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  • Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1962
Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1962
w62 1. 8. S. 480

Fragen von Lesern

● Weshalb reden sich Jehovas Zeugen als „Bruder“ und „Schwester“ an? Ich habe bis jetzt keine biblische Stütze dafür gefunden. Jesus sprach seine Jünger als „Petrus“, „Johannes“ usw. an, also nicht als „Bruder Petrus“, „Bruder Johannes“ u. dgl. — E. J., USA.

Es gibt stichhaltige Gründe dafür, daß sich Gott hingegebene, christliche Gläubige „Bruder“ und „Schwester“ nennen. Obgleich sich diese Ausdrücke, außer in wenigen Ausnahmen, in den Evangelien und in der Apostelgeschichte auf leibliche Verwandte beziehen, gebrauchte Jesus den Begriff „Bruder“ doch im allgemeinen Sinne eines Mitgläubigen, als er sagte: „Siehe da, meine Mutter und meine Brüder; denn wer irgend den Willen meines Vaters tun wird, der in den Himmeln ist, derselbe ist mein Bruder.“ Ferner: „Wenn aber dein Bruder wider dich sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen.“ — Matth. 12:49, 50; 18:15.

Die Apostel und Jünger Jesu gebrauchten den Ausdruck „Bruder“ noch persönlicher. So finden wir wiederholt Äußerungen wie die folgenden in ihren Schriften: Paulus sagt: „Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Hurer ist.“ Der treue Jünger Ananias redete den reuigen Christenverfolger Saulus als „Bruder Saul“ an. Später sprach Paulus von „Sosthenes, … [dem] Bruder“, „Bruder Apollos“, „Titus, … [seinem] Bruder“ und „unser[em] Bruder Timotheus“. Außerdem bezieht sich Petrus auf Paulus mit den Worten: „unser geliebter Bruder Paulus“. In Apostelgeschichte 21:20 lesen wir: „[Sie] sprachen zu ihm: Du siehst, Bruder, wie viele Tausende der Juden es gibt, welche glauben.“ Sicherlich kann man bei diesen vielen Beispielen nicht mit Recht Einwände dagegen erheben, daß Christen ihre Mitgläubigen als „Bruder“ und „Schwester“ anreden. — 1. Kor. 5:11; Apg. 9:17; 1. Kor. 1:1; 16:12; 2. Kor. 2:13; Heb. 13:23; 2. Pet. 3:15.

Der Gebrauch eines Familiennamens mit dem Rufnamen war im ersten Jahrhundert nicht üblich, macht es aber jetzt passend, den Ausdruck „Bruder“ mit dem Familiennamen zu verwenden. So werden die beiden Gegensätze, übertriebene Vertrautheit und übertriebene Zurückhaltung, vermieden. Einen Erwachsenen heute mit seinem Rufnamen anzusprechen bringt eine Vertrautheit zum Ausdruck, die nicht immer angebracht sein mag, und zwar besonders nicht, wenn Jugendliche Erwachsene oder Fremde einander anreden. Andererseits wirkt der Ausdruck „Herr“ steif und kühl. Solche Zurückhaltung sollte unter den Gliedern der Gott hingegebenen christlichen Gemeinschaft nicht herrschen. Daher scheinen „Bruder“ und „Schwester“ logische, schriftgemäße Anreden für Gott hingegebene Christen im Umgang miteinander zu sein, da sie sich als Glieder e i n e r geistigen oder religiösen Familie betrachten.

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