Der Codex Sinaiticus und der Schluss des Markusevangeliums
Der Codex Sinaiticus ist eine griechische Pergamenthandschrift aus dem 4. Jh. Er enthält die gesamten Christlichen Griechischen Schriften sowie Teile der Septuaginta, einer griechischen Übersetzung der Hebräischen Schriften. Bibelwissenschaftler betrachten den Codex Sinaiticus als eines der maßgebenden Manuskripte, die zur Rekonstruktion des Bibeltextes in Griechisch herangezogen werden. Bis Mitte des 19. Jh. befand sich der Codex im Katharinenkloster am Fuß des Sinai. Ein Großteil des Manuskripts wird heute in der British Library in London aufbewahrt, auch der hier abgebildete Auszug mit dem Ende des Markusevangeliums (1) und dem Anfang des Lukasevangeliums (2). Im Codex Vaticanus, einem ähnlich maßgebenden Manuskript aus dem 4. Jh., endet das Markusevangelium ebenfalls mit den Worten, die in heutigen Bibeln in Markus 16:8 zu finden sind. (Siehe Anm. zu Mar 16:8.)
Bildnachweis:
© The British Library Board, Add. 43725, f.228
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