Balfours Rede über die Vereinigung der Menschen
Der amerikanische religiöse Führer Robert E. Speer erzählt folgendes über den britischen Staatsmann Arthur Balfour, den ehemaligen Premier, der als Außenminister der Pariser Friedenskonferenz und als Repräsentant im Völkerbund und Delegierter bei der Abrüstungskonferenz in Washington anwesend war: „Professor Lang begab sich zu einem Vortrag, der in der McEwen Hall der Universität in Edinburgh stattfand und den der große Staatsmann Arthur Balfour über das Thema: ‚Die sittlichen Werte, die die Menschen vereinen‘, hielt. Er sah, wie ein japanischer Student der Universität, der ihm gegenüber saß, fleißig Notizen machte. Mr. Balfour hielt eine meisterhafte Rede über die verschiedenen Bande, die die Völker der Welt zusammenhalten, das gemeinsame Wissen, der Handel usw. Unter mächtigem Applaus setzte er sich. Nach einem Augenblick des Schweigens erhob sich der Vorsitzende nach schottischer Art, um selbst einige Dankesworte zu sprechen. Aber ehe er ein Wort sagen konnte, stand der japanische Student auf, lehnte sich über die Brüstung des Balkons und rief mit klarer Stimme: ‚Ja, wie verhält es sich denn mit Jesus Christus, Mr. Balfour?‘ In dem Schweigen, das nun folgte, hätte man eine Nadel fallen hören können. Jeder erkannte, wie gerecht der Vorwurf war. Ein führender Staatsmann des größten christlichen Reiches der Welt hatte kein einziges Wort über das e i n e grundlegende, wesentliche Band gesagt, das die Menschheit vereinen sollte. Ein japanischer Student aus einem fernen, nichtchristlichen Lande mußte ihn mit der Frage daran erinnern. ‚Ja, wie verhält es sich denn mit Jesus Christus, Mr. Balfour?‘“ — Treasury of the Christian Faith.