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  • Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1969
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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1969
w69 15. 6. S. 371

Geduld führt zu Ergebnissen

ES KOMMT im Leben von Zeugen Jehovas oft vor, daß sie Geduld üben müssen, um andere davon zu überzeugen, daß sie den aufrichtigen Wunsch haben, ihnen zu helfen, aber die Ergebnisse zeigen, daß es sich lohnt. Folgende Erfahrung einer Zeugin Jehovas beweist, von welch unschätzbarem Wert die Geduld ist:

„Im Jahre 1961 wurden wir als Zeugen Jehovas getauft. Unsere Nachbarin, die gegen Jehovas Zeugen war, wurde wütend, als sie es erfuhr. Sie sagte, wir seien zwar gute Nachbarn, aber mit unserer Religion wolle sie nichts zu tun haben. Unsere Bemühungen, sie umzustimmen, waren vergeblich. Wir beschlossen daher, den Rat der Wachtturm-Gesellschaft zu befolgen, und boten ihr lediglich Zeitschriften an, die Artikel enthielten, von denen wir dachten, sie würde sie gern lesen.

Sie nahm die Zeitschriften tatsächlich entgegen und las die Artikel, die wir ihr empfahlen. Nach etwa einem Jahr durfte ihr sechsjähriges Töchterchen uns zum erstenmal besuchen.

Wir unterhielten die Kleine, indem wir ihr die Bilder in dem Buch Vom verlorenen Paradies zum wiedererlangten Paradies erklärten. Natürlich erzählte sie nachher zu Hause ihrer Mutter, was sie über Jehova Gott, über das Paradies in Eden, über Adam und Eva usw. gelernt hatte. Etwa zwei Wochen später rief mich die Mutter an.

Sie wollte wissen, ob ich mit ihrem Töchterchen Jo Ann die Bibel studiere. Ich sagte nein, ich würde ihr nur die Bedeutung der Bilder in einem unserer Bücher erklären. Ich holte das Paradies-Buch und erklärte ihr, wie ich dabei vorginge. Darauf sagte sie: ‚Jo Ann ist davon so begeistert, daß ich Sie fragen wollte, ob Sie Zeit hätten, mit ihr die Bibel zu studieren.‘

Ich begann mit ihren beiden Kindern ein Studium. Kurz danach rief mich meine Nachbarin wieder an und sagte: ‚Ich schätze wirklich, was Sie für unsere Kinder tun. Sie lernen sehr viel aus der Bibel.‘ Dann sagte sie noch: ‚Wissen Sie, ich wollte Sie eigentlich schon seit Monaten fragen, ob Sie auch mit mir studieren würden, aber ich hatte einfach den Mut nicht. Ich habe Sie nun in den vergangenen sechs Jahren beobachtet und gesehen, wie ernst Sie Ihren Glauben nehmen. Ich bin daher zu dem Schluß gekommen, daß doch etwas daran sein muß. Glauben Sie, daß es Ihre Zeit erlaubt, auch mit mir zu studieren?‘ Überglücklich antwortete ich, daß ich das gern tun würde.“

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