Fußnote
a Für Gebete auf den Straßen und öffentlichen Plätzen liefern rabbinische Schriften der Juden Beispiele wie die folgenden: „R. [Rabbi] Jochanan ... hat gesagt: Ich habe gesehen, wie R. Jannai dastand u. betete auf dem Markt von Sepphoris u. dann 4 Ellen weit ging u. vom Musaphgebet (etwas) betete“ (Palästinensischer Talmud). „Steht jemand u. betet auf der Straße oder auf einem Platz, so tritt er an die Seite vor einem [sich nähernden] Esel oder Eseltreiber oder Topfhändler, ohne sein Gebet zu unterbrechen. Von R. Chanina b. Dosa (um 70) hat man erzählt, daß er stand u. betete. Da biß ihn eine giftige Schlange, er aber unterbrach sein Gebet nicht“ (Tosefta; Ergänzungsschriften zur Mischna).