Furchtlos bleiben bis zum vollendeten Ende
SCHWIERIGKEITEN und Katastrophen sind wie ein Platzregen über unsere Generation gekommen, haben die Bewohner der Erde überflutet und durch Angst und Furcht niedergedrückt. Aber das peinigende Andenken an vergangene Schwierigkeiten ist für sie nicht so schwer zu ertragen wie die Furcht vor der Zukunft. Inmitten dieser Ratlosigkeit und Bedrängnis in der Welt sehen sich treue Christen andern furchterregenden Problemen gegenüber, denn als „die Kinder des Lichts“ werden sie von den bösen Elementen dieser finsteren, satanischen Welt heftig verfolgt. Die Finsternis hasst das Licht. (Joh. 3:19-21; 12:36) Dessenungeachtet rät Jehova seinem Volke, nicht entmutigt oder erschreckt zu werden.a
Es besteht guter Grund, weshalb die Glieder des Volkes Gottes furchtlos zu sein geheissen werden. Sie werden zu einem widerspenstigen, hartherzigen und rebellischen Volke, zur Christenheit und ihren Bundesgenossen, gesandt, und es ist ihnen geboten, diesen die göttliche Botschaft der Warnung kundzutun, ohne ein Wort davon wegzunehmen. (Hes. 2:1-8) Die Zeit ist kurz, das endgültige Ende dieses Systems der Dinge ist nahe; demzufolge gibt es keine Zeit zum Zögern, zur Schüchternheit oder Untätigkeit. Wenn das Volk des Herrn sich zurückzieht, wenn es die Botschaft dämpft, oder wenn es aus Furcht vor dem Feinde erzittert, so bedeutete dies schliesslich seine Vernichtung. „Menschenfurcht legt einen Fallstrick; wer aber auf Jehova vertraut, wird in Sicherheit gesetzt.“ Furcht ist ein Ausdruck der Selbstsucht, denn „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern vollkommene Liebe treibt Furcht aus“. — Spr. 29:25; 1. Joh. 4:18, NW.
Die Furcht verhindert Fortschritt, verursacht Hemmungen, lähmt die Tatkraft und versklavt den Sinn zu einem Zustand der Ängstlichkeit und Sorgen. Die Wahrheit dagegen macht jemand von solcher Furcht frei. Liebe zu Jehova Gott und Liebe zu seinem kostbaren Wort der Wahrheit ist somit das, was die Knechte Gottes befreit von der Angst und Furcht vor diesem unruhigen Atomzeitalter. Folglich ist es überaus wichtig, dass du zum regelmässigen Studium der Bibel mit dem Volk des Herrn zusammenkommest. Du beweisest deine Liebe zu Gott durch deine Werke der Liebe. Nimm also mit Jehovas Zeugen teil am Geben dieses Endzeugnisses unter den Menschen aller Nationen, ehe der Schlusskrieg von Harmagedon losbricht.
Und während du vorwärtsgehst und teilnimmst am Verkündigen der frohen Botschaft, dass das theokratische Königreich des Menschen einzige Hoffnung ist, geh nicht in eigener Kraft oder Macht. Niemand ist so stark, dass er von sich aus dem Ansturm der Dämonen standhalten kann. Halte dich nahe an den Herrn und seine Organisation. Blicke zu ihm auf um Gnade und Kraft, und bete darum. Denke an die Worte des Propheten: „Ein ewiger Gott ist Jehova … er ermüdet nicht und ermattet nicht, unergründlich ist sein Verstand. Er gibt dem Müden Kraft, und dem Unvermögenden reicht er Stärke dar in Fülle … die auf Jehova harren, gewinnen neue Kraft.“ Erinnere dich an das, was der Apostel sagt: „Mein Gott wird all eure Bedürfnisse erfüllen nach dem Masse seines Reichtums in Herrlichkeit durch Christus Jesus.“ Erinnere dich der Worte, die der Allmächtige selbst sagt: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; schaue nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ja, ich helfe dir.“ Darum: „Jehova der Heerscharen, den sollt ihr heiligen; und er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken.“ — Jes. 8:13; 40:28, 29, 31; 41:10; Phil. 4:19, NW.
Welch ein unaussprechlicher Lohn wird denen zuteil, die furchtlos bleiben bis zum Ende! Nicht nur werden sie die Bösen vollständig vernichtet sehen, sondern sie werden auch hineinleben in die neue Welt, die frei sein wird von aller Furcht und Not.
[Fußnote]
a Dieser Gegenstand wird eingehend im Wachtturm vom 1. Juni 1950 behandelt.