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Erwachet! 1984
g84 22. 1. S. 3

Zehn Millionen Flüchtlinge — Wer nimmt sie auf?

TRAN ist Mathematiklehrer. Jetzt kämpft er mit 1 900 anderen in einem überfüllten thailändischen Flüchtlingslager ums Überleben. „Die größten Probleme sind die mangelhafte Ernährung und das Fehlen sanitärer Einrichtungen“, sagte der 27jährige Lehrer.

Alan gehört zu einer anderen Art von Flüchtlingen. Er ist wegen der zerrütteten Wirtschaft und des autoritären Regimes in seiner Heimat, einer Insel in der Karibik, von zu Hause weggegangen. Die über 1 000 Kilometer weite Reise in die Vereinigten Staaten war ein gefährliches Abenteuer, das in einem Durchgangslager endete.

Seit dem Zweiten Weltkrieg haben weit über 40 Millionen Menschen Haus und Hof verlassen müssen. Manche dieser Flüchtlinge haben mühsam glühendheiße Wüsten durchquert, sich einen Weg durch Urwalddickicht geschlagen oder in kleinen, zerbrechlichen Booten die Überfahrt auf dem sturmgepeitschten Meer gewagt. Tausende sind auf der Flucht umgekommen. Weitere Tausende wurden in Lager gepfercht, die eine erschreckende Ähnlichkeit mit den Konzentrationslagern hatten. Nach kompetenten Schätzungen hat die Zahl der Flüchtlinge 1982 in der ganzen Welt weit über zehn Millionen betragen.

Bisher hat die Welt kaum auf diese furchtbare Realität reagiert. Die Bemühungen, die Not zu lindern, werden durch geringe finanzielle Mittel und durch politische Realitäten stark behindert. Auch gibt es keine Garantie dafür, daß das Land, in das die Flüchtlinge fliehen, ihnen Asyl gewährt, obschon es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heißt, daß jeder Mensch das Recht habe, „in anderen Ländern vor Verfolgungen Asyl zu suchen und zu genießen“.

Außerdem gelten nicht alle als legitime Flüchtlinge, sondern nur Personen, die aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen verfolgt wurden und deshalb ihren Heimatstaat verlassen haben. Das bedeutet, daß diejenigen, die ihrem Land aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen einer Naturkatastrophe den Rücken kehren, nicht als Flüchtlinge anerkannt werden, sondern mit dem abwertenden Ausdruck „illegale Ausländer“ bedacht werden.

Wer also nimmt die Heimatlosen der Welt auf? Kaum jemand. Flüchtlinge in ein ihnen fremdes Land, dessen Sprache sie nicht verstehen und dessen Kultur sie nicht kennen, zu integrieren kann für alle Beteiligten ein traumatisches Erlebnis sein. Viele Flüchtlinge verfügen auch nicht über die Ausbildung, die erforderlich wäre, um eine Arbeit zu finden. Und den Flüchtlingen, die eine Stelle gefunden haben, wirft die einheimische Bevölkerung oft vor, sie hätten ihr die Arbeitsplätze weggenommen. Die meisten ziehen es deshalb vor, die Augen vor der Not der Flüchtlinge zu verschließen und sie als ein Problem der staatlichen Bürokraten anzusehen. Wie wir jedoch feststellen werden, darf die Flüchtlingsfrage nicht ignoriert werden.

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