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  • Einige schieben Gott, einige dem Teufel die Schuld zu
  • Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1957
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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1957
w57 1. 5. S. 260

Einige schieben Gott, einige dem Teufel die Schuld zu

Einige schieben für ihr Unglück Gott die Schuld zu. Wenn sie das tun, so rechtfertigen sie dadurch ihr gesetzloses Handeln. Hierin gleichen sie jenem achtjährigen Jungen, der im Journal, Milwaukee, vom 23. März 1955 erwähnt wird. Dieser Achtjährige, der wegen Einbruchsversuchs verhaftet wurde, hatte zuvor behauptet, einen Brand in einer katholischen Kirche gelegt zu haben, „weil Gott seine Gebete nicht erhört habe“. Er sagte, „er habe gebetet, daß sein Vater zu trinken aufhöre und nachts zu Hause bleibe. Der Brand hat einen Schaden in Höhe von 200 Dollar verursacht.“ Die Polizei sagt jedoch, der Junge, der für sein Alter noch recht klein sei, habe fast ein ganzes Jahr lang eine „Ein-Mann-Verbrecherwelle“ dargestellt. Er war früher schon verhaftet worden, weil er in eine Bäckerei eingebrochen war und 11 Dollar in bar und Bäckereiwaren im Werte von 15 Dollar gestohlen hatte und weil er in einen anderen Laden hatte einbrechen wollen. „Letztes Jahr wurde er dem Büro für Jugendhilfe überwiesen, weil er böswillig zahlreiche Fenster in Lastwagen und in einer Fabrik eingeschlagen hatte, in eine Fabrik einzubrechen suchte und weil er auf Schiffen des Menomonee-Flusses sein Unwesen trieb — so sagte die Polizei.“ Nebenbei bemerkt, zeigt das Vorangegangene, daß elterliche Nachlässigkeit und falsche religiöse Lehren zur Jugendkriminalität beitragen. Andererseits schieben einige dem Teufel die Schuld zu. Als nämlich ein zehnjähriger Junge gefragt wurde, warum er in der Nähe seiner Wohnung zwei Brände gelegt habe, erwiderte er: „Der Teufel steckte in mir.“ Dem Teufel für eine böse Tat die Schuld zu geben hat mit Eva in Eden begonnen, und viele Personen, die selbstsüchtig oder in der Bibel schlecht unterrichtet sind, tun heute dasselbe. Nun, wenn uns etwas nicht gelingt oder wenn wir uns gegen unser Los auflehnen, mögen wir dies durch gesetzlose Taten zeigen und uns dann zu rechtfertigen oder zu entschuldigen suchen, indem wir Gott oder dem Teufel die Schuld geben!

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