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w26 Mai S. 14-19

20.-26. JULI 2026

LIED 133 Als junger Mensch Jehova dienen

Welchen Bildungsweg soll ich einschlagen?

„Der Kluge … bedenkt jeden Schritt“ (SPR. 14:15).

FOKUS

Welche biblischen Grundsätze und anderen Faktoren beim Thema Bildungs­möglichkeiten zu berücksichtigen sind.

1-2. (a) Vor welchen Entscheidungen stehen junge Leute? (b) Worauf bezieht sich der Begriff „zusätzliche Bildung“? (Siehe „Kurz erklärt“.)

„WAS willst du später mal werden?“ Diese Frage hast du als junger Mensch sicher schon oft gehört. Das Beste, was du aus deinem Leben machen kannst, ist, dich für den Vollzeitdienst zu entscheiden. Aber natürlich musst du auch finanziell für dich sorgen können (2. Thes. 3:10). Bestimmt hast du schon darüber nachgedacht, welcher Beruf für dich infrage kommt.

2 Nach der Schule gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich zusätzliche Bildunga anzueignen, die den Einstieg in die Berufswelt erleichtern soll. Meistens treffen Jugendliche in Absprache mit den Eltern eine Entscheidung zu diesem Thema. Vielleicht stehst auch du vor der Frage, welchen Weg du wählen sollst. Dieser Artikel behandelt biblische Prinzipien, die dir zu einer ausgewogenen Ansicht über Bildung verhelfen. Kluge Überlegungen führen zu klugen Entscheidungen. Der Stoff richtet sich zwar vor allem an junge Leute, aber auch andere, die über zusätzliche Bildung nachdenken, können davon profitieren. Außerdem kann er Eltern helfen, ihre Kinder gut zu beraten.

ZUSÄTZLICHE BILDUNG: JA ODER NEIN?

3. Was können Gründe sein, sich für zusätzliche Bildung zu entscheiden?

3 In einigen Ländern braucht man keine besondere Ausbildung, um für seinen Unterhalt sorgen zu können. Woanders verhilft zusätzliche Bildung unter Umständen zu besserer Bezahlung oder besseren Arbeitszeiten. So hat man vielleicht die Möglichkeit, sich mehr für Jehova einzusetzen, zum Beispiel im Predigtdienst. Allerdings erfordert zusätzliche Bildung Zeit, Kraft und Geld und kann verschiedene Heraus­forderungen mit sich bringen.

4. Wer entscheidet, ob jemand zusätzliche Bildungs­möglichkeiten wahrnimmt? (Siehe auch die Fußnote.)

4 Die Bibel sagt: „Jeder wird die Last der eigenen Verantwortung tragen“ (Gal. 6:5; siehe Studienanmerkung). Das heißt, jeder erwachsene Christ muss für sich selbst entscheiden, ob für ihn irgendeine Art zusätzlicher Bildung infrage kommt.b Eltern sind außerdem für Entscheidungen verantwortlich, die den Bildungsweg ihrer Kinder betreffen (Eph. 6:1). Und ihre Anleitung kann die Kinder darauf vorbereiten, als Erwachsene selbst gute Entscheidungen in Bezug auf Bildung zu treffen (Spr. 22:6).

5. Wann sollte man anfangen, über zusätzliche Bildung nachzudenken, und warum? (Siehe auch das Bild.)

5 Oft muss man schon vor Ende der Schulzeit eine Entscheidung zum Thema zusätzliche Bildung treffen. Natürlich ist es gut, darüber schon lange im Voraus mit den Eltern zu sprechen. Dann hat man genug Zeit, sich gemeinsam über verschiedene Optionen zu informieren und zu überlegen, welche Schullaufbahn und welche Fächer oder Kurse für den weiteren Bildungsweg oder die Berufswahl sinnvoll sind. Muss die Entscheidung aber in jedem Fall vor dem Schulabschluss getroffen werden? Nicht unbedingt (Spr. 21:5). Manche jungen Leute haben die erforderliche Schulzeit absolviert, sich eine Arbeit gesucht, mit dem Pionierdienst begonnen und dann erst entschieden, ob sie zusätzliche Bildungs­möglichkeiten wahrnehmen wollen. So eine Entscheidung kann jemand auch noch später im Leben treffen.

Eine Jugendliche spricht mit ihren Eltern über zusätzliche Bildungs­möglichkeiten. Auf dem Tisch sieht man schulisches Informations­material, eine Bibel und ein Tablet, auf dem eine Broadcasting-Sendung geöffnet ist.

Eltern helfen ihrer Tochter, eine gute Entscheidung zum Thema Bildung zu treffen (Siehe Absatz 5)


6. Wie kommt man beim Thema Bildung zu einer guten Entscheidung?

6 Was kann dir helfen, zu einer guten Entscheidung zu kommen? Sprich unbedingt mit Jehova darüber (Jak. 1:5). Außerdem könntest du die folgenden zwei Schritte angehen. 1. Analysiere deine Motive (Ps. 26:2). 2. Analysiere die Bildungsangebote, die für dich infrage kommen (Spr. 14:15). Sehen wir uns jetzt beide Schritte etwas genauer an.

ANALYSIERE DEINE MOTIVE

7. Woran sollte man denken, wenn es um zusätzliche Bildung geht?

7 Wenn du über zusätzliche Bildung nachdenkst, ist die Frage ganz entscheidend: „Warum will ich das eigentlich machen?“ Viele wünschen sich einen Beruf, der ihnen Spaß macht oder der besser bezahlt wird als andere. Sind das schlechte Beweggründe? Nicht unbedingt (1. Tim. 5:8). Die Bibel warnt uns allerdings vor den Gefahren des Materialismus und davor, in der heutigen Welt Sicherheit zu suchen (Spr. 23:4, 5; 1. Tim. 6:8-10; 1. Joh. 2:17). Wenn du reich oder berühmt werden willst, fühlst du dich am Ende vielleicht nicht nur leer, sondern auch weit weg von Jehova.

8-9. (a) Was ist die richtige Sicht auf das Thema Bildung? (Matthäus 6:33). (b) Was nimmst du aus den Aussagen von Josefina, Morine und Iris für dich mit?

8 Was ist also die richtige Sicht auf das Thema Bildung? Nichts sollte uns wichtiger sein, als Jehova zu dienen (Mat. 22:37, 38; Phil. 3:8). Sieh Bildung als Möglichkeit, selbst für dich zu sorgen, während sich dein Leben um den Dienst für Jehova dreht. (Lies Matthäus 6:33).

9 Was hat manchen geholfen, an das Thema Bildung ausgeglichen heranzugehen? Josefina aus Chile erzählt: „Ich wollte mich so viel wie möglich für Jehova einsetzen. Meine Ausbildung sollte sich meinen Zielen im Dienst für Jehova anpassen und nicht umgekehrt.“ Morine hat einen einjährigen Kurs absolviert, um Hairstylistin zu werden. Sie erklärt: „Ich wollte mich gern dort einsetzen, wo mehr Hilfe gebraucht wird. Also hab ich einen Kurs gesucht, der mir das ermöglichen würde. Nachdem ich ihn abgeschlossen hatte, konnte ich als Hairstylistin arbeiten und Geld für den Umzug ansparen. Und auch an meinem neuen Wohnort hat mir der Kurs geholfen, Arbeit zu finden.“ Iris, eine Zahnärztin, sagt: „Zusätzliche Bildung hat zwar einen gewissen Wert, aber sie wird dich niemals wirklich glücklich und zufrieden machen. Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn sich dein Leben um Jehova dreht, dann sind dir Glück und Zufriedenheit garantiert.“ Wenn unsere Freundschaft mit Jehova das Wichtigste für uns ist, werden wir Entscheidungen treffen, die uns dauerhaft glücklich machen.

ANALYSIERE DIE BILDUNGSANGEBOTE

10. Wie lässt sich der Grundsatz aus 5. Mose 32:29 auf das Thema Bildung anwenden?

10 Vielleicht hast du schon einen bestimmten Bildungsweg ins Auge gefasst. Trotzdem ist es klug, auch andere Möglichkeiten zu durchdenken – ob im gleichen Fachgebiet oder in einem anderen. (Vergleiche Sprüche 18:17.) Heute gibt es Bildungsangebote, die man früher gar nicht kannte, zum Beispiel Onlinekurse. Schließ auch nicht die Überlegung aus, ob du ohne zusätzliche Bildung für dich sorgen könntest. Johanna aus Finnland ist diesen Weg gegangen. Sie erzählt: „Nach der Schule habe ich Teilzeit gearbeitet und mit dem Pionierdienst begonnen. Ich hatte ganz verschiedene Arbeitsstellen, und ich habe erlebt, dass Jehova immer sein Versprechen hält und für das sorgt, was ich brauche.“ Eins steht fest: Jede Entscheidung zum Thema zusätzliche Bildung – ob überhaupt und wenn ja, welche – wird Vor- und Nachteile mit sich bringen. Frag dich deshalb: Sind die Vorteile die Nachteile wert? (Lies 5. Mose 32:29; 1. Kor. 10:23.) Sehen wir uns einige Faktoren an, die dabei helfen, diese Frage zu beantworten.

11. Warum ist es wichtig, den Wochenablauf zu durchdenken? (Siehe auch die Bilder.)

11 Der Wochenablauf. Überlege, wie viele Stunden pro Woche dich Unterricht, Praxiseinheiten und Aufgaben für zu Hause kosten werden. Wirst du noch genug Zeit für deinen Glauben und für Verpflichtungen in der Familie haben? (Phil. 1:10). Könnte dich das Lernen mental so erschöpfen, dass du es nicht mehr schaffst, dich auf die Zusammenkünfte vorzubereiten oder die Bibel zu studieren? Das ist Jeroz aus Indien passiert. Er sagt: „Ich konnte mich nicht mehr so gut auf meine Glaubens­aktivitäten konzentrieren. Manchmal hab ich Zusammenkünfte verpasst. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es den Zeit- und Energieaufwand nicht wert war.“ Aber nicht alle Bildungsangebote sind so zeitintensiv – bei einigen gibt es ein Teilzeitmodell, andere erfordern nur wenig zusätzlichen Aufwand zu Hause. Rabeca aus Mosambik ist mit ihrer Entscheidung glücklich. Sie sagt: „Der Kurs hat nur zwei Stunden pro Tag gedauert. So konnte ich im Pionierdienst bleiben.“

Collage: Ein Bruder überlegt, wie sich ein bestimmter Bildungsweg auf seine anderen Verpflichtungen auswirken würde. 1. Er hat bei einer Zusammenkunft Mikrofondienst. 2. Er geht von Haus zu Haus. 3. Er arbeitet als Barista. 4. Er nimmt an einer Lehrveranstaltung teil.

Bevor du dich für einen Bildungsweg entscheidest, überleg dir, ob dir genug Zeit für alles bleibt, was dir wichtig ist (Siehe Absatz 11)


12. Wie kann man das Beste aus seiner Zeit machen, wenn es um die Wahl der Bildung geht? (Prediger 12:1).

12 Die Dauer. Denk darüber nach, wie viele Monate oder Jahre du insgesamt brauchen wirst. Machst du mit diesem Bildungsweg das Beste aus deiner Zeit? (Eph. 5:15-17). Würde dir die Ausbildung oder das Studium ermöglichen, Jehova in jungen Jahren dein Bestes zu geben – vielleicht im Vollzeitdienst? (Lies Prediger 12:1.) Gibt es in dem Bereich, der dich interessiert, kürzere Bildungs­möglichkeiten? Vielleicht kannst du dir praktische Fertigkeiten im Rahmen einer schulischen oder betrieblichen Ausbildung aneignen, die dich weniger Zeit und Geld kostet als ein Studium. Mario aus Chile berichtet: „Ich habe eine technische Ausbildung gemacht, die zwei Jahre gedauert hat und nicht so teuer war wie ein Studiengang. Weil der Unterricht nur an vier Tagen stattfand, konnte ich sogar Pionier sein.“

13. Wie kann es sich auswirken, wenn man für ein Bildungsangebot den Wohnort wechseln muss?

13 Der Ort. Vielleicht findest du ein passendes Angebot in deiner näheren Umgebung. Aber was, wenn du in eine andere Stadt müsstest? Und was, wenn du mit anderen Studenten oder Auszubildenden zusammenwohnen würdest? Von deiner Familie getrennt zu leben, kann eine ernste Gefahr für deinen Glauben sein – besonders wenn deine Mitbewohner deine Überzeugung nicht teilen (Spr. 22:3; 1. Kor. 15:33). Matias aus Mosambik hat einen kostengünstigen Kurs absolviert, der ein Jahr dauerte. Trotzdem bereut er seine Entscheidung. Er erklärt: „Ich musste während dieser Zeit mit meinen Mitschülern zusammenwohnen. Dadurch war ich jeden Tag Versuchungen ausgesetzt. Meine Empfehlung wäre, sich ein Bildungsangebot zu suchen, bei dem man nicht von der Familie getrennt ist.“ Eine Schwester aus Russland sagt: „Ich bin bei meinen Eltern wohnen geblieben, statt auf den Campus oder ins Wohnheim zu ziehen. So konnte ich Gefahren und Versuchungen aus dem Weg gehen.“ Vielleicht kannst du auch einen Onlinekurs belegen.

14. Wie kommt der Grundsatz aus Lukas 14:28 bei der Wahl des Bildungswegs zum Tragen?

14 Die Kosten. Manche Bildungsangebote sind nicht teuer, oder die Kosten werden vom Staat übernommen. In solchen Fällen hat man eine kostengünstige Möglichkeit, sich Kenntnisse und Fertigkeiten anzueignen, mit denen man leichter eine Arbeit findet. Zusätzliche Bildung kann allerdings auch teuer sein. Außerdem können versteckte Kosten entstehen, weil man eventuell individuelle Förderung braucht, um überhaupt Chancen auf eine Einschreibung zu haben. Studierende müssen später oft jahrelang Schulden abbezahlen. Adilson aus Mosambik hat seine Entscheidung bereut. Er sagt: „Meine Familie musste beim Essen und bei anderen Grundbedürfnissen sparen, um mein vierjähriges Studium zu finanzieren.“ Wenn du dich für ein Bildungsangebot interessierst, frag dich: Welche Kosten werden entstehen? Kann meine Familie oder ich dafür aufkommen? Gibt es eine kostengünstigere Alternative? (Lies Lukas 14:28.) Wenn ich mich verschulde, wie lange wird es dauern, bis ich alles abgezahlt habe? Werde ich später genug verdienen, um für mich zu sorgen und die Schulden zurückzuzahlen? (Spr. 22:7).

15. Warum ist es auch wichtig, die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu berücksichtigen?

15 Der Arbeitsmarkt. Mach dir Gedanken darüber, was an deinem jetzigen oder zukünftigen Wohnort gefragt ist. Wirst du mit dem Berufsabschluss, den du machen willst, gute Chancen auf eine Stelle haben? Manche Studiengänge vermitteln nur wenig praktisches Wissen, weil sie eher theoretisch, akademisch oder philosophisch ausgerichtet sind (Kol. 2:8). Eine Schwester in Indien hat festgestellt: „Ich hab nicht die praktischen Fertigkeiten vermittelt bekommen, auf die Arbeitgeber Wert legen. Deshalb hab ich in dem Fachgebiet, das ich studiert hatte, keine Stelle gefunden.“ Allerdings gibt es auch praktische Fertigkeiten, bei denen wenig Nachfrage besteht. Sublime aus der Zentral­afrikanischen Republik hat gelernt, Klimaanlagen zu reparieren. Er sagt: „Bei uns reparieren die meisten Leute alles selbst. Das macht es schwer, Arbeit zu finden.“

16. Warum ist es wichtig, sich über die Arbeits­bedingungen Gedanken zu machen?

16 Denk auch über den Berufsalltag nach, der dich erwartet. Wird dir die Arbeit Spaß machen? (Pred. 3:12, 13). Wie sieht das Arbeitsumfeld aus? Musst du dich auf eine hohe Unfallgefahr, auf Konkurrenzgeist oder auf viel Stress einstellen? Wie sieht es mit der Bezahlung aus? Kannst du damit deine Ausgaben decken? Musst du dich ständig fortbilden, um deine Arbeit zu behalten? Und am wichtigsten: Wirst du das Königreich weiter an die erste Stelle setzen können? (Pred. 12:13). Wenn das Arbeitsangebot begrenzt ist, darf man natürlich nicht zu wählerisch sein. Doch die Wahl deiner Ausbildung kann deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Tabitha aus Indien hat sich für einen sechsmonatigen Nähkurs entschieden. Sie sagt: „Ich hab mir überlegt, dass ich so Pionier sein könnte. Schneiderarbeiten sind immer gefragt, ich hätte flexible Arbeitszeiten und müsste nicht viel Geld investieren.“ Tabithas Plan ist aufgegangen.

17. (a) Wie kann man die Informationen finden, die man braucht, um eine gute Entscheidung zu treffen? (b) Welche biblischen Grundsätze können dir helfen? (Siehe den Kasten „Grundsätze aus der Bibel“.)

17 Nachdem wir jetzt verschiedene Faktoren beleuchtet haben, stellt sich die Frage: Wo findest du die nötigen Informationen, um eine gute Entscheidung treffen zu können? Erkundige dich entweder direkt in der Einrichtung oder recherchiere auf ihrer Website. Schau dir an, welche Stellenangebote in der Branche verfügbar sind, für die du dich interessierst. Du könntest auch auf Personen zugehen, die eine ähnliche Ausbildung abgeschlossen haben oder in diesem Bereich arbeiten (Spr. 13:10). Frag sie: „Was sind die Vor- und Nachteile?“ Sprich außerdem mit Brüdern und Schwestern, die sich voll für Jehova einsetzen und dabei glücklich sind (Spr. 15:22). Welchen Bildungsweg oder Beruf können sie empfehlen? Vielleicht bringen sie dich auf eine Idee, an die du noch nicht gedacht hast.

Grundsätze aus der Bibel

  • Was sind meine Motive? (Mat. 6:33; 1. Tim. 6:8-10)

  • Wie viel Zeit werden mich Unterricht, Praxiseinheiten und Aufgaben für zu Hause kosten? (Phil. 1:10)

  • Wie viele Jahre dauert es, bis ich einen Abschluss habe? (Eph. 5:15-17)

  • Wo werde ich wohnen? (1. Kor. 15:33)

  • Welche Kosten kommen auf mich zu? (Luk. 14:28)

  • Wird mir die zusätzliche Bildung helfen, Arbeit zu finden, die es mir ermöglicht, für mich zu sorgen und meine Ziele im Dienst für Jehova zu verfolgen? (Pred. 12:13)

18. Was sollten wir nicht vergessen?

18 Wie wir gesehen haben, hat zusätzliche Bildung ihre Vor- und Nachteile. Denk deshalb unter Gebet über deine Optionen nach. Vergiss nicht: Zusätzliche Bildung kann zwar eine gewisse finanzielle Sicherheit bieten, aber wirklich glücklich macht nur eine enge Freundschaft zu Jehova (Ps. 16:9, 11). Und er wird immer für seine Freunde sorgen, ganz gleich welche Bildung sie haben (Heb. 13:5). Der nächste Artikel geht darauf ein, wie du Jehova nah bleiben kannst, wenn du dich für zusätzliche Bildung entschieden hast.

WIE WÜRDEST DU ANTWORTEN?

  • Wie lässt sich Galater 6:5 auf Entscheidungen zum Thema Bildung anwenden?

  • Was ist die richtige Sicht auf zusätzliche Bildung?

  • Welche Faktoren sollte man berücksichtigen, wenn man über zusätzliche Bildung nachdenkt?

LIED 45 Die Gedanken meines Herzens

a KURZ ERKLÄRT: In diesem und im nächsten Artikel bezieht sich der Begriff „zusätzliche Bildung“ auf jede Art von Bildung oder Ausbildung, die über die grundlegende staatliche Schulbildung hinausgeht. Es geht also zum Beispiel um ein Studium an einer Universität oder einer Fachhochschule, ein duales Studium, den Besuch einer beruflichen Schule, eine Ausbildung oder Lehre, Fortbildungen, Kurse und Weiterbildungen, ob kurz oder lang.

b In der Vergangenheit haben unsere Publikationen von bestimmten Bildungsangeboten abgeraten. Der Artikel „Ihr Eltern – was für eine Zukunft wünscht ihr euren Kindern?“ im Wachtturm vom 1. Oktober 2005 sprach zum Beispiel über die Gefahren höherer Bildung. Diese Gefahren bestehen natürlich noch immer. Aber ob man zusätzliche Bildungs­möglichkeiten wahrnimmt oder nicht, ist eine persönliche Entscheidung. Jeder Christ und jeder, der Verantwortung für Minderjährige trägt, sollte unter Gebet biblische Grundsätze und alle Aspekte des infrage kommenden Bildungsangebots durchdenken, bevor er eine Entscheidung trifft. Niemand – auch kein Ältester – sollte über eine solche persönliche Entscheidung ein Urteil fällen (Jak. 4:12).

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