Känguruhratten
DIE Känguruhratten im Gebiet von Morro Bay (Kalifornien) zählen jetzt zu den gefährdeten Tierarten. Sie leben in der Wüste, verschlafen die heiße Zeit in ihren kühlen Höhlen und gehen nachts auf Futtersuche. Sie packen ihre Backentaschen mit Samen voll und lagern sie in unterirdischen Kammern. Die trockenen Samen liefern ihnen das nötige Wasser: Wenn das Futter durch den Verdauungsprozeß chemisch aufgespalten wird, bildet sich Wasser, indem Wasserstoffatome an Sauerstoffatome gebunden werden. Sie können existieren, ohne zu trinken. Ihre Nieren sind in der Lage, das Wasser zurückzuhalten. Diese kleinen Eichhörnchen ähnlichen Nagetiere (mit Ratten haben sie überhaupt nichts zu tun) haben sehr lange Hinterbeine, mit denen sie fünf Meter in der Sekunde davonhüpfen können; bei einem Sprung durch die Luft erreichen sie eine Höhe, die dem Neunfachen ihrer Körperlänge entspricht. Aber diese faszinierenden Geschöpfe Gottes sterben im Gebiet von Morro Bay allmählich aus. Durch den menschlichen „Fortschritt“ wird ihr Lebensraum nach und nach zerstört.