Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • g97 8. 9. S. 20-21
  • Das Sudeck-Syndrom — Eine rätselhafte, schmerzhafte Krankheit

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Das Sudeck-Syndrom — Eine rätselhafte, schmerzhafte Krankheit
  • Erwachet! 1997
  • Ähnliches Material
  • Der Kampf, mit dem Sudeck-Syndrom zu leben
    Erwachet! 1997
  • Leserbriefe
    Erwachet! 1998
  • Der Schmerz, der nicht mehr sein wird
    Erwachet! 1994
  • Ein schmerzfreies Leben auch für dich
    Erwachet! 1978
Hier mehr
Erwachet! 1997
g97 8. 9. S. 20-21

Das Sudeck-Syndrom — Eine rätselhafte, schmerzhafte Krankheit

Von unserem Korrespondenten in Kanada

DAS Sudeck-Syndrom ist „eines der rätselhaftesten, schmerzhaftesten und möglicherweise eines der kräftezehrendsten Syndrome in der Medizin“, schrieb Allison Bray in der Zeitung Winnipeg Free Press. „Oft wird es einfach deshalb nicht erkannt, weil man die Krankheit nicht richtig versteht“, sagte die Patientin Anna Alexander gemäß dem British Medical Journal. In derselben Zeitschrift hieß es, daß das Sudeck-Syndrom bei Kindern wahrscheinlich häufig falsch diagnostiziert wird. Jahrelang dachten Ärzte sogar, die Schmerzen seien psychisch bedingt oder psychosomatischer Natur.

Wer an dieser mysteriösen Krankheit leidet, hat rasende Schmerzen, weiß aber mitunter gar nicht, was der Auslöser für diese Qualen gewesen sein könnte. Sarah Arnold schrieb in der Publikation Accent on Living: „Ursache der Krankheit ist eine Verletzung oder eine Wunde in einer Körperregion, die reich an Nervenendigungen ist, wie zum Beispiel Hände oder Füße. Die Verletzung kann von etwas so Simplem wie einem Nadelstich herrühren oder von etwas so Komplexem wie einer Operation. Das erste Anzeichen der Krankheit sind anhaltende Schmerzen, die stärker sind als die Schmerzen bei der Verletzung. Die Symptome sind heftige, brennende, lokal begrenzte Schmerzen, starke Temperatur- und Lichtempfindlichkeit, Veränderungen an der Behaarung und an den Nägeln und eine veränderte Hautfarbe.“

Die Krankheit durchläuft mehrere Stadien. Am Anfang schwillt die betroffene Region an und rötet sich, und es wachsen Haare, wo vorher kein Haarwuchs zu sehen war. Das kann ein bis zwei Monate andauern. Danach wird die Stelle bläulich und kalt, und die Bänder und Gelenke werden steifer und schmerzen stärker. Es kann zu Osteoporose kommen. Schließlich bilden sich die betroffenen Muskeln zurück, die Sehnen ziehen sich zusammen, und die Extremität verkümmert.

Nach Ansicht von Dr. Howard Intrater, Leiter der Schmerzklinik am Medizinischen Forschungszentrum von Winnipeg, lassen sich irreversible Schäden abwenden. Der Sympathikus müsse daran gehindert werden, Schmerzsignale auszusenden.a Die Winnipeg Free Press berichtete, daß „es ein breites Spektrum von Therapien gibt: Elektrostimulation, Betablocker, Epiduralstimulatoren (eine Elektrode wird im Rückenmark implantiert, um die betroffene Region zu stimulieren) bis hin zur Sympathikusblockade durch Injektionen“. Physiotherapie und Akupunktur werden angewandt, um den Schmerz zu lindern und die Beweglichkeit zu erhöhen. Dem British Medical Journal zufolge „besteht eine erfolgreiche Therapie aus einer Kombination von elektrischer Nervenstimulation, medikamentöser Sympathikusblockade, Psychotherapie und intensiver Physiotherapie“.

Eine frühzeitige Diagnose ist offensichtlich von Vorteil. Allerdings sagten Ärzte gemäß dem American Journal of Sports Medicine, daß die Ergebnisse bei Patienten, die zum Zeitpunkt der Diagnose weniger als 6 Monate Symptome aufwiesen, gegenüber den Ergebnissen bei Patienten, die seit 6 bis 12 Monaten oder sogar seit mehr als 12 Monaten Symptome hatten, „fast identisch waren. Dies widerspricht der gängigen Meinung, wonach Symptome, die länger als 1 Jahr angedauert haben, bevor die Behandlung einsetzt, eine schlechte Prognose nahelegen.“

Es bleibt zu hoffen, daß das Sudeck-Syndrom mit zunehmenden medizinischen Erkenntnissen an Rätselhaftigkeit verliert und sich erfolgreicher behandeln läßt.

[Fußnote]

a Das Thema Schmerzen wurde in der Erwachet!-Ausgabe vom 22. Juni 1994, betitelt „Ist ein Leben ohne Schmerzen möglich?“, eingehend behandelt.

    Deutsche Publikationen (1950-2026)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2026 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen