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  • Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1952
Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1952
w52 15. 7. S. 223-224

Fragen von Lesern

● Wenn in 5. Mose 22:5 gesagt wird, eine Frau solle nicht Männerkleider tragen, bedeutet dies, dass Frauen nie lange Hosen tragen dürften? — J. P., Pennsylvanien.

In 5. Mose 22:5 heisst es: „Es soll nicht Mannszeug auf einem Weibe sein, und ein Mann soll nicht das Gewand eines Weibes anziehen; denn wer irgend solches tut, ist ein Greuel für Jehova, deinen Gott.“ Dieser Text wurde bestimmt nicht in dem Gedanken aufgezeichnet, moderne Frauen daran zu hindern, lange Hosen zu tragen. Männer trugen zur Zeit, da dies aufgezeichnet wurde, nicht Hosen, sondern etwas, was wir heute als Röcke betrachten würden. In Gegenden des Orients trugen die Männer in der Tat rockartige Gewänder, und die Frauen trugen pijamaähnliche Hosen von verschiedener Art. Somit ist das Tragen von Hosen oder gar von Arbeitshosen, zum Beispiel auf einer Farm, durch diesen Text nicht verboten und ist etwas rein Persönliches. Die Frauen können ein gutes Urteil an den Tag legen in bezug auf Zeit und Ort und Ansicht dessen, was in der Gegend, wo sie wohnen, als recht erachtet wird. In einigen Gegenden, wo der Winter streng ist, tragen manche Frauen Hosen, Skianzüge oder ähnliche Kleider, die sie bedecken und ihre Beine schützen. Dies ist gemäss der Schrift nicht verkehrt.

In 5. Mose 22:5 behandelt die Bibel weder Kleidermoden, noch verbreitet sie sich über verschiedene Aufmachungen, sondern anscheinend verbietet sie hier Personen des einen Geschlechts, zum Zwecke der Täuschung die Kleider des andern Geschlechts zu tragen, um als eine Person vom andern Geschlecht zu erscheinen und so den eigentlichen Tatbestand zu verbergen. Die Männer sollten sich nicht zur Täuschung wie Frauen zu kleiden suchen, um die Tatsache zu verhehlen, dass sie Männer sind; noch sollten sich Frauen in Männeranzüge zu kleiden suchen, um die Tatsache zu verhehlen, dass sie Frauen sind. Um noch deutlicher zu werden: die Bibel scheint hier der Sünde der Sodomie einen Schlag zu versetzen. Es war eine Schande, wenn eine Frau ihr Haar gleich dem eines Mannes scheren liess, und es war eine Unehre, wenn ein Mann das Haar so lang wachsen liess wie eine Frau. (1. Kor. 11:6, 14) Die Frau sollte sich nicht eine männliche Note geben, indem sie ihr Haar kurz trug wie ein Mann, oder indem sie Kleider trug wie ein Mann. Dies mochte andern den Gedanken eingeben, sie sei für widernatürlichen geschlechtlichen Gebrauch zur Verfügung. Ebenso der Mann. Wenn er langes Haar trug wie eine Frau oder sich in Frauengewänder hüllte, hätte er bestimmt das Aussehen eines Weichlings und wäre Anträgen von Männern zu widernatürlichem Geschlechtsgebrauch ausgesetzt. Somit ist es dieser tiefere Sinn, der Gedanke an Sodomie, und nicht ein blosses Wechseln von Kleidern an sich, das so etwas zu tun verbietet und das strenge Gericht verdient: „Wer irgend solches tut, ist ein Greuel für Jehova, deinen Gott.“

● Die Verse 4 und 5 von Sprüche 26 scheinen sich zu widersprechen. Welche Erklärung gibt es dafür? — T. L., North Carolina.

Gemäss der Moffatt-Übersetzung lauten diese Verse: „Nie antworte einem Toren gemäss seiner Torheit, damit du ihm nicht gleich werdest: antworte einem Toren gemäss seiner Torheit, damit er sich nicht einbilde, weise zu sein.“ Oder gemäss der Übersetzung von Fenton: „Antworte keinem Toren nach seiner Torheit, sonst machst du dich ihm gleich. Erwidere einem Toren, wie es seine Torheit verlangt, damit er nicht weise zu sein scheine in seinen eigenen Augen.“ Der Schlüssel zur richtigen Verbindung dieser sich scheinbar widersprechenden Anweisungen findet sich in der Warnung, die in jedem Fall erteilt wird. Der Unterschied in der Warnung ist es, der über den Sinn Aufschluss gibt, welcher den Anweisungen hinsichtlich der Antwort an Toren zugrunde liegt.

Wenn du einem Toren gemäss seiner Torheit antwortest, in dem Sinne, dass du in Übereinstimmung mit seiner Torheit oder gemäss derselben antwortest, so stellst du dich in Übereinstimmung mit dem Toren. Die Vernunftschlüsse und Folgerungen des Toren sind ungesund, und deine Antwort sollte nicht in Übereinstimmung sein mit den Ansichten des Toren. Der Tor mag Torheit bekunden in der unwürdigen oder streitsüchtigen Art, womit er folgert, wobei er das Verlangen nach fruchtlosem Wortstreit an den Tag legt, welches zu meiden Christen geboten ist. So würdest du nicht der Torheit des Toren gemäss antworten, indem du seinen törichten Ansichten oder seinen närrischen und erniedrigenden Methoden des Argumentierens beipflichtetest. Weshalb nicht? „Damit du ihm nicht gleich werdest.“ Indes kannst du dem Toren antworten, ohne dich ihm gleich zu machen, und dieser Vers 5 gibt den Rat: „damit er sich nicht einbilde, weise zu sein.“ Wenn du auf die Torheit des Toren nicht eingingest und sie unbestritten und unwiderlegt durchgehen liessest, so würde sich der Tor bestimmt weise fühlen in bezug auf seinen eigenen dünkelhaften Standpunkt. Um dies zu verhindern, würdest du gemäss seiner Torheit antworten, und zwar in dem Sinne, dass du auf Grund seiner törichten Behauptungen antwortest, indem du sie zerlegst und zeigst, wie lächerlich, absurd und der Annahme unwürdig sie sind, wenn sie vernunftgemäss betrachtet werden. Auf diese Weise magst du fähig sein, zu zeigen, dass eines Toren eigene Argumente und falsche Grundsätze zu Folgerungen führen, die weit von dem verschieden sind, was er behauptet. Seine eigene Torheit kann wider ihn verwendet werden, indem du den Spiess drehst, also mit Weisheit auf seine Torheit eingehst, diese analysierst und die Argumente gegen die falsche Stellung des Toren richtest. So handelnd, „antwortest du einem Toren, wie es seine Torheit verlangt“, und verhütest so, dass er „weise wird in seinen eigenen Augen“.

● Licht (Band II) erklärt, dass das Binden und In-den-Abgrund-Werfen Satans, worauf in Offenbarung 20:2, 3 Bezug genommen wird, seinen Tod bedeute. Das Buch „Dies bedeutet ewiges Leben“, Seite 271, spricht von Satan und seinen Dämonen, dass sie „in den Abgrund vollständiger, todähnlicher Untätigkeit gestürzt“ werden. Warum spricht dieses spätere Buch auf diese Weise? — R. S., Kalifornien.

Das Buch „Die Wahrheit wird euch frei machen“ zieht eine Parallele zwischen dem Abgrund von Offenbarung 20:3, in welchen Satan geworfen wird, und dem Abgrund von Römer 10:7 (NW), wo Jesus drei Tage lang tot lag. Somit wird gefolgert: „Der Abgrund, in welchen Satan, der Teufel, für tausend Jahre hinabgeworfen wird, ist derselbe Zustand, in welchem sich Christus Jesus drei Tage lang befand, nämlich der Tod.“ (Seite 352 und 353) Es stimmt, dass Satan während seines tausendjährigen Gebundenseins im Abgrund völlig aus dem Dasein geschieden ist, aber die spätere Äusserung über diesen Punkt, wie sie im Buche „Dies bedeutet ewiges Leben“ enthalten ist, gestattet einen erweiterten Sinn. Zu sagen, dass Satan „in den Abgrund vollständiger todähnlicher Untätigkeit gestürzt“ werde, erlaubt den Gedanken, dass der Körper Satans nicht gänzlich aufgelöst werden mag, und lässt die Möglichkeit offen, dass er auf irgendeine Weise bewahrt werde, wie sie geistigen Körpern entsprechend wäre, gleichwie wir einen Körper von Fleisch und Blut durch Kaltlagerung oder Tiefkühlung aufbewahren können. Satan, das Geschöpf, ist natürlich tot, soweit es ihn betrifft, da er vollständig leblos und ohne Bewusstsein und nicht bloss in betäubtem Zustand ist, während welchem die Lebensprozesse weitergingen. Der Körper dieses Geistgeschöpfes könnte von Gott leicht bewahrt und am Ende der tausend Jahre für die vorausgesagte „kleine Weile“ bloss wieder belebt werden. Nebenbei bemerkt, verweste Jesu menschlicher Leichnam nicht, als er in den Abgrund ging, sondern wurde von Jehova Gott auf übernatürliche Weise beseitigt. (Ps. 16:10; Apg. 2:31) Die besondere Art und Weise, wie Satan im Abgrund gebunden wird, sollte nicht zu einem Streitpunkte werden. Der wichtige Punkt ist, dass er vollständig aus dem Wege geräumt ist und die gesegnete Tätigkeit des Tausendjahrreichs nicht stören kann. Dann, nach seiner Wiederbelebung für die „kleine Weile“, wird sein endgültiger Tod und seine körperliche Auflösung vollständig und bleibend sein, wie dies dadurch symbolisiert wird, dass er diesmal nicht in den Abgrund, sondern in den „Feuer- und Schwefelsee“ geworfen wird. — Off. 20:10, NW.

● Ist es schriftgemäss, von Jehova als allgegenwärtig zu reden? — Ein Leser in Neuseeland.

Es ist nicht schriftgemäss, von Jehova als allgegenwärtig zu reden in dem Sinne, wie dies die Heiden tun, nämlich als ob er ein alles durchdringender Geist wäre. Er hat einen Thron im Himmel, zu dessen Rechten Jesus sich nach seiner Auffahrt setzte, doch kann er irgendeinen Teil seines Universums erreichen und seine Macht bis dorthin betätigen; und seine Augen durchlaufen die ganze Erde, um seine Macht für jene kundzutun, die vollkommenen Herzens sind. (2. Chron. 16:9) Wäre er allgegenwärtig, so würde die Schrift nicht von seinem Kommen und Besuchen der Erde reden, er wäre dann schon hier.

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