Kinder in steriler Umwelt
DURCH die moderne Gesellschaft ist aus der einst fruchtbaren Umwelt für das Aufwachsen von gesunden Kindern nach und nach eine sterile Umwelt geworden, sagte Professor Edward A. Wynne von der Staatsuniversität von Illinois (USA). Die Schuld gibt er dem extremen Individualismus, dem Wohlstand und dem Versagen der Religionen. „Es ist verständlich, warum manche Eltern entrüstet sind“, erklärte Professor Wynne im Wall Street Journal. „Manche schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, und selbst tüchtige Ehepaare nehmen sich vor, erst später oder gar keine Kinder großzuziehen.“ Er rät zu Gegenmaßnahmen, wie zum Beispiel, daß Ehepaare sich ernstlich zu einer richtigen Kindererziehung verpflichtet fühlen sollten, was die Zugehörigkeit zu einer Religion einschließen kann, die zur Einheit der Familie ermuntert und von ihren Mitgliedern aktive Anteilnahme erwartet, und daß sie Liebe mit Zucht verbinden und Bestrebungen aufgeben sollten, die nur dem Prestige dienen.
Die Bibel hob dieses Erfordernis schon vor Jahrhunderten hervor. Sie rät Eltern: „Zieht sie [die Kinder] auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn“ (Epheser 6:4, Elberfelder Bibel, 1975). Gottes Wort enthält auch die Aufforderung: „Versammle das Volk, die Männer und die Frauen und die Kleinen ..., damit sie hören und damit sie lernen mögen“ (5. Mose 31:12). Die konsequente Anwendung dieser Grundsätze wird Familien gewiß helfen, dem Sog der modernen Gesellschaft entgegenzuwirken.