20.-26. APRIL 2026
LIED 49 Jehovas Herz erfreuen
Arbeite weiter auf die Taufe hin
„Jetzt ist die besonders annehmbare Zeit“ (2. KOR. 6:2).
FOKUS
Jetzt ist die Zeit, eine enge Freundschaft zu Jehova aufzubauen und sich taufen zu lassen.
1. (a) Warum ist die Taufe eine gute Entscheidung? (b) Worum geht es in diesem Artikel?
HAST du dich Jehova hingegeben und dich taufen lassen? Wer das tut, bittet Gott um ein gutes Gewissen (1. Pet. 3:21). Durch deine Taufe bist du für die Jüngeren und Interessierten in der Versammlung ein Vorbild. Das war also eine richtig gute Entscheidung! Was aber, wenn du noch nicht getauft bist? Bestimmt liebst du Jehova und möchtest ihm gefallen. Dir ist auch klar, dass die Taufe die Grundlage dafür ist, dass Jehova deine Sünden vergibt und dir seine Anerkennung schenkt (Apg. 2:38-40). Vielleicht schiebst du die Entscheidung trotzdem vor dir her. Was kann dir dann helfen? In diesem Artikel werden wir sehen, was manche davon abhält, sich taufen zu lassen, warum es klug ist, das Ende nicht aus den Augen zu verlieren, und welche Vorteile es hat, die Taufe nicht aufzuschieben.
WAS MANCHE ABHÄLT
2. Warum zögern manche, sich taufen zu lassen?
2 Was kann einen davon abhalten, sich taufen zu lassen? Bei manchen spielen Ängste eine Rolle. Sie wollen Jehova zwar dienen, befürchten aber, nicht gut genug zu sein. Geht es dir auch so? Dann denk über Bibelverse nach, die dir versichern, dass Jehova keine Perfektion von dir erwartet. Er freut sich, wenn du ihm einfach dein Bestes gibst (Ps. 103:13, 14; Kol. 3:23). Vielleicht hast du aber auch Angst vor Widerstand. Dann kannst du Jehova bitten, dir die gleiche Zuversicht zu geben, die ein Psalmendichter ausdrückte: „Jehova ist auf meiner Seite, ich werde mich nicht fürchten. Was kann ein Mensch mir antun?“ (Ps. 118:6).
3. Was könnte einen noch davon abhalten, sich taufen zu lassen? (Siehe auch das Bild.)
3 Manche schieben die Taufe vor sich her, weil sie denken, sie hätten nicht genug Wissen. Wie viel muss man denn wissen? Dazu ein biblisches Beispiel. Paulus und Silas saßen im Gefängnis, als es plötzlich zu einem Erdbeben kam. Das bot ihnen die Gelegenheit, mit dem Gefängnisaufseher und seiner Hausgemeinschaft über die gute Botschaft zu sprechen. Wahrscheinlich war dieser Familie klar, dass sich ein Wunder ereignet hatte. Außerdem lernten sie in der Nacht viel Neues. Daraufhin konnten sie „sofort getauft“ werden (Apg. 16:25-33). Wenn du Jehova kennst, ihn von Herzen liebst, dir die Grundlehren der Bibel erarbeitet hast, deine Sünden bereust und entschlossen bist, nach Jehovas Maßstäben zu leben, dann steht deiner Taufe nichts im Weg (Mar. 12:30).
Paulus und Silas erzählen dem Gefängnisaufseher und seiner Familie von der guten Botschaft; daraufhin können sie „sofort getauft“ werden (Siehe Absatz 3)
4. Welche Bedenken haben manche? (Siehe auch das Bild.)
4 Manche, die Gott gefallen möchten, denken viel darüber nach, was es sie kosten wird, sich taufen zu lassen. Natürlich ist es bei jeder Entscheidung gut, die Kosten zu berechnen (Luk. 14:27-30). Doch einige machen sich zu große Sorgen darüber, was sie alles ändern müssten. Candace, die in der Wahrheit aufwuchs, erzählt, wie sie sich fühlte, als man ihr im Erwachsenenalter einen Bibelkurs anbot: „Ich wusste, was Jehova erwartet, aber ein Teil von mir hat gezögert, weil ich meinen Lebensstil liebte. Mir war klar, dass es mir schwerfallen würde, das alles aufzugeben.“ Andere finden die hohen moralischen Maßstäbe, nach denen Jehovas Zeugen leben, einschüchternd. Sie machen sich Sorgen, sie könnten eine schwere Sünde begehen und aus der Versammlung entfernt werden. Was kannst du tun, wenn du solche Bedenken hast?
Manche möchten Gott zwar gefallen, machen sich aber Sorgen, was sie alles ändern müssten, um nach seinen Maßstäben zu leben (Siehe Absatz 4)
5. Worauf sollte man sich konzentrieren, wenn man über die Taufe nachdenkt? (Matthäus 13:44-46).
5 Wenn wir etwas Bestimmtes kaufen möchten, schauen wir nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Wert. Übersteigt der Wert die Kosten bei Weitem, werden wir wahrscheinlich nicht lange überlegen. Ähnlich ist es bei der Taufe. Wir sollten uns nicht nur darauf konzentrieren, was wir aufgeben müssten, sondern auch darauf, was wir durch unsere Freundschaft mit Jehova gewinnen. Jesus machte das durch zwei Vergleiche deutlich. (Lies Matthäus 13:44-46.) In beiden Fällen verkaufte ein Mann, ohne zu zögern, seinen ganzen Besitz, um etwas sehr Kostbares zu erwerben. Auch du hast etwas äußerst Wertvolles gefunden: die Wahrheit über das Königreich. Falls du dich fragst, ob ein Leben als Zeuge Jehovas die ganzen Anstrengungen wert ist, dann denk intensiv über die zwei Vergleiche nach. Frag dich: Ist mir wirklich klar, wie wertvoll das ist, was ich gefunden habe? Was bedeutet mir meine Freundschaft zu Jehova, meine Zukunftshoffnung und meine Glaubensfamilie? Je nachdem, wie deine Antworten ausfallen, könntest du dich darauf konzentrieren, mehr Wertschätzung für die Wahrheit zu entwickeln, oder du könntest überlegen, was dich zurückhält.
6. Wie können wir unseren Herzensboden lockern?
6 Im Vergleich vom Sämann beschreibt Jesus, wie es im Herzen von Menschen aussehen kann, die keine Fortschritte machen. Jesus sagt aber auch, dass einige „mit einem aufrichtigen und guten Herzen“ auf die Botschaft vom Königreich reagieren würden (Luk. 8:5-15). Wenn du dir über den Zustand deines Herzens noch nicht im Klaren bist, dann gib nicht auf. Mit der Hilfe Jehovas kannst du „ein neues Herz“ erwerben, das für Gottes Anleitung empfänglich ist. Bitte Jehova, dass er dir hilft, den Boden deines Herzens zu lockern, damit die Saat der Wahrheit wachsen kann (Hes. 18:31; 36:26).
7-8. Warum fällt es Jüngeren manchmal schwer, auf die Taufe hinzuarbeiten? (Siehe auch das Bild.)
7 Bei manchen Jüngeren liegt es am Einfluss von anderen, dass sie zögern, sich für Jehova zu entscheiden. Manchmal raten ihnen Lehrer, in Fragen der Moral toleranter zu sein, selbst wenn das heißt, Gottes Moralmaßstäbe zu verletzen. Dieser Einfluss kann gefährlich sein (Ps. 1:1, 2; Spr. 7:1-5). Wie kannst du dich davor schützen? Sei wie der Psalmenschreiber, der zu Jehova sagte: „Ich habe mehr Einsicht als alle meine Lehrer, weil ich über die Erinnerungen nachdenke, die von dir kommen“ (Ps. 119:99).
8 Es kommt auch vor, dass Eltern ihre Kinder davon abhalten, sich taufen zu lassen. Sie machen sich vielleicht zu sehr Gedanken über den Bildungsweg ihrer Kinder oder motivieren sie nicht, sich Ziele im Dienst für Jehova zu setzen. Was, wenn du denkst, deine Eltern könnten dich mehr darin unterstützen, Fortschritte zu machen? Dann sprich sie doch einfach darauf an. Egal wie alt du bist, du kannst eine enge Freundschaft zu Jehova haben (Spr. 20:11).
Du kannst mit deinen Eltern über das Thema Taufe sprechen (Siehe Absatz 8)
9. Warum warten manche mit der Taufe?
9 Manche, die eigentlich die Voraussetzungen für die Taufe erfüllen, warten noch, weil sie sich zu sehr nach anderen richten. Vielleicht würden sie sich gern am selben Tag wie ein Freund oder Angehöriger taufen lassen. Daran ist prinzipiell nichts falsch – natürlich kann man sich zusammen mit jemandem taufen lassen, der einem nahesteht. Aber wäre es richtig, die eigene Taufe aus diesem Grund aufzuschieben? Denk daran, dass deine Hingabe ein ganz persönliches Versprechen ist. Deine Taufe sollte nicht davon abhängen, was andere tun (Röm. 14:12).
DAS ENDE NICHT AUS DEN AUGEN VERLIEREN
10. Was könnte bei einigen den Fortschritt behindern?
10 Es gibt noch einen anderen Grund, warum manche zögern, die nötigen Änderungen vorzunehmen. Vielleicht denken sie, dass das Ende noch lange auf sich warten lässt. Aber ist das eine vernünftige Überlegung? Jesus forderte seine Jünger auf: „Haltet … euch bereit, denn der Menschensohn kommt zu einem Zeitpunkt, den ihr nicht für wahrscheinlich haltet“ (Luk. 12:40).
11. Wozu sind wir motiviert, je besser wir Jehova kennenlernen? (Psalm 119:60).
11 Wir geben uns Jehova hin, weil wir ihn lieben. Je besser wir ihn kennenlernen, desto mehr lieben wir seine Gebote und möchten sie so schnell wie möglich befolgen. (Lies Psalm 119:60.) Jakobus nennt einen weiteren wichtigen Grund, warum wir nicht zögern sollten, Jehovas Gebote zu halten: Wir wissen nicht, wie unser „Leben morgen aussieht“. Wenn wir also verstanden haben, „was richtig ist“, sollten wir uns beeilen, es zu tun. Womöglich bleibt uns dafür kein weiterer Tag (Jak. 4:13-17).
12. Was lernen wir aus Jesu Vergleich vom Weinberg?
12 Vielleicht kommt dir jetzt Jesu Vergleich vom Weinberg in den Sinn und du denkst: Hat Jesus nicht gelehrt, dass jemand, der nur eine Stunde arbeitet, den gleichen Lohn bekommt wie jemand, der den ganzen Tag arbeitet? Das stimmt. Doch aus welchem Grund hatten manche nur eine Stunde gearbeitet? Sie sagten: „Weil uns niemand eingestellt hat.“ Das heißt, sie sind der Arbeit nicht aus dem Weg gegangen. Sobald sie eingestellt wurden, packten sie mit an (Mat. 20:1-16). Auch uns hat Jesus dazu aufgerufen, seine Jünger zu werden und beim Königreichswerk mit anzupacken. Wäre es nicht gut, so schnell wie möglich zu reagieren?
13. Was zeigt das Beispiel von Lots Frau?
13 Wer bis zur letzten Minute wartet, stellt irgendwann vielleicht fest, dass er es nicht mehr schafft, die entscheidenden Schritte zu unternehmen. Jesus wusste das und sagte warnend zu seinen Nachfolgern: „Denkt an Lots Frau“ (Luk. 17:31-35). Sie wusste, dass die Urteilsvollstreckung an Sodom und Gomorra unmittelbar bevorsteht. Doch offensichtlich konnte sie sich nicht von dem trennen, was sie zurückgelassen hatte (1. Mo. 19:23-26). Was mit ihr geschah, erinnert uns außerdem daran, dass die Tür zur Rettung nicht unbegrenzt offen bleibt. Irgendwann wird sie definitiv geschlossen sein (Luk. 13:24, 25).
14. Welche Wirkung können biblische Prophezeiungen haben?
14 Jeden Tag spielen sich Ereignisse ab, durch die sich biblische Prophezeiungen über das Ende erfüllen. Selbst wenn du nicht direkt betroffen bist – allein solche Entwicklungen zu beobachten, ist alarmierend und kann dich motivieren, die Taufe nicht aufzuschieben. Der Apostel Petrus forderte Christen im 1. Jahrhundert auf, „wachsam“ oder „aufmerksam“ zu sein, da „das Ende aller Dinge … nah“ war (1. Pet. 4:7; Fn.). Damit war offensichtlich das Ende des jüdischen Systems gemeint. Die Christen, denen Petrus schrieb, lebten allerdings weit entfernt von Jerusalem und wären deshalb nicht direkt von der Zerstörung der Stadt betroffen (1. Pet. 1:1). Doch die Erfüllung dieser Prophezeiung würde sie in der Überzeugung stärken, dass auch alle anderen Versprechen Jehovas wahr werden. Genauso kann es dich motivieren, wenn du siehst, wie Jehovas Wort eintrifft. Du bist dann umso entschlossener, Fortschritte in Richtung Taufe zu machen.
15. Wie können wir uns auf „Jehovas Tag“ einstellen? (2. Petrus 3:10-13).
15 In seinem zweiten inspirierten Brief erklärt Petrus, wie wir uns auf „Jehovas Tag“, das heißt das Ende des heutigen Weltsystems, einstellen können. Für die Christen im 1. Jahrhundert lag dieser Tag in ferner Zukunft. Trotzdem sollten sie ihn „fest im Sinn behalten“ oder „sehnlich herbeiwünschen“. (Lies 2. Petrus 3:10-13; Fn.) Wir behalten diesen Tag fest im Sinn, indem wir uns auf ihn vorbereiten und ihn herbeisehnen. Unser sehnlicher Wunsch zeigt sich daran, dass unser „Tun und Handeln“ heilig ist und von Gottergebenheit zeugt. Genau das wünscht sich Jehova von dir. Stell dir vor, wie glücklich es ihn machen wird, wenn du dich ihm hingibst und dich taufen lässt.
ZÖGERE NICHT LÄNGER
16. Wann ist die beste Zeit, auf die Taufe hinzuarbeiten? (2. Korinther 6:1, 2). (Siehe auch die Bilder.)
16 Die beste Zeit, Fortschritte in Richtung Taufe zu machen, ist jetzt. (Lies 2. Korinther 6:1, 2.) Der äthiopische Eunuch, dem Philippus von der guten Botschaft erzählte, verstand, dass es auf schnelles Handeln ankam. Als er die Gelegenheit hatte, sich taufen zu lassen, dachte er nicht: „Ich würde gern erst noch mehr über die gute Botschaft lernen. Auf dem Rückweg gibt es bestimmt noch andere Gewässer.“ Stattdessen sagte er zu Philippus: „Was steht meiner Taufe im Weg?“ (Apg. 8:26, 27, 35-39). Damit ist er uns ein gutes Beispiel! Wie fühlte sich der Eunuch nach der Taufe? „Er setzte voll Freude seinen Weg fort.“
Von dem äthiopischen Eunuchen können wir etwas Wertvolles lernen: Die beste Zeit, Fortschritte in Richtung Taufe zu machen, ist jetzt (Siehe Absatz 16)a
17. Wovon können wir überzeugt sein?
17 Sei dir sicher, dass Jehova dir unbedingt helfen möchte, sein Freund zu werden (Röm. 2:4). Mit seiner Hilfe kannst du alles überwinden, was dich davon abhält, Fortschritte in Richtung Taufe zu machen – seien es Ängste, Bedenken oder Einflüsse von außen. Sobald du durch die Taufe ein gutes Gewissen vor Gott hast, wird dir das, was hinter dir liegt, wahrscheinlich gar nichts mehr bedeuten (Phil. 3:8, 13). Du kannst dich dann auf das freuen, was vor dir liegt: Du wirst erleben, wie sich alles erfüllt, was Jehova denen verspricht, die sich ihm hingeben und sich taufen lassen (Apg. 3:19).
LIED 38 Er wird dich stärken
a BILDBESCHREIBUNG: Der äthiopische Eunuch sagte Philippus, dass er getauft werden möchte. Ähnlich macht es eine Bibelschülerin und spricht mit den Ältesten über ihren Wunsch, sich taufen zu lassen.