Was war ein „Alabasterkästchen“?
Bei zwei Gelegenheiten wurde Jesus mit wohlriechendem Öl gesalbt. Einmal geschah dies im Hause eines Pharisäers in Galiläa (Lukas 7:37, 38) und ein andermal im Hause Simons, des Aussätzigen, in Bethanien (Matthäus 26:6, 7; Markus 14:3). In beiden Fällen wurde das kostbare Öl aus einem „Alabasterkästchen“ gegossen.
Es handelte sich dabei um ein kleines vasenförmiges Parfümgefäß, das ursprünglich aus Alabaster hergestellt wurde, einem Stein, der bei Alabastron (Ägypten) gefunden wurde. Der Stein selbst ist eine Art von Kalziumkarbonat (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Alabaster, einem Kalziumsulfatdihydrat). Der ursprüngliche Alabaster ist weiß und hat, da er in Stalagmiten vorkommt, manchmal verschiedenfarbige Streifen.
Hier ist ein altes hellenistisches Alabasterfläschchen aus Ägypten abgebildet. Die Frauen, die Jesus bei den obenerwähnten Gelegenheiten salbten, hatten beide ein „Alabasterkästchen“ mit kostspieligem, wohlriechendem Öl. Diese vasenförmigen Gefäße haben möglicherweise ganz ähnlich ausgesehen wie das hier abgebildete, das die Inschrift „Zimt“ trägt.