Gesucht und gefunden
Wir beide, meine Frau und ich, hatten das Gefühl, daß uns etwas fehle. Meine Frau hatte den Wunsch, die Bibel besser kennenzulernen, und machte daher den Vorschlag, zur Kirche zu gehen. Aber ich wollte nicht, denn ich hatte die Erfahrung gemacht, daß die Kirchen nur auf das Geld aus sind. Doch meine Frau suchte sich eine Kirche aus — es war die Pfingstgemeinde — und besuchte deren Gottesdienst. Als sie nach Hause kam, war sie erschüttert. Die Anwesenden waren während des Gottesdienstes schreiend umhergelaufen. Darauf entgegnete ich nur: „Was habe ich dir gesagt?“
Kurz danach machte ihr eine andere kirchliche Organisation das Angebot, ihr gegen ein Entgelt Bibelunterricht zu erteilen. Etwas später bot ihr ein Zeuge Jehovas an, sie unentgeltlich in der Bibel zu unterweisen. Dieses Angebot nahm sie an. Nach einiger Zeit ging sie zum erstenmal in den Königreichssaal. Als sie nach Hause kam, war sie ganz glücklich über das, was sie dort gehört hatte. Ich konnte es nicht glauben. Gewöhnlich kommen die Leute nicht so beglückt von der Kirche nach Hause. „Und weißt du“, rief sie aus, „sie haben keine Kollekte erhoben!“
Ich erwiderte, daß in allen Kirchen der Kollektenteller herumgereicht werde. Sie habe ihn nur nicht bemerkt. Ich nahm mir daher vor, am folgenden Sonntag mitzugehen, um ihr zu beweisen, daß eine Kollekte eingesammelt wird. Der Titel des Vortrages lautete: „Die Echtheit der Bibel“. Er war so interessant, daß ich vergaß, auf den Kollektenteller aufzupassen. Deshalb ging ich am darauffolgenden Sonntag wieder hin. Der Vortrag, der an diesem Sonntag gehalten wurde, fesselte mich noch mehr als der erste, den ich gehört hatte, und wieder vergaß ich ganz, auf den Kollektenteller achtzugeben. Am Ende der dritten Zusammenkunft, die ich besuchte, wußte ich, daß wir das gefunden hatten, was uns bisher gefehlt hatte. Nun war auch ich bereit, regelmäßig die Bibel zu studieren. Und jetzt freuen wir uns, daß wir die Wahrheit des Wortes Gottes kennengelernt haben. (Eingesandt.)