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  • Drohungen können „Schafe“ nicht einschüchtern
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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1954
w54 1. 2. S. 93-95

Drohungen können „Schafe“ nicht einschüchtern

WENN die Streitmächte des Irrtums die Wahrheit zu bekämpfen suchen, nehmen sie stets zu Drohungen vor Schaden von dieser oder jener Art Zuflucht. Wenn indes Menschen guten Willens eine Erkenntnis des Vorhabens Jehovas erlangen, sind solche Drohungen umsonst. Diese Tatsache wird veranschaulicht durch folgende Erfahrung, die ein reisender Vertreter der Watch Tower Society berichtet, der in Quebeck dient.

„In St. Louis de Gonzague lebte ein sehr frommer Katholik, der am Sonntag niemals die Messe und die Kommunion verfehlte, obwohl er 5 km von der Kirche weg wohnte. Etwa vor einem Jahr oder im Spätjahr 1952 besuchte er meinen öffentlichen Vortrag in St. Germain, etwa 20 km von St. Louis entfernt. Er hatte sich schon vorher eine Bibel beschafft, und an jenem Abend abonnierte er den Wachtturm und Erwachet!, obwohl er noch ziemlich ängstlich war; auch erwarb er noch weitere Hilfsmittel zum Bibelstudium. Er hatte die Bibel zu lesen begonnen und studierte nun die bibelerklärenden Schriften der Gesellschaft. Beiläufig bemerkt, hatte er dem Missionarzeugen, von dem er die Bibel erlangte, gesagt, er solle nicht wieder vorsprechen, da er katholisch sei. Dessenungeachtet wurde er einen Monat, nachdem er den Vortrag in St. Germain besucht hatte, zum Besuch einer größeren Versammlung der Zeugen Jehovas in Trois Rivières eingeladen. Er erschien, und die Folge war, daß er mit solcher Freude und Überzeugung, daß es die Wahrheit sei, heimkehrte, daß er standhaft für die Wahrheit Stellung zu beziehen und all das Gelernte zu predigen begann.

Unnötig zu sagen, daß die Nachricht, er habe eine andere Religion angenommen, sich bald durch sein Dorf, das von etwa 150 Familien bewohnt wird, verbreitete. Dies war für viele ein ziemlicher Schock, besonders für den Priester und jene seiner Freunde, die ebenso wie er bis dahin fromme Katholiken gewesen waren. Doch nicht alle waren erschreckt. Viele waren neugierig und wollten etwas über seine neue Religion hören, und einige kamen 32 km weit her, um ihn anzuhören. Er beschaffte sich eine Anzahl französischer Schallplatten mit biblischen Ansprachen, die er seinen Besuchern vorspielte, und hatte bisweilen bis zu zehn Zuhörer. Demzufolge placierte er bei den Leuten viele Bibeln und Hilfsmittel zum Bibelstudium.

Dieser junge Mann hat auf seiner Farm eine Sägemühle und eine Schmiedewerkstatt, und manchmal stellt er Arbeiter an. Da er unverheiratet ist, bereitet er selbst das Mittagessen für seine Leute zu, und während er dies zur Mittagszeit tut, läßt er durch einen der Männer den übrigen die Bibel vorlesen. Der Mann, der das tat, der beste Leser dieser Gruppe, war Chorsänger in der Kirche, und sein Interesse wurde in einer Weise geweckt, daß er den Junggesellen bat, mit ihm ein Bibelstudium in seiner Wohnung abzuhalten. Dieses Studium nahm an Umfang bald zu, da der Nachbar aus dem gegenüberliegenden Haus ebenfalls dazu erschien.

Als ich letzte Woche diese Gruppe besuchte, fand ich zu meiner Überraschung, daß dieser junge Mann nun Bruder R. ist, einer von Jehovas Zeugen. Mit einem Königreichslächeln und mit Begeisterung sagte er: ‚Es würde mich sehr freuen, wenn du herkämest und in St. Louis eine öffentliche Ansprache hieltest, denn ich habe viele Freunde, die das hören möchten.‘ Sogleich wurde ein Vortrag veranstaltet, der am Donnerstagabend im Hause des Chorsängers stattfand, mit dem Bruder R. das Bibelstudium abhält. Wir verbrachten den ganzen Tag damit, alle zu besuchen und einzuladen, von denen er dachte, sie würden kommen, und am Abend erschienen elf davon.

Während meiner Ansprache äußerten sie wiederholt Wertschätzung für das Gehörte. Diese Anwesenden waren sehr glücklich; weniger glücklich dagegen waren andere. Ja, um 22 Uhr klopfte es an die Tür. Es war der Bürgermeister von St. Louis. Er wünschte, daß der Mann des Hauses herauskomme, da er ihn sprechen wolle. Er kam in Begleitung von fünf weiteren Männern, wovon einer der Kolonisationsinspektor war und auf Verlangen des Bürgermeisters von Ste. Justine, aus einer Entfernung von etwa 32 km, hergekommen war. Dieser Inspektor hieß den Mann des Hauses, die Zeugen Jehovas aus dem Hause zu jagen, und warnte ihn, er werde ihn, wenn er dies nicht tue, anzeigen, und es sei möglich, daß er sein Haus verliere, da er auf Besitztum angesiedelt war, das der Regierung gehört.

Der Mann des Hauses erwiderte: ‚Ich möchte nur, daß sie hereinkämen und sich den Vortrag anhörten; es ist das Beste, was ich in meinem Leben je gehört habe.‘ Sie lehnten es aber ab, und so sagte er zu ihnen: ‚Es tut mir leid; ich habe nie Leute aus meinem Hause gejagt und will dies auch heute abend nicht tun. Diese Leute sind meine Gäste.‘ Die Männer konnten ihn nicht einschüchtern und gingen schließlich ruhig weg. Es ist verständlich, daß nach diesem Vorfall die Hausbewohner etwas nervös waren, doch sprach ich nun zu ihnen über Verfolgungen und Jehovas Hilfe, wenn sie weiterfahren möchten, die Bibel mit Jehovas Zeugen zu studieren, und bald waren sie wieder so begeistert wie zu Anfang. Unnötig zu bemerken, daß Bruder R. sein Studium mit diesen Leuten fortsetzen wird.

All dieses Interesse ist das Ergebnis der grundlegenden Arbeit, die ein Missionarbruder geleistet hat, der während der vergangenen acht bis neun Jahre geduldig und freundlich vorsprach, auch wenn man ihm sagte, er brauche nicht mehr zu kommen. Zufolge seiner Ausdauer im Dienste von Tür zu Tür hören jetzt viele Leute zu und sprechen von der Wahrheit.“

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