Du willst leben
WARUM atmest du? Weil du leben willst. Du wirst heute etwas trinken, weil du leben willst. Du wirst Speise zu dir nehmen, weil du leben willst. Aus demselben Grund wirst du heute nacht schlafen, um für den morgigen Tag deine Kräfte zu erneuern. Und wenn du dann aufwachst, wirst du zur Arbeit gehen, ganz gleich, ob du sie gern tust oder nicht, denn du willst für deine Lebensbedürfnisse sorgen.
Betrachte jedoch einmal das heutige Leben. Wirf einen Blick auf die Rassentrennung, durch die einige veranlaßt werden zu denken, sie seien anderen überlegen und könnten deshalb diejenigen bedrücken, von denen sie meinen, sie seien minderwertig. Übersieh auch nicht die Ungerechtigkeit, die Gewalttätigkeit und die Kriege, die entstehen, weil Menschen verschiedene Hautfarben haben.
Betrachte den Nationalismus, der die Völker trennt; die Revolutionen, durch die Nationen in sich gespalten sind und durch die viele zu Flüchtlingen werden; die politischen Parteien, die miteinander streiten und sich gegenseitig schlechtmachen; die Korruption, durch die das allgemeine Volk beraubt wird, doch die Geldbeutel der Politiker gefüllt werden.
Übersieh auch nicht die Rolle, die populäre Religionsorganisationen spielen. Die Religion trennt das Volk, mischt sich in Politik ein, schürt häufig Kriege und verfolgt oft die wahren Anbeter Jehovas. Es gibt zwar viele „Christen“, aber nur wenige leben das Christentum aus.
Denke aber nicht nur an die größeren Probleme der Welt. Betrachte die Armenviertel in den Großstädten, die Armut, den Schmutz, die Bordellviertel und die Drogensucht.
Auf der ganzen Erde ist ein Sittenverfall zu beobachten. Überall, wohin man sieht, findet man Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. All dies zusammen macht die weltweite Epidemie aus, die man Streß nennt. Sie wurde als Mörder des zwanzigsten Jahrhunderts bezeichnet. Im Wall Street Journal hieß es diesbezüglich: „Schwere und langanhaltende seelische Belastungen können den Körper für Erkrankungen anfälliger machen, angefangen von Hautausschlag und Erkältungen bis hin zu Herzanfällen und Krebs.“ Und in To the Point war zu lesen: „Die physischen Krankheiten, die dadurch [durch Streß] entstehen, sind für eine gewaltige Zahl von Krankenhaus- und Todesfällen verantwortlich — zigmillionen jährlich.“
Durch die ständige Zunahme des Stresses erfüllt sich eine jahrhundertealte Prophezeiung. Jesus sagte, daß ‘es auf der Erde Angst und Bangen unter den Nationen geben würde und sie weder aus noch ein wüßten’. Er fügte hinzu: „Die Menschen [werden] ohnmächtig werden vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über die bewohnte Erde kommen“ (Luk. 21:25, 26).
Dennoch wollen die meisten leben. Sie bringen das zum Ausdruck, indem sie essen, schlafen und arbeiten. Auf den folgenden zwei Seiten werden besondere Merkmale des heutigen von Streß beladenen Lebens noch ausführlicher beschrieben.