Menschen aus allen Nationen im Hinblick auf die Taufe lehren
Zu welcher Ausdehnung führte die Beachtung des in Matthäus 28:19, 20 aufgezeichneten Gebotes im ersten Jahrhundert und in unserer Zeit?a
Die Beachtung des Gebotes Jesu führte dazu, daß Tausende von Juden Jünger Jesu wurden und sich taufen ließen. Nach dem Bericht in Apostelgeschichte 4:4 war ihre Zahl schon nach kurzer Zeit auf fünftausend gestiegen. Unter der Leitung Jehovas wurden später auch Heiden zu Jüngern gemacht; Kornelius und sein Haus waren die ersten.
In unserer Zeit ist das in Matthäus 28:19, 20 aufgezeichnete Gebot seit den 1870er Jahren und ganz besonders seit dem Zweiten Weltkrieg befolgt worden. Das hat zu einer solchen Ausdehnung geführt daß sich zu Beginn des letzten Jahres etwa 1 453 000 christliche Diener Gottes am Jüngermachen beteiligten, und in der ganzen Welt sind im Laufe des Jahres Tausende getauft worden.
Als was wurden diese Jünger getauft?
Sie wurden nicht als Jünger dessen, der sie belehrt hatte, oder dessen, der sie taufte, getauft, sondern als Jünger Jesu Christi, des Messias, des Sohnes Gottes.
Nach den Tatsachen könnte man schließen, daß die Zahl der Anwärter auf das himmlische Königreich um das Jahr 1935 zunächst vollständig war. Bedeutet das, daß alle, die sich seither taufen ließen, zu der aus „anderen Schafen“ bestehenden „großen Volksmenge“ gehören? (Offb. 7:9; Joh. 10:16) Nein. Wenn sich Jünger taufen lassen, versuchen sie nicht, ihr Geschick selbst zu bestimmen; sie überlassen die Entscheidung Jehova Gott. Wie erwähnt, darf jemand, der sich Gott hingegeben hat und getauft worden ist, erwarten, daß Gott ihm nach der Taufe ein Zeugnis geben wird, das ihm zeigt, was er in seinem Fall beschlossen hat. Was aber, wenn heute, wo Gott denjenigen, die seine Diener werden, hauptsächlich eine irdische Hoffnung vor Augen hält, jemand, der vor kurzem getauft wurde, plötzlich zu dem Schluß kommt, er sei geistgezeugt? Dann sollte der oder die Betreffende sich prüfen, um festzustellen, ob diese Schlußfolgerung tatsächlich auf dem Zeugnis des Geistes Gottes beruht.
Wozu sind alle, die zu Jüngern gemacht worden sind, verpflichtet?
Jesus sagte, daß alle, die zu Jüngern gemacht würden, alle Dinge gelehrt werden sollten, die er seine Jünger lehrte. Er lehrte seine Jünger unter anderem, zuerst Gottes Königreich und Gottes Gerechtigkeit zu suchen und Schätze im Himmel aufzuhäufen, nicht auf der Erde. Vor allem aber lehrte er seine Jünger durch Worte und durch sein Beispiel, von Haus zu Haus und von Dorf zu Dorf zu gehen und zu predigen und die gute Botschaft von Gottes Königreich zu verkündigen. — Matth. 10:1-42; Luk. 8:1.
Bis wann sollten nach den Worten Jesu seine Nachfolger predigen und Jünger machen?
Was das Predigtwerk betrifft, so sagte Jesus, diese gute Botschaft von Gottes Königreich würde in der ganzen Welt zu einem Zeugnis gepredigt werden und dann werde das Ende kommen. Demnach soll diese Predigttätigkeit fortgesetzt werden bis zum Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge. (Matth. 24:14) Folglich müssen die Nachfolger Christi Jünger machen und taufen, bis die ,große Drangsal‘, die mit der Vernichtung Groß-Babylons, des Weltreiches der falschen Religion, beginnt, den Abschluß dieses Systems der Dinge herbeiführt.
[Fußnote]
a Einzelheiten siehe Wachtturm, 15. März 1970.