Bibelbericht über Sanheribs Tod ist wahr
IN DEN Tagen König Hiskias wurde ein Angriff der Assyrer auf Jerusalem vereitelt, weil Gott durch seinen Engel 185 000 der assyrischen Angreifer töten ließ. In seinem Werk, betitelt Universal Jewish History, berichtet Dr. jur. Philip Biberfeld auch über diese Begebenheit. Er schreibt: „Der Bericht der Bibel schließt mit der Ermordung Sanheribs. ‚Und Sanherib, der König von Assyrien, brach auf, und er zog fort und kehrte zurück und blieb in Ninive. Und es geschah, als er sich im Hause Nisroks, seines Gottes, niederbeugte, da erschlugen ihn Adrammelek und Scharezer, seine Söhne, mit dem Schwerte; und sie entrannen in das Land Ararat. Und Esar-Haddon, sein Sohn, ward König an seiner Statt.‘ [2. Kön. 19:36, 37]
In den Babylonischen Annalen dagegen heißt es, daß Sanherib, der König von Assyrien, am 20. Tebet von seinem aufrührerischen Sohn getötet worden sei. Somit wurde er nur von einem seiner Söhne ermordet. Dasselbe berichten Berossos und Nabonid. Alles schien darauf hinzuweisen, daß die babylonischen Berichte über dieses Ereignis von erstrangiger Bedeutung für die babylonisch-assyrische Geschichte verläßlicher seien als die biblischen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Auf einem vor noch nicht so langer Zeit gefundenen Fragment des Prismas des Esar-Haddon berichtet dieser selbst, seine Brüder hätten sich gegen Sanherib, ihren Vater, empört und ihn ermordet, um auf den Königsthron zu gelangen. Bevor er sie in Ninive habe festnehmen können, seien sie in ein unbekanntes Gebiet entkommen.
Die Verfasser der Babylonischen Annalen sowie Nabonid und Berossos haben sich geirrt; es erwies sich, daß nur der biblische Bericht wahrheitsgetreu ist. Dieser wurde in den kleinsten Kleinigkeiten durch die Inschrift Esar-Haddons bestätigt und erwies sich bezüglich dieses Ereignisses in der babylonisch-assyrischen Geschichte als zuverlässiger als die babylonischen Quellen. Das ist eine Tatsache, die für die Bewertung sogar der zeitgenössischen Quellen, die nicht mit der biblischen Überlieferung übereinstimmen, von größter Wichtigkeit ist.“