Wie eine französische Versammlung die Schafe hereinholt.
IN Frankreich, wo sich das Werk der Zeugen Jehovas entschieden ausdehnt, bedeuten in gewissen Gegenden die Entfernungen zwischen ihren Wohnorten das Hauptproblem in ihrem Predigtdienst. Letztes Jahr zum Beispiel bestand die Versammlung in Chauny, Frankreich, aus dreißig Zeugen, die in einer Distanz von 70 bis 80 Kilometer auseinander wohnten. Sie hielten mit fünfundzwanzig Menschen guten Willens, welche in den Dörfern verstreut wohnten, Heimbibelstudien ab. Das Problem war, wie man sie in den Königreichssaal bringen konnte. Als die Zeit für die Feier zum Gedächtnis an den Tod Christi herbeikam, wurde eine besondere Vorkehrung getroffen. Ein Bus wurde gemietet, der die Rundreise von über 160 Kilometern machen sollte, um alle diese Personen abzuholen und sie in den Saal zu führen.
Somit saß am 3. April um 14.30 Uhr nicht die gewöhnliche Zahl von achtzehn bis zwanzig Personen im Königreichssaal, sondern fünfundfünfzig waren anwesend. Einige waren überrascht, festzustellen, daß weltliche Bekannte von ihnen ebenfalls mit den Zeugen verbunden waren. Nun aber sollte die Gedächtnismahlfeier erst nach Sonnenuntergang stattfinden. Was sollten diese Leute jetzt tun? Sie wurden alle eingeladen, Jehovas Zeugen in ihren Dienst von Haus zu Haus zu begleiten, und die Zeugen nahmen die Personen, mit denen sie studiert hatten, in den Felddienst mit.
Und das Ergebnis? Zehn neue Personen, darunter einige, mit denen man erst wenige Wochen studiert hatte, wurden Verkündiger der guten Botschaft von Gottes Königreich, und bei diesem Anlaß überschritt die Versammlung ihr Ziel von 20 Prozent Mehrung der Königreichsverkündiger, auf das man hingewirkt hatte, und die Entmutigung, die früher das Transportproblem hervorgerufen hatte, war glücklich überwunden worden.