Petra – die Hauptstadt der Nabatäer
Die Fotos zeigen die Ruinen von Petra südlich vom Toten Meer (im heutigen Jordanien). Petra war die Hauptstadt des Nabatäerkönigs Aretas IV., der von etwa 9 v. u. Z. bis 40 u. Z. regierte. (Siehe Anh. B10 und B13.) Er wird in 2Ko 11:32 erwähnt. (Siehe Anm.) Damals war Petra bereits seit Jahrhunderten die Hauptstadt der Nabatäer, eines arabischen Stammes. Trotz ihrer abgeschiedenen Lage in der Wüste war die Stadt sehr wohlhabend und kam auch unter griechisch-römischen Einfluss. Davon zeugen noch heute ihre Ruinen. In einem Talkessel gelegen und von steilen Bergen umgeben, war Petra praktisch uneinnehmbar. Wohnungen, Grabmäler, Tempel und sogar ein Theater waren in das massive Gestein gehauen. Die rötlichen Sandsteinfelsen eigneten sich gut für diese außergewöhnliche Bauweise. Manche Gebäude hatten kunstvoll gearbeitete Fassaden. Um die Versorgung mit Wasser zu gewährleisten, sammelte man es zu Regenzeiten über ein besonderes System von Kanälen, Wasserbecken und Zisternen. Petras günstige Lage an Karawanenstraßen trug erheblich dazu bei, dass der Handel florierte und die Stadt immer wohlhabender wurde. Noch im 1. Jh. handelten die Einwohner mit Luxuswaren wie Weihrauch und Myrrhe.
Bildnachweis:
Manfred Thürig/Alamy Stock Photo; Norimages/Alamy Stock Photo; Gábor Kovács/Alamy Stock Photo
Bibeltext(e):