Durch das Predigen des Königreiches über die Feinde triumphieren
JESUS hat vorausgesagt: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird gepredigt werden auf der ganzen bewohnten Erde.“ (Matth. 24:14, NW) Diese gute Botschaft ist aber nicht jene, die von den verschiedenen Missionaren während der vergangenen neunzehnhundert Jahre gepredigt worden ist. Wie könnte dies sein, da diese doch keinen richtigen Begriff davon hatten, was Gottes Königreich ist? Außerdem sagte Jesus, dieses Predigtwerk sei ein Teil des Zeichens, das seine zweite Gegenwart kennzeichne.a
Diese besondere gute Botschaft vom Königreich bezieht sich daher auf das Königreich Gottes, wie es in dieser Zeit des Endes aufgerichtet worden ist. Die biblische Chronologie weist deutlich darauf hin, daß es im Jahre 1914 aufgerichtet wurde. Dieses Königreich wird alle Bosheit wegfegen und dafür sorgen, daß Gottes Wille auf Erden wie im Himmel geschieht und daß das Paradies eingeführt wird.
Obwohl durch dieses Predigen eine gute Botschaft überbracht wird, bekämpfen es doch viele. Wie vorausgesagt, haben sich die Herrscher der Welt, besonders kommunistische, gegen Gott und seinen König Jesus Christus beratschlagt. Sie widersetzen sich allen, die Gottes Königreich predigen, weil es alle Nationen mit eisernem Stab regieren und sie gleich dem Gefäß eines Töpfers zerschmettern soll. Daraus folgt, daß, wenn der Dekan Pike, ein hervorragender New Yorker Geistlicher, sagt, „Christ zu sein sei eine sichere Sache“, er sich nicht auf solche bezieht, die in Wahrheit Christus nachfolgen, indem sie sein aufgerichtetes Königreich verkündigen. Diese betrachten diese Tätigkeit nirgendwo auf Erden als etwas Sicheres. In der ganzen Welt erheben ihre religiösen Feinde irgendeine althergebrachte Anklage, um zu ihrer Verfolgung aufzuhetzen.
Aber trotz all dieses Widerstandes fahren Jehovas Zeugen fort, die gute Botschaft vom Königreich zu predigen. Dabei triumphieren sie über ihre Feinde. In der Stadt New York allein ist die Zahl ihrer Versammlungen vom Jahre 1935 bis 1956 von einer Versammlung auf 57 angewachsen. Und selbst im kommunistischen Rußland wächst ihre Zahl erstaunlich, und dies, obwohl sie sich weigern, auch nur ein Jota nachzugeben, und ihr Werk vollständig unterirdisch durchführen müssen. Wenn — wie Dekan Pike ebenfalls sagte — der Kommunismus eine Religion ist und es eine bessere Religion erfordert, ihn zu besiegen, so besitzen Jehovas Zeugen diese bessere Religion.
Wodurch können sie denn über ihre Feinde triumphieren, oder wodurch zeichnet sich ihre Religion als eine bessere aus? Einmal durch die Art, wie sie ihr Werk durchführen. Sie haben nicht nur ordinierte Prediger, die vom öffentlichen Podium aus predigen, sondern jeder von ihnen ist ein ordinierter Diener Gottes und predigt. Wo denn? An den Türschwellen der Leute, auf den Marktplätzen, in den Wohnungen und wo sich sonst die Gelegenheit bietet, ungeachtet wo sie sich befinden mögen. Ob weltliche Gerichte sie als Prediger anerkennen oder nicht, wissen sie doch, daß sie sich Jehova Gott hingegeben haben, um seinen Willen zu tun. Sie wissen, daß er ihnen durch seinen Sohn geboten hat, das Königreich zu predigen, und sie predigen es.
Und vor allem triumphieren sie, weil sie den Mut haben, den nur Gott geben kann. Sie haben das, was nötig ist, um die Welt zu überwinden, nämlich Glauben. (1. Joh. 5:4) Sie weigern sich, ein Teil der Welt zu werden und gleichwie diese und für sie zu leben. Sie tun Jehovas Werk, und wenn Jehova für sie ist, kann niemand gegen sie sein und dabei den Triumph davontragen. Da sie die Wahrheit besitzen, haben sie jenen verzehrenden Eifer, den Jesus an den Tag legte. Auch triumphieren sie zufolge des Geistes Jehovas; „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht Jehova der Heerscharen.“ Ja, im Jahre 1914 ging die Königsherrschaft daran, ihre Feinde in den Himmeln zu besiegen; heute triumphiert sie durch die Königreichspredigt über ihre Feinde, und in Harmagedon wird sie restlos triumphieren. — Sach. 4:6.
[Fußnote]
a In bezug auf nähere Einzelheiten siehe den Wachtturm vom 15. Dezember 1955.