Warum sollten wir dankbar sein?
EIN Blick auf die Titelseite dieser Zeitschrift erinnert uns bestimmt daran, wieviel Schönes es als Ausgleich für die Verwahrlosung und die häßlichen Dinge gibt, die vielerorts zu sehen sind.
Erfreuen wir uns nicht an schönen Dingen? Nehmen wir nur einmal die gefällige, zarte Farbzusammenstellung eines Regenbogens nach der Dunkelheit eines Gewitters. Vielleicht denken wir auch an einen schäumenden Wasserfall, an Tiere, die mit ihren Jungen spielen, an einen entzückenden Blumengarten oder an ein wogendes Getreidefeld. Für viele Menschen ist ein solcher Anblick nichts Besonderes. Aber wie berührt er uns?
Leicht für selbstverständlich gehalten
Gewöhnlich wird etwas um so alltäglicher, je öfter man es erlebt, und es wird leicht für selbstverständlich gehalten. Diese Schwäche ist in unserem schnellebigen 20. Jahrhundert besonders ausgeprägt. Doch es ist schon immer ein Fehler der unvollkommenen Menschen gewesen, daß sie sich nicht die Zeit genommen haben, über Segnungen und über Gründe zur Dankbarkeit nachzudenken oder sie sich überhaupt zu vergegenwärtigen.
Der Psalmist David dagegen brachte unter Inspiration seine Dankbarkeit häufig in seinen Liedern zum Ausdruck. Folgende an Gott gerichtete Worte aus einem der Werke Davids sind ein vorzügliches Beispiel für Dankbarkeit:
„Wenn ich deine Himmel sehe, die Werke deiner Finger,
Den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:
Was ist der sterbliche Mensch, daß du seiner gedenkst,
Und der Sohn des Erdenmenschen, daß du für ihn sorgst?
Du läßt ihn herrschen über die Werke deiner Hände;
Alles hast du unter seine Füße gelegt:
Kleinvieh und Rinder, sie alle,
Und auch die Tiere des freien Feldes,
Die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres,
Alles, was die Pfade der Meere durchzieht.
O Jehova, unser Herr, wie majestätisch ist dein Name auf der ganzen Erde!“ (Psalm 8:3, 4, 6-9).
Dankbarkeit kann Traurigkeit vertreiben
Die Dankbarkeit für schöne Dinge half dem Psalmisten, Traurigkeit aufgrund von häßlichen Anblicken oder schwierigen Situationen entgegenzuwirken. Diese Erfahrung kann jeder von uns machen. Wie? Indem wir uns bemühen, in vermehrtem Maße die schönen Dinge wahrzunehmen, die uns umgeben. Auf diese Weise können wir nicht nur unser eigenes Glück, sondern auch das unserer Mitmenschen vergrößern.
Sollten wir unserem wohltätigen Schöpfer nicht für die Schönheiten und Wunder, auf die wir täglich stoßen, von Herzen dankbar sein? Im folgenden Artikel werden weitere Gründe gezeigt, warum wir dankbar sein sollten.