Reaktionen auf den Bau des Königreichssaales in Dunwoody
DIE Zusammenarbeit mit der Stadt Atlanta hätte nicht besser sein können. Mr. Gardner, der Leiter der Bauaufsichtsbehörde, hatte von unserem Zeitplan erfahren, aber seine Inspektoren arbeiten samstags und sonntags nicht. Daher gestattete er, daß Zeugen Jehovas, die entsprechende Lizenzen hatten, die Verantwortung für die Inspektionen übernahmen. Außerdem kam während des Wochenendes in gewissen Abständen ein eingetragener und zugelassener Architekt auf die Baustelle, um sich davon zu überzeugen, daß das Gebäude den Bauvorschriften des Verwaltungsbezirks entsprach.
Die drei Fernsehstationen schickten ihre Kamerateams auf die Baustelle. Einer der Reporter war so beeindruckt, daß er noch lange blieb, nachdem sein Kamerateam wieder fort war, und er schloß seinen Bericht über den 23. mit den Worten ab: „Die Brüder und Schwestern werden morgen wieder zurück sein, und auch wir werden dabeisein.“
Am Morgen des 24. ging ein Zeuge Jehovas über 150 Kilometer von Dunwoody entfernt von Tür zu Tür. An sechs verschiedenen Türen sagte man ihm: „Ihr seid doch die Leute, über die das Fernsehen zur Zeit berichtet, wie sie unten in Atlanta in nur zwei Tagen einen Königreichssaal bauen.“
Ein Geschäftsmann in Atlanta hatte an jenem Wochenende Gäste. Am frühen Samstagvormittag kamen sie an der Baustelle vorbei und sahen, wie die Wände in die Höhe wuchsen. Sie waren sehr erstaunt und kehrten an diesem und am nächsten Tag alle zwei Stunden wieder zurück, um sich vom Fortschritt zu überzeugen. Schließlich erzählte dieser Geschäftsmann auf den Philippinen, in Mexiko und in vielen westlichen Bundesstaaten von diesem Ereignis.
Am 23. wurde eine Polizistin von ihrem Vorgesetzten beauftragt, den Verkehr in der Nähe des Königreichssaales zu überwachen. Er erklärte ihr, dort werde eine Kirche gebaut, aber sie entgegnete, in jener Gegend werde bestimmt keine Kirche gebaut. Schließlich machte sie sich auf den Weg, immer noch darauf beharrend, daß sich ihr Vorgesetzter irren müsse. Bei ihrer Ankunft hielt sie mitten auf der Straße an, wodurch sie den ganzen Verkehr blockierte, und rief aus: „Das ist doch nicht zu glauben! Gestern stand hier noch nichts!“
Ein Zeuge Jehovas arbeitet als Kellner in einem Hotel in Atlanta. Während der Manager des Restaurants mit seinen Eltern, die auf Besuch waren, zu Abend aß, bat er den Zeugen, ihnen von der Kirche zu erzählen, die in zwei Tagen gebaut werde. Der Vater erwiderte: „Das ist nicht zu schaffen! Ich bin seit Jahren im Baugewerbe, und ich weiß, daß es unmöglich ist!“ Darauf fragte er: „Zu welcher Religion gehören Sie denn?“ Als er erfuhr, daß es sich um Jehovas Zeugen handelte, sagte er: „Die könnten es schaffen!“ Er war Manager einer Kongreßhalle gewesen, die die Zeugen benutzt hatten, und er hatte beobachtet, wie sie zusammenarbeiteten. „Jede andere Religion könnte es nicht tun“, sagte er, „aber Jehovas Zeugen könnten es schaffen.“
Endlose Autoschlangen fuhren während der beiden Tage an der Baustelle vorbei, weil man sehen wollte, was dort los war. Viele hielten an und besahen sich das Treiben aus der Nähe. Manchmal hielten sich bis zu 800 faszinierte Nachbarn und Passanten auf dem Grundstück auf. Einige von ihnen aßen zusammen mit den Arbeitern. Die Cafeteria gab während der beiden Tage 3 500 kostenlose Mahlzeiten aus.
Ein paar Tage nach der Fertigstellung des Saales suchte ein Geschäftsmann einen Zeugen auf. Er hatte durch die Fernsehnachrichten von dem Saal erfahren und war sehr beeindruckt. Das geschäftige Treiben auf der Baustelle hatte ihn an „Ameisen auf einem Ameisenhaufen“ erinnert. Seine Familie war religiös, aber er war von der Religion enttäuscht. Daher sagte er: „Wenn eine religiöse Gruppe so gut zusammenarbeiten kann, daß sie an einem einzigen Wochenende ein Gebäude errichten kann, dann muß etwas daran sein, was andere Religionsgemeinschaften nicht zu bieten haben.“ Später kam er mit einem Bekannten zu einer Zusammenkunft in den Königreichssaal.
Ein Vater war sehr erregt, als seine Tochter eine Zeugin Jehovas wurde, und er war nicht bereit, sich irgendwelche Erklärungen von ihr anzuhören. Aber jetzt unterhält er sich begeistert über den Bau des Königreichssaales von Dunwoody, und er sagte zu seiner Tochter sogar: „Ich bin stolz, daß du dabeigewesen bist.“