Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • w52 15. 10. S. 319-320
  • Fragen von Lesern

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Fragen von Lesern
  • Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1952
Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1952
w52 15. 10. S. 319-320

Fragen von Lesern

● Wusste Jesus während seiner Kindheit, dass er der Messias sein sollte, und erkannte er, dass er früher als Geistgeschöpf, als der Logos, existiert hatte? — C. R., Pennsylvanien.

„Jehovas Engel erschien ihm in einem Traum und sagte: ‚Joseph, Sohn Davids, sei nicht bange, Maria, dein Weib, heimzunehmen, denn was in ihr gezeugt worden ist, ist von heiligem Geist. Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen „Jesus“ heissen, denn er wird sein Volk erretten von seinen Sünden.‘“ (Matth. 1:20, 21, NW) Daraus konnte Joseph wissen, dass Jesus Gottes Sohn und dazu bestimmt war, das Mittel der Errettung zu werden.

Zu Maria sagte der Engel Gabriel: „Du wirst in deinem Leibe empfangen und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen. Dieser wird gross sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und Jehova Gott wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben, und er wird König sein über das Haus Jakob ewiglich, und sein Königreich wird kein Ende haben … Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Geborene heilig, Gottes Sohn, genannt werden.“ (Luk 1:30-35, NW) So wusste Maria, dass Jesus Gottes Sohn und auch der verheissene Messias war, der als König über ein ewiges Königreich regieren sollte, obwohl sie wie die übrigen der Juden dachte, dieses Königreich werde ein irdisches sein.

Elisabeth, die Mutter Johannes’ des Täufers, wusste, dass Jesus der Herr sein werde, als sie Maria unter Inspiration mit den Worten begrüsste: „Wie wird mir dieses Vorrecht zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (Luk. 1:41, 43, NW) Zacharias, der Vater Johannes’ des Täufers, erkannte, dass ein Retter beschafft worden war, und dass sein Sohn Johannes den Weg vor ihm her bereiten sollte. (Luk. 1:67-79) Zur Zeit der Geburt Jesu wussten eine Anzahl Hirten, dass er der Messias, Christus der Herr, sein sollte, denn Jehovas Engel sprach zu ihnen: „Euch wurde heute ein Erretter geboren, welcher ist Christus, der Herr.“ Diese Tatsache machten sie kund. (Luk. 2:8-20, NW) Ein gewisser Simeon hatte eine göttliche Verheissung empfangen, dass er „den Tod nicht sehen werde, ehe er den Christus Jehovas gesehen hätte“, und als er das junge Jesuskind im Tempel sah, bestätigte er die Erfüllung der Verheissung mit den Worten: „Meine Augen haben dein Mittel der Errettung gesehen.“ (Luk. 2:25-32, NW) Ferner war im Tempel Anna zugegen, eine Prophetin, die das Jesuskind als den kommenden Befreier anerkannte. — Luk. 2:36-38, NW.

Bestimmt wurden diese bedeutsamen Dinge dem Jesusknaben kundgetan, und es mag sein, dass er dieses besondere Verhältnis und diese besondere Verpflichtung gegenüber Jehova im Sinn hatte, als er im Alter von zwölf Jahren zu seinen irdischen Eltern sagte: „Wusstet ihr nicht, dass ich im Hause meines Vaters sein muss?“ (Luk. 2:49, NW) Johannes der Täufer scheint diese Dinge ebenfalls erkannt zu haben, wie dies aus seinem Zögern, Jesus zu taufen, hervorgeht, wobei er als Grund anführte, Jesus sei ihm weit überlegen. (Matth. 3:11-15) Somit scheint Jesus ohne Zweifel während seiner Kindheit gewusst zu haben, dass er der verheissene Messias sein sollte. Doch sehr wahrscheinlich betrachtete er sein Messiasamt nur als ein über ein irdisches theokratisches Königreich gesetztes. So verstanden es damals die Juden allgemein hinsichtlich der Herrschaft des Messias.

Als Jesus sich dem Alter von dreissig Jahren näherte und seine Erkenntnis der Prophezeiungen sich mehrte, mögen in ihm allmählich Ahnungen aufgestiegen sein, dass das Amt des Messias mehr bedeuten mochte als dies, doch erkannte er wahrscheinlich erst nach seiner Untertauchung und nachdem der heilige Geist auf ihn herabgekommen war, dass er ein himmlisches Königreich besitzen sollte, und dass er schon früher als der Logos existiert hatte. Der natürliche Mensch Jesus erkannte diese Dinge des Geistes nicht, doch als der Geist auf ihn kam, offenbarte dieser sie ihm. „Die Himmel wurden aufgetan“ für ihn und er konnte himmlische Dinge erkennen. (Matth. 3:16, 17, NW) Johannes der Täufer wusste offenbar vom vormenschlichen Dasein Jesu, wenn er sagte: „Der hinter mir Kommende ist mir vorausgekommen, da er vor mir existierte.“ Da Jesus als Mensch nicht vor Johannes gelebt hatte, musste hiermit die vormenschliche Existenz gemeint sein. Doch ist keine Andeutung darüber vorhanden, dass Johannes dies vor der Taufe Jesu gesagt hatte; er sagte es wahrscheinlich danach, möglicherweise um die Zeit, da er vom gesalbten Jesus sprach: „Dieser muss fortan zunehmen, ich aber muss fortan abnehmen“, da beide Ausdrücke eine gewisse Ähnlichkeit des Gedankens aufweisen. — Joh. 1:15; 3:30, NW.

Nach seiner Salbung wusste Jesus entschieden etwas von seiner früheren Existenz als Geistgeschöpf, und er bezeugte es. Laut Johannes 8:58 (NW) sagte er: „Ehe Abraham ins Dasein kam, bin ich.“ Kurz vor seinem Tode sagte Jesus: „So verherrliche nun du, Vater, mich an deiner Seite mit der Herrlichkeit, die ich an deiner Seite hatte, ehe die Welt war.“ (Joh. 17:5, NW) Somit wusste Jesus zufolge seiner Geistzeugung von seinem früheren Dasein als Geistgeschöpf, doch seinen Jüngern waren solche Hinweise oft rätselhaft, und sie erfassten diese geistlichen Dinge nicht, bis ihr Sinn zu Pfingsten ebenfalls durch heiligen Geist erleuchtet wurde. Da es also scheint, dass dieses Verständnis durch heiligen Geist kam, wusste Jesus nichts von seinem vormenschlichen Dasein bis zu seiner Salbung im Jordan, obwohl er während seiner Kindheit verstand, dass er der verheissene Messias sein sollte.

● Warum bezeichnen wir Christen als Sklaven Christi, da doch der Gedanke an die Sklaverei heute so unangenehm ist? Er hat gesagt, er nenne uns nicht mehr Sklaven, sondern Freunde. — M. S., Connecticut.

Allerdings hat Jesus gemäss Johannes 15:15 (NW) gesagt: „Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn ein Sklave weiss nicht, was sein Meister tut. Aber ich habe euch Freunde genannt, weil ich alle Dinge, die ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe.“ Jesus hatte eben die Passahfeier beendet und das Gedächtnismahl mit seinen Aposteln eingesetzt, und es war gerade vor seiner Festnahme und seinem Tode. Anlässlich dieser letzten Ermutigung und Stärkung seiner Apostel war er sehr vertraulich, und doch verneinte er nicht, dass sie dennoch Sklaven waren. Fünf Verse später erinnert er sie an das Verhältnis des Meisters zum Sklaven: „Behaltet das Wort im Sinn, das ich euch sagte: Ein Sklave ist nicht grösser als sein Meister. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort beobachtet haben, werden sie auch das eure beobachten.“ Somit schied er den Ausdruck Sklave nicht aus, sondern zeigte, dass seine Nachfolger, wiewohl Sklaven, doch auch seine Freunde waren. Es war nicht die übliche kalte, formelle Beziehung des Meisters zum Sklaven, denn ausser dieser gesetzlichen Beziehung waren sie auch enge Freunde. Aber diese Freundschaft merzte die Tatsache nicht aus, dass Christen nicht sich selbst gehören, sondern mit einem Preis erkauft wurden und Sklaven Christi sind. — 1. Kor. 6:19, 20; 7:23.

    Deutsche Publikationen (1950-2026)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2026 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen