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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1955
w55 15. 10. S. 638-639

Wir gratulieren, Formosa!

EIN Sieg ist auf Formosa errungen worden. Es ist ein Sieg für Menschenrechte und für die geliebten Freiheiten, die alle aufgeklärten Menschen hochhalten. Es ist ein Sieg der jetzigen chinesischen Regierung auf Formosa und offenbart eine Wertschätzung für die Ideale, die freie Menschen von heute hegen. Sie zeigt, daß die Regierung nicht nur bereit ist, allen Freiheit und gleiche Rechte zuzugestehen, sondern auch bereit, ihre Worte durch die Tat zu unterstützen.

Am 23. März 1955 genehmigte der Gouverneur der Provinz Taiwan (Formosa) die Eintragung der International Bible Students Association auf Taiwan, und diese Eintragung wurde rechtsgültig, als das Bezirksgericht in Taipei nach erfolgter Untersuchung am 25. April die endgültige Genehmigung dazu erteilte.

So hat ein 18 Jahre dauernder Kampf um die Anerkennung und um die Religionsfreiheit der treuen Zeugen Jehovas auf Taiwan schließlich seine Früchte getragen. Es ist ein lobenswertes Ergebnis, indem es zeigt, daß nicht nachlassende Entschiedenheit, Geduld und Lauterkeit auf seiten der Diener Gottes ihren Lohn mit sich bringen. Es ist lobenswert auf seiten der Regierung Formosas, indem es zeigt, daß sie bereit gewesen ist, frühere Vorurteile fallen zu lassen und Fehler zu berichtigen, die ihre Vorläufer in der Regierung machten.

Es sind nun achtzehn Jahre verflossen, seitdem der erste Eingeborene von Taiwan die Lehren der Bibel von Jehovas Zeugen angenommen hat. Gleich von Anfang an haben sie für die Wahrheit kämpfen müssen. Der erste Prediger der Zeugen Jehovas von Taiwan wurde schon drei Wochen nach seiner Taufe von den Japanern eingesperrt, und seine Geschichte zeigt, daß er während der nachfolgenden zehn Jahre das meiste von seiner Zeit hinter Gefängnismauern und in Folterkammern verbrachte.

Aber er blieb dabei, für die Wahrheit zu kämpfen, und andere schlossen sich ihm im Kampfe an. Er war schwerer als der gewöhnliche Kampf, denn sie hatten keine fleischlichen Waffen zum Schutz vor ihren japanischen Verfolgern. Da sie aber durch das Wort Gottes gestärkt wurden und den Schild des Glaubens und andere von Gott beschaffte Ausrüstung hatten, kämpften sie weiter. Sie erhielten von außerhalb keine Wachtturm-Zeitschriften zu ihrer Hilfe. Sie hatten keine Gemeinschaft mit anderen ihres Glaubens. Alle Gemeinschaft, die irgend jemand von ihnen in diesen ersten zehn Jahren hatte, war eine Woche, die der eine ursprüngliche Prediger von Taiwan mit dem Prediger aus Japan verbrachte, der ihm die Wahrheiten der Bibel zugänglich machte. Jener japanische Prediger wurde später von den japanischen Diktatoren erschossen, weil er es gewagt hatte, ein tätiger Christ zu sein.

Dann zogen die japanischen Herrscher weg, und die chinesische Regierung kam ans Ruder. Jehovas Zeugen auf Taiwan in der Zahl von 300 freuten sich. Sollte damit endlich Religionsfreiheit kommen? Aber ihre Hoffnung war nur von kurzer Dauer. Die örtliche chinesische Polizei griff die falschen Berichte auf, die von den japanischen Diktatoren zurückgelassen worden waren und glaubte sie anscheinend, und so ging die Bedrückung weiter. Acht Gesuche um Anerkennung der christlichen Organisation der Zeugen Jehovas gingen im Schlepptempo durch die behördlichen Abteilungen; achtmal wurden sie abgewiesen.

Aber es gab Änderungen auf Taiwan. Die Nationalistenregierung, die nun so eng mit den Demokratien des Westens verbunden war, nahm westliche Ideen in sich auf. Präsident Chiang gab selbst zu, daß er auf der Hauptinsel Fehler gemacht habe, und daß ein ehrlicher Versuch gemacht werden sollte, sie zu berichtigen. Es wurden Schritte unternommen, Taiwan eine aufgeklärte Regierung zu geben. Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten, die in so vielen orientalischen Ländern Brauch sind, wurden allmählich ausgeschaltet. Und schließlich wurde der Fall der Zeugen Jehovas von neuem erwogen, wodurch beim neunten Versuch die Eintragung ihrer Organisation auf Taiwan Wirklichkeit wurde.

Jehovas treue Zeugen von Taiwan haben achtzehn Jahre lang eifrig um diese Anerkennung gekämpft. Und sie sind auch jetzt emsig tätig. Was tun sie denn? Sie bauen die 28 Königreichssäle, die nötig sind, um trotz der Kriegsverhältnisse auf Taiwan nach gesetzlicher Weise Zusammenkünfte abzuhalten. Es ist zu erwarten, daß um die Zeit, da ihr diese Worte lest, diese Königreichssäle vollendet worden sind, und daß sich die 1782 tätigen Prediger der Zeugen Jehovas auf Taiwan zusammen mit vielen anderen Menschen guten Willens zur Anbetung Gottes Jehovas versammeln. Ferner werden sie fortfahren, das Königreich Christi der neuen Welt zu proklamieren und durch ihre gesetzestreue Handlungsweise zu beweisen, daß die Regierung ihr Vertrauen nicht falsch angebracht hat, indem sie ihnen volle Anbetungsfreiheit gewährte.

Daß ein aufgeklärtes Formosa Jehovas Zeugen Freundlichkeit erwiesen hat, gereicht zu seinem Ruhm und ist für Jehovas Zeugen ein Quell großer Freude. Wir gratulieren, Formosa!

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