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  • Die christliche Atmosphäre im Bethelheim
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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1969
w69 15. 5. S. 318

Die christliche Atmosphäre im Bethelheim

VOR kurzem hatte ein Ehepaar, das im Bethelheim der Brooklyner Zentrale der Watch Tower Society lebt, einige Gäste zum Essen eingeladen. Kurz danach erhielten die beiden einen Brief von ihren Gästen, in dem sich diese bedankten. Aus dem Schreiben geht hervor, wie tief sie von der christlichen Atmosphäre im Bethel beeindruckt waren. Es hieß darin:

„Lieber Herr und liebe Frau G.!

Es fällt uns schwer, unsere Dankbarkeit und Wertschätzung dafür, daß Sie uns am vergangenen Mittwoch Ihre Zeit opferten, in Worte zu kleiden. Wir hatten uns bis dahin eingebildet, wir gehörten zu der Klasse der denkenden Menschen, und glaubten nicht nur unsere Probleme, sondern, sofern uns die Gelegenheit dazu geboten würde, auch die Probleme der Welt lösen zu können.

An diesem Mittwoch aber war es plötzlich aus mit unserem Selbstbewußtsein. Unsere Ansichten über Religion, Nächstenliebe, Politik, Arbeit, die UN und die Zukunft der Menschheit wurden völlig erschüttert. Wir haben in der Zentrale der Zeugen Jehovas gesehen, was die Religion zustande bringen und was möglicherweise die Frage der Zukunft der Menschheit lösen kann.

Wir saßen an einem gewöhnlichen Arbeitstag mit etwa 600 Personen am Tisch [in einem der größten Speisesäle des Bethelheims], und alle waren nett und höflich zueinander, unterhielten sich leise, waren zufrieden und dankten Gott für das tägliche Brot, das sie von ihm erhalten hatten. Wenn an einem anderen Ort und unter anderen Umständen etwa 600 Personen beisammen wären, die den verschiedensten Altersklassen angehörten, von unterschiedlicher Hautfarbe wären und alle eine andere Erziehung genossen hätten, dann würden alle laut durcheinanderreden, sie wären in einzelne Gruppen mit unterschiedlichen Meinungen aufgeteilt, und einige wären bestimmt betrunken. Unter solchen Menschen könnte nur Jehova Ordnung schaffen. Am Mittwoch war es aber anders; der Glaube an Jehova hatte diesen Unterschied bewirkt. Vielleicht könnte dadurch jedes Problem gelöst werden.

Wir sind alle drei von dem, was wir gesehen haben, tief beeindruckt, und obwohl seit Mittwoch einige Tage vergangen sind, sprechen wir immer noch von dem, was wir gesehen, gehört und empfunden haben. Die Religion war bis dahin für uns etwas, womit man sich nur am Sonnabend oder Sonntag, bei einer Geburt oder einer Beerdigung abgab. Sie gehörte nicht zu unserem täglichen Leben. Sollte alles, was wir durch eine jahrelange Ausbildung gelernt und was wir uns durch unabhängiges Denken angeeignet haben, tatsächlich vollständig verkehrt sein? Die Aussicht, daß dem so sein könnte, ist nicht gerade ermutigend, doch wenn die Tatsachen etwas anderes beweisen, als was wir bisher für richtig hielten, und die Wahrheit offensichtlich ist, kann da die Logik dagegen angehen? ...

Wir möchten uns dafür bedanken, daß wir Sie besuchen durften und sehen konnten, was die Religion zustande bringen kann.

Mit freundlichen Grüßen

[Unterschrift]“

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