Eine Weltregierung unter dem „Friedefürsten“
WAS hältst du von einer Weltregierung? Heute interessieren sich immer mehr Leute für eine solche Regierung. Aus welchem Grund?
Furcht ist bei vielen der Hauptgrund. Allein die Vernunft sagt uns, daß es bei so vielen politischen Systemen, die unter sich uneins und zum Teil nicht zur Zusammenarbeit bereit sind, zu Leistungsunfähigkeit, Vergeudung und zu unangenehmen Schwierigkeiten kommen muß. Daher begann man schon „in den 1300er Jahren, von einer Weltregierung zu träumen“ (The World Book Encyclopedia, Ausg. 1970, Bd. 20, S. 363). Doch erst der Schock, den der Erste Weltkrieg hervorrief, veranlaßte die Menschen, ernsthaft an eine Weltregierung zu denken. Die Gründung des Völkerbundes nach dem Kriegsende war der erste Schritt in diese Richtung. Im Zweiten Weltkrieg brach der Völkerbund jedoch zusammen. Die Schrecken dieses Krieges und die Möglichkeit eines totalen Krieges mit modernen Waffen veranlaßten verschiedene Regierungen, im Jahre 1945 die Vereinten Nationen zu gründen.
Heute sehen sich die Menschen neuen Gefahren gegenüber. Die Landesgrenzen bieten keinen Schutz vor der zunehmenden Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung. Eine Wirtschaftskrise kann den Zusammenbruch der voneinander abhängigen Wirtschaftssysteme vieler Länder herbeiführen und Armut und Hungersnot zur Folge haben.
Würdest du eine Weltregierung, die diese Probleme lösen und einen dauerhaften Frieden und wahre Sicherheit herbeiführen könnte, begrüßen? Können wir mit Recht auf eine solche Regierung hoffen?
WARUM MENSCHEN KEINE WELTREGIERUNG ZUSTANDE GEBRACHT HABEN
Der Völkerbund war keine Weltregierung. Auch die Vereinten Nationen sind keine Weltregierung. Warum nicht? Weil so, wie die Furcht die Nationen veranlaßt, eine Weltregierung anzustreben, die Furcht sie auch davon zurückhält, ihre Macht abzutreten, wodurch eine solche Regierung erst möglich würde. Eine Nation mißtraut der anderen. Man befürchtet, daß — ganz gleich, wer diese Regierung bilden würde — sich die Regierenden früher oder später von eigennützigen Interessen leiten lassen würden.
In der erwähnten Enzyklopädie heißt es in dem Artikel „Weltregierung“: „Bei den Problemen, die gelöst werden müßten, ginge es unter anderem darum, Männer zu finden, die in einer Weltregierung die Führung übernehmen könnten, ferner darum, zu verhüten, daß diese Regierung eine Willkürherrschaft wird, und darum, Bürgerkriege, die oft blutiger sind als internationale Kriege, zu vermeiden.“
Wem würdest du zum Beispiel die führende Stellung in einer Weltregierung anvertrauen? Gibt es heute Staatsführer, die ihr Amt so hervorragend ausüben, daß sie sich für eine solch verantwortungsvolle Stellung eignen würden — Männer, die niemand bevorzugen und völlig selbstlos sind, die Recht und Gerechtigkeit üben, weise Männer, die imstande sind, Probleme zu lösen?
WOHER EINE WELTREGIERUNG ZU ERWARTEN IST
Eine Weltregierung ist mit Sicherheit zu erwarten. Sie wird aber weder von einem Menschen noch von irgendwelchen Staatsregierungen herbeigeführt werden. Nach der Bibel hat Jehova Gott eine Weltregierung verheißen. Er hat die Notwendigkeit einer solchen Regierung, lange bevor der Mensch davon zu „träumen“ begann, vorausgesehen. Heute, Jahrtausende danach, sieht sich der Mensch schließlich der unbestreitbaren Tatsache gegenüber, daß der Planet Erde und seine Bewohner eine leistungsfähige und einheitliche Regierung dringend benötigen. Wäre es angesichts der heutigen Weltlage vernünftig, es abzulehnen, die Verheißung der Bibel zu betrachten?
Vor über 2 700 Jahren sagte der Prophet Jesaja das Kommen dessen voraus, der das Haupt dieser Weltregierung sein wird. „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott, Ewigvater, Friedefürst. Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Throne Davids und über sein Königreich, um es zu befestigen und zu stützen durch Gericht und durch Gerechtigkeit, von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer Jehovas der Heerscharen wird dieses tun.“ (Jes. 9:6, 7, Fußnote) Dieser verheißene Herrscher ist Christus Jesus, der Sohn Gottes. Die Macht zu regieren wird ihm nicht von einer Landes- oder Staatsregierung verliehen, sondern von Gott, dem höchsten Souverän selbst.
EIGENSCHAFTEN DES „FRIEDEFÜRSTEN“
Kannst du einer Weltregierung, an deren Spitze Christus Jesus steht, rückhaltlos vertrauen, ja kannst du zuversichtlich hoffen, daß sie — nicht eine von Menschen gebildete Staatsregierung — die Voraussetzungen für ein Leben in Frieden und Sicherheit schaffen wird? Natürlich kannst du dieses Vertrauen und diese Hoffnung nur haben, wenn du etwas über Jesus Christus weißt, wenn du den Bericht über sein Leben liest, wenn du erfährst, was er gesagt und getan hat, welchen Einfluß seine Lehren auf andere ausgeübt haben und was für Personen seine Jünger durch seine Lehren wurden. Hast du dich je damit befaßt?
Wäre Ehrlichkeit nicht eine der wichtigsten Eigenschaften, die man beim Haupt einer Weltregierung oder überhaupt bei jedem Regierungsoberhaupt suchen würde? Jesus war dafür bekannt, daß er stets ungeschminkt die Wahrheit sagte; darum beabsichtigten die heuchlerischen geistlichen Führer der damaligen Zeit, ihn zu töten, und aus diesem Grund erfüllten die politischen Machthaber auch ihren Wunsch. Wahrheitsliebende Personen dagegen liebten ihn und wurden seine Jünger. — Joh. 8:40, 44-47; 18:37.
Gerechtigkeit, Unparteilichkeit und Weisheit — welch vorzügliche Eigenschaften für einen Herrscher! Christus Jesus verkehrte mit Armen und Reichen; er bevorzugte weder die einen noch die anderen. Er hatte für alle die gleiche Botschaft. — Luk. 5:29-32; 7:36; 14:1; 19:1-6.
Lies, was die Bibel über ihn berichtet, und du wirst sehen, daß er mitfühlend, voll inniger Zuneigung und rücksichtsvoll war. (Matth. 9:36, 14:14; Mark. 6:31-34; Luk. 7:11-15; 9:10, 11) Er war nicht anmaßend und auch nicht hochmütig. — Matth. 11:28-30.
Die verheißene Weltregierung unter diesem Friedefürsten wird ihre Macht nun in kurzem auf der ganzen Erde geltend machen. Angesichts der besorgniserregenden Lage der Menschheit ist es dafür höchste Zeit. Bereits ist dem auferstandenen und verherrlichten Jesus Christus „alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden“. (Matth. 28:18) Seine Herrschaft wird befestigt sein und „durch Gericht und durch Gerechtigkeit“ gestützt werden, und zwar nicht nur für einige Jahre, sondern „bis in Ewigkeit“! Es fragt sich nur, ob wir dann Untertanen, ja „Kinder“ dieses „Ewigvaters“ sein werden.
Obwohl Christus Jesus ein „starker Gott“ ist, wird er niemand zwingen, unter seiner Weltregierung zu leben. Er wird aber auch nicht zulassen, daß Personen auf Erden am Leben bleiben, die nicht Gerechtigkeit, Wahrheit und Recht lieben, kurz gesagt, die keine Liebe zu Jehova Gott, seinem Vater, und zu ihrem Nächsten haben.
Heute treten schon über eineinhalb Millionen Zeugen Jehovas öffentlich für die Weltregierung unter dem Friedefürsten ein. Versammle dich mit ihnen in ihrem Königreichssaal, und du wirst erfahren, was du tun mußt, um ebenfalls hoffen zu können, unter seiner Weltregierung zu leben.