Königreichsverkündiger berichten
Weltweite Königreichsmehrung
TREFFEND beschrieb der Prophet Jesaja die Ausdehnung der Königreichsinteressen in unseren Tagen, als er sagte: „Für die Fülle der fürstlichen Herrschaft [Christi] und den Frieden wird es kein Ende geben“ (Jesaja 9:7). Die Berichte aus den über 200 Ländern, in denen Jehovas Zeugen die gute Botschaft predigen, zeigen, wie Jehova das Werk gesegnet hat. Folgende Äußerungen erreichten uns aus verschiedenen Teilen der Erde.
◻ Afrika: Aus dem Zweigbüro in Senegal wird berichtet, daß „man im gegenwärtigen Dienstjahr wiederum Jehovas reichen Segen erfahren hat“. Auf der Insel Mauritius begann das Werk im Jahre 1951. 1964 gab es dort 100 Verkündiger und 1984 bereits 679. Ghana berichtet, daß sich in diesem Land die Zahl der Zeugen von 30 im Jahre 1938 bis heute auf 25 755 erhöht hat. Auch das Pionierwerk geht in Afrika gut voran. Eine Pionierin in Sierra Leone gibt als Grund, warum sie im Vollzeitdienst steht, folgendes an: „Ich habe mir den Pionierdienst erwählt, weil der Besuch einer höheren Schule oder einer Universität eine Verschwendung wertvoller Zeit wäre, die man besser dazu nutzen kann, aufrichtigen Menschen zu helfen, eine genaue Erkenntnis über Jehova und seinen Sohn Jesus Christus zu erlangen, bevor das Ende kommt.“ Die vor kurzem in Südafrika abgehaltenen Kongresse offenbarten unsere Einheit. Das dortige Zweigbüro der Watch Tower Society schrieb: „1984 hielten wir die ersten völlig gemischtrassischen Kongresse in unserem Land ab ... Die nicht nach Rassen getrennte Taufe von 343 Personen war ein herausragendes Beispiel für die Einheit unter Jehovas Schafen in diesem Vielvölkerstaat.“ In Simbabwe nahm ein Kommunalpolitiker die Wahrheit an und erklärte seinen Austritt aus der Partei. „Dies verursachte große Unruhe, und die Angelegenheit wurde während des Besuchs eines Funktionärs bei einer öffentlichen Veranstaltung zur Sprache gebracht. Als man den Funktionär fragte, was man mit diesem Mann tun solle, sagte er: ‚Gar nichts. So machen es die Zeugen in der ganzen Welt. Wenn er Parteimitglied bliebe, wäre er kein echter Zeuge Jehovas.‘“
◻ Asien und der pazifische Raum: In Japan herrscht weiterhin ein hervorragender Pioniergeist. Im Mai standen 40 % aller Verkündiger im Vollzeitdienst. Das philippinische Zweigbüro berichtet, daß es jeden Monat nahezu 200 neue Pioniere ernannt hat. Aus Australien hört man, daß „der Pioniergeist in diesem Jahr wirklich hervorragend war“. Indien erhielt neue Zweiggebäude; es wurde auch eine Höchstzahl von 6 506 Verkündigern erreicht. 14 Kongresse wurden in Englisch abgehalten; 7 weitere wurden zum ersten Mal in den Landessprachen durchgeführt. Über 9 000 Personen waren anwesend, und 246 wurden getauft. Wir freuen uns, eine solche Mehrung in diesem riesigen Land zu sehen. Ausdehnung ist auch in Korea zu beobachten. 1982 wurde ein neues Zweigbüro der Bestimmung übergeben, aber jetzt ist es schon wieder zu klein. Daher wurde die Bautätigkeit wiederaufgenommen, um die Grundfläche zu verdoppeln. Die allgemeinen Pioniere verzeichneten einen Zuwachs um 56 %. In Westsamoa wurde ein neues Zweigbüro eröffnet, damit für die Bedürfnisse der Menschen in dieser Region besser gesorgt werden kann. So wird Jehovas „Feld“ in Asien und im pazifischen Raum abgeerntet.
◻ Europa: Die Königreichsmehrung in Europa ist offensichtlich. Aus Portugal erfahren wir: „An allen Fronten gab es eine ‚Explosion‘ des Interesses. Kaum ist eine Höchstzahl erreicht, wird sie im folgenden Monat schon wieder übertroffen.“ Eine ähnliche Empfindung gibt der Bericht aus Belgien wieder, wenn dort gesagt wird: „Überall gibt es Ausdehnung.“ In Selters (Deutschland) wurde das zweitgrößte Zweigbüro der Welt der Bestimmung übergeben. Dieser Feier wohnten mit einer Ausnahme alle Glieder der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas bei. Ein Bruder fühlte sich bewogen, folgendes zu schreiben: „Könnt Ihr Euch vorstellen, was wir fühlten, als wir nach 60 Jahren des Dienstes — von denen wir aufgrund von zwei Verfolgungswellen 20 Jahre im Gefängnis verbrachten — an diesem wunderbaren geistigen Festmahl in einem geistigen Paradies teilnehmen durften?“
◻ Nord- und Südamerika: Kanada erlebte ein Jahr herausragender Mehrung, denn 80 939 berichteten über ihren Dienst. Das Zweigbüro dort gab folgenden Kommentar: „Es ist sehr ermutigend, daß wir trotz des wachsenden Drucks und der Verlockungen einer verderbten Welt ... eine solche wunderbare Zunahme haben. Dies bildet eine Parallele zu der erstaunlichen Ausdehnung des frühen Christentums während der letzten Tage des im Verfall begriffenen Römischen Reiches (2. Timotheus 3:1-5).“ Belize (Mittelamerika) berichtet, daß einer der Höhepunkte des Jahres eine „Exkursion zu den Dörfern der Mayaindianer im Süden des Landes war. Um diese abgelegenen Dörfer (12 an der Zahl) zu erreichen, mußte man 180 km auf Dschungelpfaden zurücklegen.“ Zwölf Brüder begaben sich auf diese Reise, ausgerüstet mit Rucksäcken und Aktentaschen, einem 6-Volt-Diaprojektor und Motorradbatterien. Sie zeigten Lichtbilder über das weltweite Königreichswerk für Jehova. Ein Anwesender, der nie zuvor Lichtbilder gesehen hatte, beschrieb sie als „große Bilder an der Wand mit hellem Licht“. Die Verkündigerzahl in Mexiko wuchs von 81 im Jahre 1931 auf 151 807 im Jahre 1984 an (16 Prozent Zunahme während des Dienstjahres), und 695 769 wohnten dem Gedächtnismahl bei. Die Vereinigten Staaten hatten mit 690 830 Verkündigern eine großartige neue Höchstzahl.
Die Königreichsmehrung setzt sich weltweit fort (Jesaja 60:22).