Brief des Zweigbüros
Liebe Königreichsverkündiger!
Wir alle haben wirklich Grund, uns über die Erkenntnis der Wahrheit zu freuen. Da die wahre Anbetung große Freude bereitet, mögt Ihr überrascht gewesen sein, zu erfahren, daß trotz der Tatsache, daß sich in der Bundesrepublik während des vergangenen Dienstjahres 3 324 Personen taufen ließen, jeden Monat im Durchschnitt 1 079 Personen weniger über ihren Predigtdienst berichteten.
Das mag Euch Grund zur Besorgnis gegeben haben, die wir mit Euch teilen. Zweifellos spielen bei dem Rückgang mehrere Faktoren eine Rolle. Einige Verkündiger mögen von dem Strudel einer materialistischen Lebensweise oder von den Sorgen des Lebens mitgerissen worden sein. Hohes Alter oder Gebrechlichkeit mag einen Einfluß darauf haben, wieviel jemand tun kann.
Wir sollten uns jedoch selbst überprüfen. Haben wir dieselbe Liebe zur Wahrheit wie zuerst? (Offb. 2:4). Jesus Christus sagte: ‘Aus der Fülle des Herzens redet der Mund’ (Luk. 6:45). Könnte es also sein, daß einige von uns nicht mehr regelmäßig in Gottes Wort lesen und darüber nachsinnen? Die Ältesten unter uns sollten sich insbesondere fragen, ob sie ein Vorbild im Zeugnisgeben sind und ob in der Versammlung gute Vorkehrungen für den Predigtdienst getroffen worden sind.
Es gibt allerdings einige ermutigende Anzeichen. Die Zahl der verbreiteten Broschüren und der Abonnements lag im Dezember 1977 höher als im selben Monat des Vorjahres. Auch die Bibelstudien steigen wieder an.
Es gibt viel zu tun. An unserem Auftrag, Jünger zu machen, hat sich nichts geändert (Matth. 28:19, 20). Der „Große Evangeliumsverkündiger“ unterstützt immer noch das Predigen der „guten Botschaft“, und wir haben das Vorrecht und die Freude, zu seiner Ehre und zum Segen anderer Menschen mit ihm in diesem Werk zusammenzuarbeiten.
Eure Brüder
ZWEIGBÜRO WIESBADEN