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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1983
w83 1. 6. S. 30-31

Fragen von Lesern

■ Wie sollten wir uns gegenüber kommunalen Angelegenheiten oder sozialen Fragen (z. B. Umweltschutzproblemen) verhalten, da Jesus doch gesagt hat, Christen sollten „kein Teil der Welt“ sein?

Christen sind gegenüber kommunalen Angelegenheiten, die die Bevölkerung im allgemeinen betreffen — auch Umweltverschmutzung und Umweltschutz —, nicht blind. Inwieweit sie sich aber damit befassen, sollte in Übereinstimmung mit der Bibel und ihrer vorrangigen Verpflichtung gegenüber Gott entschieden werden.

Jehova ist an der Sicherheit und Gesundheit der Allgemeinheit interessiert, was die Gesetze, die er dem Volk Israel gab, deutlich erkennen lassen. Zum Beispiel sollten gefährliche Haustiere in Gewahrsam gehalten und offene Gruben zugedeckt werden; Dächer mußten mit einem Geländer versehen werden, um zu verhüten, daß jemand herabfiel und daß Vorübergehende gefährdet wurden (2. Mose 21:28-34; 5. Mose 22:8). Sein Interesse an der Gesundheit des Volkes ist klar ersichtlich aus den Quarantänegesetzen und den Vorschriften über die Beseitigung von Exkrementen, die das Trinkwasser hätten verseuchen und so zur Ausbreitung von Krankheiten hätten beitragen können (3. Mose 13:1-59; 5. Mose 23:9-14). Was Umweltverschmutzung und Umweltschutz betrifft, sagt uns Gottes Wort, daß er ‘die verderben wird, die die Erde verderben’ (Offenbarung 11:18).

Es gilt jedoch zu beachten, daß Gott seinen Dienern — Israeliten und Christen — nicht den Auftrag gab, für Verbesserungen auf diesem Gebiet zu werben. Die Juden wurden nicht aufgefordert, unter den umliegenden Nationen einen Feldzug zur Verbesserung der hygienischen Verhältnisse oder zur Einführung besserer Gesundheits- oder Bauvorschriften durchzuführen. Es liegen auch keine Beweise dafür vor, daß sie (oder später die Christen) dies taten, als sie in anderen Ländern wohnten. Gott sagte, ER werde gegen die vorgehen, die die Erde verderben; er deutete mit keinem Wort an, daß dies für ‘seine Sklaven, die Propheten, die Heiligen und die, die seinen Namen fürchten, die Kleinen und die Großen’, eine wichtige Aufgabe sein werde (Offenbarung 11:18).

Selbstverständlich sind sich Christen dessen bewußt, daß es Möglichkeiten gäbe, das Leben für sie und ihre Mitmenschen zu verbessern. Sie sind menschlichen Bedürfnissen gegenüber nicht blind. Sie schätzen „Menschenfreundlichkeit“ und pflegen diese Eigenschaft. (Vergleiche Apostelgeschichte 28:2, 7-9; Markus 7:24-30.) Das mag ihre Handlungsweise beeinflussen, wenn es um die Entscheidung gewisser Fragen im Zusammenhang mit Verbesserungen innerhalb der Gemeinde geht. Zum Beispiel könnten die Bewohner einer Gegend nach ihrer Meinung über die Notwendigkeit einer besseren Straßenbeleuchtung oder Straßenbeschilderung, neuer Schulen oder einer besseren Wasserversorgung und Kanalisierung befragt werden. Im allgemeinen wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Christ seine Meinung über solche Verbesserungen äußern würde. Er mag es sogar angebracht finden, in diesem Zusammenhang ein Gesuch oder eine Petition zu unterschreiben.

Christen sollten aber nicht übersehen, daß wichtige kommunale Angelegenheiten oft zu politischen Streitfragen werden. Gewisse Gruppen beginnen, zu politischen Mitteln Zuflucht zu nehmen, um die Änderungen herbeizuführen, die sie in aller Aufrichtigkeit für das Beste halten. Oder ein Politiker (oder Wahlkandidat) tritt für eine solche Streitfrage ein. Dann gruppieren sich die einzelnen um bestimmte politische Meinungen oder schließen sich den ‘Herrschern dieses Systems der Dinge an, die zunichte werden’ (1. Korinther 2:6, 8; Offenbarung 19:17, 18). Würde das im Falle eines Angehörigen der Christenversammlung geschehen, könnte es so weit kommen, daß Jesu Beschreibung nicht mehr auf ihn passen würde: „Wenn ihr ein Teil der Welt wäret, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt.“ Christus sagte von seinen Jüngern ausdrücklich: „Sie sind kein Teil der Welt, so, wie ich kein Teil der Welt bin“ (Johannes 15:19; 17:16).

Gewisse Probleme mögen in der Gegend, in der wir wohnen, noch keinen politischen Charakter angenommen haben, oder die Bevölkerung mag versuchen, sie unpolitisch zu lösen. Es könnte sich dabei um die Eindämmung der Umweltverschmutzung handeln, um die Erhaltung der Wasservorräte und der Bodenschätze oder die Bewahrung von Naturschutzgebieten. Man mag diese Bestrebungen für gut halten und denken, Gott sei auch dafür. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, daß das Werk, auf das sich Christen gemäß dem Auftrag Jehovas konzentrieren sollten, darin besteht, die gute Botschaft vom Königreich zu verbreiten, das Millionen von Menschen in der ganzen Welt ewige Segnungen bringen wird (Matthäus 24:14; 28:19, 20). Die Beteiligung an diesem Werk bewahrt uns davor, für gewisse Ideen zu werben, für die sich viele mit großer Begeisterung einsetzen.

Es ist eine Tatsache, daß diese menschlichen Bestrebungen niemals zu den weitreichenden und anhaltend guten Ergebnissen führen können wie das Bemühen, Menschen zu helfen, Gottergebenheit zu entwickeln, die „für alle Dinge nützlich [ist], da sie eine Verheißung auf gegenwärtiges und künftiges Leben hat“ (1. Timotheus 4:8). Ja, sogar vom Standpunkt der Nützlichkeit aus können wir am meisten Gutes bewirken, wenn wir anderen helfen, echte Christen zu werden. Wir können ihnen dadurch helfen, gesundheitsschädigende Gewohnheiten zu meiden. Auch können wir ihnen beim Anwenden biblischer Grundsätze behilflich sein und so dazu beitragen, daß sie für ihre Gemeinde zu wertvolleren Bürgern werden. Ein noch größerer Segen besteht darin, daß unsere Bemühungen es ihnen ermöglichen, ‘das wirkliche Leben fest zu ergreifen’ (1. Timotheus 6:19). Daraus werden sie mit größerer Sicherheit Nutzen ziehen als aus den Ergebnissen, die durch soziale oder kommunale Bestrebungen erzielt werden mögen. Und was uns als Christen betrifft, so werden wir dadurch, daß wir uns von dem Werk, das uns Gott aufgetragen hat, nicht ablenken lassen, Jehova gehorchen, dem ‘jede Familie nicht nur ihren Namen verdankt’, sondern auch Gesundheit und eine verheißungsvolle Zukunft (Epheser 3:15).

■ Was bedeuten die Worte des Paulus aus 1. Korinther 14:36: „Ist das Wort Gottes etwa von euch ausgegangen, oder hat es etwa nur euch erreicht?“?

Im wesentlichen versuchte der Apostel Paulus, den Korinthern erkennen zu helfen, daß sie in der Versammlung keine neuen Verfahrensweisen einführen sollten. Dieser Rat war angebracht; das geht aus dem hervor, was Paulus zuvor schrieb.

In den frühen Tagen des Christentums sorgte Gott für Wundergaben des Geistes, wie das Prophezeien und das Zungenreden (1. Korinther 12:4-11). Einige in Korinth hatten solche Gaben, gebrauchten sie aber auf eine Weise, die Unordnung bewirkte. Zum Beispiel redeten sie in Zungen, wenn niemand anwesend war, der die Wundergabe des Übersetzens hatte. Paulus argumentierte: „Wie wird derjenige, der den Platz des gewöhnlichen Menschen einnimmt, ... das Amen sagen, da er nicht weiß, was du sagst?“ Anwesende Ungläubige hätten sogar denken können, die in Zungen Redenden seien von Sinnen (1. Korinther 14:13-16, 22, 23).

Verwirrung wurde auch dadurch geschaffen, daß mehrere zur gleichen Zeit redeten. Paulus ermahnte sie: „Wenn jemand in einer Zunge redet, so laßt dies auf höchstens zwei oder drei beschränkt sein, und das nacheinander.“ Und diejenigen, die durch den Geist veranlaßt wurden zu prophezeien, sollten dies in beschränktem Maße tun, und zwar ‘einer nach dem anderen’. Das entsprach dem Umstand, daß Gott nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens ist (1. Korinther 14:27-33).

Ein weiteres Problem scheint darin bestanden zu haben, daß Frauen in Zusammenkünften redeten. Dabei kann es sich nicht lediglich um die Beantwortung einer Frage oder das Erzählen einer Erfahrung gehandelt haben. Anscheinend suchten einige Frauen in den Zusammenkünften als Lehrer zu wirken und argumentierten mit den Brüdern. Das war nicht im Einklang mit dem Grundsatz der Leitung durch ein Haupt (1. Korinther 14:34, 35).

Daher schrieb Paulus: „Was? Ist das Wort Gottes etwa von euch ausgegangen, oder hat es etwa nur euch erreicht?“ (1. Korinther 14:36). Ja, er ermahnte die Korinther, daran zu denken, daß ihre Versammlung nicht die erste war und daß das „Wort Gottes“ nicht ihnen allein verkündet worden war. Deshalb war es verkehrt, daß sie bestimmte Angelegenheiten ganz anders handhabten als alle anderen Versammlungen. Sie hatten kein Recht, Neuerungen einzuführen, die der Christenversammlung fremd waren und den Grundsätzen des Friedens und der Leitung durch ein Haupt widersprachen.

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