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  • g71 8. 9. S. 12-15
  • Die Weisheit Gottes und seine Taten an den Menschen

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  • Die Weisheit Gottes und seine Taten an den Menschen
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Erwachet! 1971
g71 8. 9. S. 12-15

Die Weisheit Gottes und seine Taten an den Menschen

WER die Beweise unvoreingenommen prüft, erkennt ohne weiteres die unübertreffliche Weisheit oder das überlegene Wissen, das in der Schöpfung zum Ausdruck kommt. Die Schöpfung offenbart, daß Jehova der größte Wissenschaftler des Universums ist. Es gibt jedoch noch mehr Wissen als das, was mit dem Ausdruck „Wissenschaft“ bezeichnet wird. Die heutige Wissenschaft läßt erkennen, welchen Stand das Wissen des Menschen erreicht hat. Aber an dem Wissen, das für ein gutes Zusammenleben der Menschen erforderlich wäre, besteht in der Welt ein großer Mangel.

Wenn man den traurigen Zustand betrachtet, in dem sich die Menschheit heute befindet mag sich manch einer gedrängt fühlen zu fragen: Überfordert dieses Problem auch die göttliche Weisheit, so wie es die des Menschen überfordert? Wenn nicht, warum haben dann in den vergangenen fast 6 000 Jahren Menschheitsgeschichte so furchtbare Verhältnisse geherrscht?

Hiob, ein Diener Jehovas, beschrieb Gottes unvergleichliche Macht und Weisheit, die im Naturgeschehen zum Ausdruck kommen, und rief dann aus: „Siehe, das sind [nur] die Säume seiner Wege; und wie wenig haben wir von ihm gehört!“ Obschon in der Schöpfung viel von der Weisheit Gottes zum Ausdruck kommt, ist es doch nur eine Spur der grenzenlosen Weisheit des allweisen Gottes. Nach dieser Feststellung berichtete Hiob über die Weisheit Gottes in Verbindung mit seinen Taten an den Menschen. — Hiob 26:14.

Gottes Vorhaben: eine gerechte Regierung

Wenn jemand bezweifelt, daß die Taten Gottes an den Menschen in den vergangenen 6 000 Jahren Menschheitsgeschichte Weisheit zum Ausdruck bringen, sollte er, um gerecht zu sein, die Geschichte einer näheren Prüfung unterziehen. Eine aufrichtige Person wird die Erfahrung machen, daß es sich lohnt, denn sie kann dabei auch kennenlernen, wie Gott sein Ziel, eine gerechte Regierung für die Erde zu schaffen, verfolgt hat. — Eph. 1:8-10.

Damit wir die richtige Perspektive erhalten, müssen wir uns zuerst darüber klarwerden, daß Gott einen ganz anderen Überblick über alles hat als der Mensch, daß er viel weiter und viel mehr sieht. Einer der Propheten Gottes schreibt: „Er [Gott] ist es, der da thront über dem Kreise der Erde, und ihre Bewohner sind wie Heuschrecken.“ (Jes. 40:22) Die Taten Gottes an den Menschen zeigen, daß Gott, der alles überblicken kann, dabei immer das Ziel im Auge hat, sein gerechtes Vorhaben durchzuführen.

Gott wird die Menschheit so regieren, daß Friede und Einheit herrschen werden. Er hat den Menschen mit einem freien Willen ausgestattet, und er zwingt niemanden, ihm zu dienen. Er hat vor, alle Menschen, die seine höchste Herrschaftsgewalt anerkennen und ihn, den höchsten Herrscher, lieben, unter seiner Regierung zu vereinen. Um eine Grundlage für eine ganze Menschenwelt zu legen, die ihm dienen würde, war es erforderlich, daß Gott es den Menschen ermöglichte, die Normen und Grundsätze seiner gerechten Regierung kennenzulernen und zu erfahren, wie sie ihre Macht ausübt. Noch wichtiger war es, daß die Menschen Gott selbst und seine Eigenschaften kennenlernten. — Joh. 17:3.

Aber Jehova ist ein unsichtbarer Gott. Wie konnte er diese Dinge Menschen aus Fleisch und Blut so nahebringen, daß sie sie in ihrem Herzen verstanden? Das wäre nicht möglich gewesen, wenn er lediglich seine Macht kundgetan hätte, indem er mit Donnerstimme vom Himmel her redete; es wäre aber auch nicht nur durch Erklärungen oder Äußerungen möglich gewesen, die Engel oder Propheten übermittelten. Nein, Gott offenbarte seine Grundsätze und Eigenschaften, indem er in Beziehung zu den Menschen trat, so daß sie ihn durch seine Verfahrensweise mit ihnen kennenlernen konnten. Wieviel lehrreicher, überzeugender und eindringlicher ist es, das, was Gott verkündet oder geredet hat und was von treuen Männern aufgezeichnet worden ist, nicht nur zu hören und zu lesen, sondern außerdem noch anhand des unauslöschlichen Geschichtsberichtes festzustellen, daß sich alles, was er sagte, bewahrheitet hat. Was offenbart dieser Bericht?

In den etwa 1 656 Jahren von Adam bis zur Sintflut griff Gott nicht in die Angelegenheiten der Menschen ein, um sie zu ordnen. Adam war ungehorsam gewesen und hatte aufgehört, Gott zu dienen; dadurch hatte er Sünde und Unvollkommenheit über seine Kinder gebracht, was zur Folge hatte, daß die meisten von ihnen Gott ungehorsam waren. Aber Gott hinderte die ungehorsamen Menschen nicht daran, ihre eigenen Wege zu gehen. Was in dieser Zeit der Menschheitsgeschichte geschah, ist ein Beweis dafür, daß die Menschen unfähig sind, sich selbst zu regieren. (Jer. 10:23) Schließlich griff Gott ein, indem er die Sintflut kommen ließ, weil die Gewalttat so außerordentlich groß geworden war; aber die Menschen, die seine höchste Herrschaftsgewalt anerkannten, erhielt er am Leben. — 1. Mose 6:11-13, 17-20.

Die ältesten Aufzeichnungen zeigen somit, daß Gott bei allem, was er tat, ein bestimmtes Ziel verfolgte. Gleich zu Anfang äußerte er sein Vorhaben, die Menschheit zu befreien, indem er verhieß, daß der ‘Same des Weibes’ den schlangenähnlichen Widersacher Gottes und alle, die ihm dienen würden, vernichten werde. — 1. Mose 3:15.

Aber Gott handelt nie willkürlich, obwohl er die Macht dazu hätte. Bevor er eingreift, bereitet er alles gut vor. So warnt er zum Beispiel immer ausreichend, ehe er ein Urteil vollstreckt. (Hes. 3:17-21; Amos 3:7) Ferner wartet er damit immer so lange, bis die Verhältnisse ein Eingreifen absolut notwendig machen, bis kein rechtlicher und kein moralischer Grund mehr da ist, noch länger zu warten. Ein Beispiel dafür sind die 1 656 Jahre, die er verstreichen ließ, bis er die Sintflut über die Menschen brachte, und später sein geduldiges Warten mit der Vernichtung Sodoms und Gomorras und noch später der Kanaaniter (unter denen die Amoriter der Hauptstamm waren). — 1. Mose 18:20, 21; 15:13-16.

Eine Grundlage für den Glauben

Danach begann Gott, Vorbereitungen für seine Herrschaft über die Erde, die von dem verheißenen „Samen“ ausgeübt würde, zu treffen. Diese Vorbereitungen würden Zeit erfordern. Aber in Verbindung damit würde Gott für folgende notwendigen Dinge sorgen: 1. eine feste Grundlage für den Glauben an die Regierung, die er errichten würde, 2. eine Kenntnis der Grundsätze dieser Regierung, 3. eine Kenntnis seiner Eigenschaften als Weltherrscher und 4. eine eindeutige und unmißverständliche Kenntlichmachung des „Samens“, desjenigen, der die Menschheit befreien und im Namen Jehovas als König herrschen würde. — Gal. 3:24.

Wir können gewisse Taten Gottes besser verstehen, wenn wir wissen, daß Jehova erst in Zukunft, zu der von ihm festgesetzten Zeit, die Welt in Gerechtigkeit regieren wird. Er wählte ein Volk aus und demonstrierte in Verbindung mit ihm seine Grundsätze und seine Verfahrensweise. Er offenbarte sich selbst und seine großartigen Eigenschaften: Gerechtigkeit, Weisheit, Liebe und Barmherzigkeit, wenn er die Israeliten wegen ihrer Sünden strafte, und bekundete Langmut, wenn sie bereuten. (Jes. 65:2; Röm. 10:21) Außerdem läßt die israelitische Geschichte klar erkennen, was geschieht, wenn man den weisen und gerechten Gesetzen Gottes gehorcht oder wenn man ihnen nicht gehorcht; die Weltgeschichte dagegen zeigt, wie es Völkern ergeht, die ohne sein Gesetz leben. — 1. Kor. 12:2; Eph. 4:17-19.

Gott wollte somit nicht die Gerechtigkeit und den Gehorsam jenes Volkes demonstrieren — denn die Israeliten erwiesen sich als widerspenstig und rebellisch (5. Mose 9:4-6) —, sondern wie Moses in seiner Abschiedsrede sagte, handelte er aus folgenden Gründen mit ihm: „Siehe, ich habe euch Satzungen und Rechte gelehrt ... Und so beobachtet und tut sie! denn das wird eure Weisheit und euer Verstand sein vor den Augen der Völker, welche alle diese Satzungen hören und sagen werden: Diese große Nation ist ein wahrhaft weises und verständiges Volk. Denn welche große Nation gibt es, die Götter hätte, welche ihr so nahe wären, wie Jehova, unser Gott, in allem, worin wir zu ihm rufen? Und welche große Nation gibt es, die so gerechte Satzungen und Rechte hätte wie dieses ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege?“ — 5. Mose 4:5-8.

Gott hatte Israel aus allen übrigen Völkern auserwählt, weil er Abraham liebte. (5. Mose 7:7, 8; 2. Kö. 13:23) Abraham lebte ungefähr vierhundert Jahre nach der Sintflut; und Jehova sah, daß Abraham ein Mann war, der seinen Worten glaubte und ihm bedingungslos gehorchte. (1. Mose 15:1, 6; Röm. 4:18-22) Abraham gehorchte, gestützt auf das, was er von seinen Vorfahren, von Noah und Sem, über Gott und seine Taten an den Menschen wußte. Deshalb wurden seine Nachkommen, die von seinem Sohn abstammten, den ihm sein treues Weib Sara geboren hatte, mit dem einzigartigen Vorrecht gesegnet, das Bundesvolk Gottes zu werden und von ihm für sein Vorhaben gebraucht zu werden.

Die andern Völker gingen eigene Wege; sie regierten sich selbst und gehorchten Gott nicht. Gott ließ für sie die Sonne aufgehen und regnen und gab ihnen fruchtbare Zeiten, aber er handelte nicht mit ihnen und griff in ihre Angelegenheiten nur dann ein, wenn sie sich in die Angelegenheiten seines auserwählten Volkes mischten. (5. Mose 32:8) Aber selbst dann griff Gott nicht ein, weil das Volk Israel es verdient hätte, sondern wegen seines gerechten Vorhabens. Als zum Beispiel Balak, der König von Moab, den Propheten Bileam dingte und von ihm verlangte, daß er das Volk Israel verfluche, hinderte Gott Bileam daran, einen Fluch auszusprechen, der es Balak ermöglicht hätte, Israel zu vernichten; Gott tat das, weil er Israel für sein Vorhaben benutzte. — 4. Mose 22:12; 24:10.

Aber Jehova hatte die anderen Völker nicht vergessen. Obwohl er ausschließlich mit Israel handelte, arbeitete er an der Verwirklichung des Vorhabens, diese Völker später zu segnen, obschon sie nichts davon wußten.

Gott handelte nicht ungerecht

Niemand kann Gott mit Recht kritisieren, weil er ein Volk auserwählte, um eine Grundlage für unseren Glauben und unser Verständnis zu legen. In dieser Zeit war Israel allerdings ein gesegnetes Volk, was man von den andern Völkern nicht sagen konnte. Aber weil Jehova seinen Namen auf das Volk Israel gelegt hatte, trug es auch eine schwere Verantwortung, die die anderen Völker nicht hatten. Israel mußte Gott Rechenschaft ablegen. Wenn die Israeliten sündigten, wurden sie von Jehova durch Plagen und Gefangenschaft streng bestraft, und weil sie in ihrem Ungehorsam verharrten, ließ er schließlich zu, daß ihr Land verwüstet wurde. — 5. Mose, Kapitel 28.

Wie Jehova Gott mit dem Volk Israel handelte, läßt erkennen, wie groß seine Weisheit ist. Seine Weisheit kommt aber auch dadurch zum Ausdruck, wie er die göttliche Wahrheit bewahrt hat, indem er sie einem bestimmten Volk anvertraute, das er in Zucht nahm und durch seinen Gesetzesbund zusammenhielt, während die übrigen Völker, die einer menschlichen Herrschaft unterstanden, ständig falschen Göttern dienten, die sie sich selbst gemacht hatten. — Ps. 96:5; 115:2-8; Röm. 3:1, 2.

Alle Taten Jehovas wiesen indes auf seine größte Gabe für die Menschen hin: auf den Samen, den König der von Gott für die Erde bestimmten Regierung. Durch ihn werden alle gehorsamen Menschen Leben erlangen. (Apg. 17:30, 31) Welch große Weisheit kommt doch darin zum Ausdruck, daß Gott durch einen Stammbaum, durch chronologische Angaben und durch Prophezeiungen in den Hebräischen Schriften den Messias deutlich kenntlich gemacht hat! (Joh. 5:39; Offb. 19:10) Außerdem dient die Geschichte Israels nicht nur als Quelle des Trostes und der Hoffnung, sondern sie liefert auch Vorbilder und Beispiele für uns, „auf welche die Enden der Systeme der Dinge gekommen sind“. — 1. Kor. 10:11; Hebr. 10:1.

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