird „der Zuwachs am individuellen Autoverkehr“ angegeben. Die Verschmutzung der Luft durch die Motorisierung hat auch das Stadtklima verändert. Im Stadtzentrum selbst wurden andere Meßdaten bei der Wetterstation festgestellt als bei einer Meßstation, die 30 Kilometer entfernt lag. Demnach schien z. B. die Sonne in den letzten 15 Jahren 50 Stunden im Stadtzentrum weniger als in nur einige Kilometer entfernten Stadtteilen. Auch die Niederschlagsmenge war in der Innenstadt höher.

Auch die Stadt Frankfurt berichtet alarmierende Zahlen über die Luftverschmutzung. In der Frankfurter Rundschau war zu lesen, daß in jeder Stunde 12 Tonnen Schwefeldioxyd in die Atmosphäre steigen. Der Grenzwert von 400 Mikrogramm pro Kubikmeter wird vor allem im Winter durch den Hausbrand mehr als verdoppelt. Von 158 Frankfurter Müllkutschern, die untersucht worden waren, leiden 26 an Stoffwechselerkrankungen.

Großes Fischsterben durch Verschmutzung

◆ Durch Verschmutzung der in Schleswig-Holstein fließenden Eider fanden 300 000 bis 400 000 Regenbogenforellen den Tod. Die großen Teiche einer Fischzucht wurden durch die Eider mit Wasser versorgt, das durch Abwässer in eine „übelriechende braune Brühe“ verwandelt wurde. Durch diese Verschmutzung und durch einen zusätzlichen Sauerstoffmangel des Wassers verendeten die Forellen qualvoll. Zentnerweise wurden tote Forellen aus dem Wasser gefischt.

Erhöhte Gefahr für Lungenkrebs durch Luftverschmutzung

◆ Wissenschaftler äußerten vor dem Innenausschuß des Bundestages die Vermutung, daß die Zunahme der Krebserkrankung direkt mit dem steigenden Grad der Luftverschmutzung in den Großstädten und industriellen Ballungsräumen der Bundesrepublik zusammenhängt. Durch unvollständige Verbrennungen entstünden krebserregende Kohlenwasserstoff-Verbindungen in der Atemluft. Im Ruhrgebiet sei die Luftverschmutzung schon derart hoch, daß sie die körperliche Entwicklung der Kinder verzögere.

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