Fragen von Lesern
● In Jesaja 7:14 wird vorausgesagt, dass der Messias „Immanuel“ genannt werden solle, doch wurde Jesus nicht so genannt. Weshalb nicht? — J. W., Kalifornien.
Dass sich diese Prophezeiung durch Christus Jesus hinreichend erfüllt hat, geht aus dem Matthäus-Evangelium klar hervor. Wenn sie nicht ihre richtige Erfüllung gehabt hätte, so hätte Matthäus keinen Grund gehabt, besonders darauf aufmerksam zu machen, wie er dies in Kapitel 1, Verse 22, 23 (NW) tat: „All dies geschah tatsächlich, damit erfüllt werde, was von Jehova geredet ist durch seinen Propheten, welcher spricht: ‚Siehe! die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen „Immanuel“ heissen‘, was übersetzt bedeutet: ‚Mit uns ist Gott‘.“ Das Wichtige ist, dass dieser Name eine Bedeutung hatte, und dass Jesus sie erfüllte. Er war Jehovas Vertreter, Jehovas Gesalbter, der Christus oder Messias. Indem Gott den Juden den Messias sandte, zeigte er, dass er mit ihnen und nicht gegen sie war. Er blieb beim treuen jüdischen Überrest, der Jesus als den Messias annahm, und er ist bei denen, die Christus, den König auf dem Throne, zu dieser Zeit annehmen.
Noch weitere Namen wurden für den Messias vorausgesagt; z. B. heisst es in Jesaja 9:6 (Fussn.) von ihm: „Man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott, Ewigvater, Friedefürst.“ Doch alle diese Namen wurden nicht als persönliche Namen für Jesus gebraucht, nach welchen man ihn benannt hätte. Er lebte der Bedeutung dieser Namen entsprechend, und in diesem Sinne wurden sie prophetisch gegeben, um seine Eigenschaften und die guten Dienste anzuzeigen, die er im Interesse der Gehorsamen leisten würde. Ebenso hinsichtlich des Namens Immanuel. Jesus kam der Bedeutung dieses Namens nach und erfüllte so die Prophezeiung, welche ihn dem Messias zuwies, auch wenn nicht Immanuel, sondern Jesus als sein persönlicher Name gebraucht wurde, der ebenfalls sehr sinnreich ist. — Matth. 1:21.
● In 4. Mose 30:7-9 wird gesagt, dass die Gelübde einer Frau durch ihren Mann aufgehoben werden können. Gilt dies heute noch? — T. P., Indiana.
Wenn wir in die Wahrheit kommen und Jehova Gott Gelübde ablegen, sollten wir sie bezahlen, insbesondere unser Gelübde, fortan seinen Willen zu tun. Was der obige Text beschreibt, ist die untergeordnete Stellung der Frauen unter dem Mosaischen Gesetz und wie der Mann verantwortlich war für die Verpflichtungen, an die sich die Ehefrau selbst band. Doch stehen wir heute nicht unter dem Gesetz, und diese Unterwerfung der Frauen unter ihre Männer in bezug auf Gelübde hat keine Anwendung, denn wenn dies der Fall wäre, könnte eine Frau, die einen ungläubigen Mann hat, der der Wahrheit feind ist, das Gelübde, sich Gott dem Herrn hinzugeben, um seinen Willen zu tun und in den Fussstapfen Jesu Christi zu folgen, überhaupt nicht tun. Somit handelt Gott hinsichtlich gemachter Gelübde jetzt mit den Frauen als einzelnen, und der Ehemann hat keinen Einfluss in der Sache noch irgendwelche Macht, solche Gelübde zu annullieren oder zu verbieten. Natürlich sollte eine Frau nicht unvernünftige Gelübde ablegen, die der Erfüllung ihrer rechtmässigen biblischen Pflichten ihrem Mann gegenüber hinderlich wären. (Pred. 5:1-6) Ausserdem sollten wir uns daran erinnern, dass es in Israel nicht Ehemänner gab, welche nicht in einem Bundesverhältnis mit Jehova Gott standen, und folglich ist es unwahrscheinlich, dass die israelitischen Männer irgendwelche rechten Gelübde in bezug auf gottgefällige Hingabe, die ihre Frauen Jehova ablegen mochten, nicht gestattet hätten. Solche Gelübde sind wichtig.