Er ist näher als sie denken
WAS ist denn so nahe?a Nun, wenn ihr es nicht gehört habt — es ist der Tag der Rechtfertigung Jehovas! Der Tag, da die Feinde und Bedrücker der Menschheit in Harmagedon vernichtet werden. Der Tag, da alle heulenden Feinde Gottes in bitteren Ängsten in der Schlacht Gottes des Allmächtigen den Staub lecken werden. In der Tat ein Tag des Triumphes! Eine Zeit, da jene, die Gerechtigkeit lieben, sehen werden, wie nicht nur der Tag des Verderbens über die gesetzlosen Täter der Ungerechtigkeit hereinbricht, sondern wie ferner Gottes majestätische Königreichsherrschaft in all ihrer Herrlichkeit über die ganze Erde ausgedehnt wird.
Heute macht die Organisation des Teufels alle Anstrengungen, ihre Streitmächte zu verstärken und an ihrer Beherrschung der Erde festzuhalten. Unter dem Banner der Vereinigten Nationen treiben die Mächte dieser alten Welt eine emsige Propaganda und lassen sich in ein militärisches Ringen ein, in dem Bemühen, ihre verschanzte Stellung zu festigen. Politische, kommerzielle und religiöse Führer rühmen diesen Kräfte-Aufmarsch, und in hochmütigem Selbstbewusstsein setzen sie ihr Vertrauen auf menschliche Pläne und Einrichtungen, als ob es uneinnehmbare Bollwerke wären. Aber geradeso wie die alte Stadt Babylon im Jahre 539 v. Chr. in einer einzigen, verhängnisvollen Nacht von ihrer erhabenen Höhe herabstürzte, so wird das neuzeitliche Babylon plötzlich zusammenbrechen.
Betrachtet das neuzeitliche Gegenstück der alten Stadt Babylon. Sie ist eine sittenlose Herrin, die mit den Herrschern der Erde Hurerei treibt. Ihre Schönheit und Pracht ist so künstlich und durchscheinend wie ein äusserer Anstrich, worunter sich grobe Verderbtheit und alle Unreinheit findet. (Off. 17:1-6, 15, 18; 1. Joh. 2:16, 17) Kein Wunder also, wenn Jehova beschliesst, seinen erbarmungslosen Grimm und flammenden Zorn an diesem grossen und schrecklichen Tag, der so nahe ist, über sie auszugiessen. Deshalb der Alarm und die Warnung an alle Bewohner der Erde: „Siehe, der Tag Jehovas kommt grausam, und Grimm und Zornglut, um die Erde zur Wüste zu machen; und ihre Sünder wird er von derselben vertilgen. Und ich werde an dem Erdkreis heimsuchen die Bosheit, und an den Gesetzlosen ihre Missetat; und ich werde ein Ende machen dem Hochmut der Stolzen und die Hoffart der Gewalttätigen erniedrigen.“ — Jes. 13:9, 11.
Gleichwie Jesaja, der Prophet der alten Zeit, diese Warnung erschallen liess, so begeben sich heute Jehovas treue Zeugen eilends durch die Welt und verkündigen, dass der „Tag der Rache unseres Gottes“ nahe herbeigekommen ist. (Jes. 61:2) Natürlich ruft diese Verkündigung unter der Menge des Teufels ein grosses Geheul hervor. „Heulet, denn nahe ist der Tag Jehovas; er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen.“ (Jes. 13:6; Jak. 5:1) Dessenungeachtet muss die Warnung ausgerufen werden zum Nutzen der Menschen guten Willens, welche diese Untergangsnachricht als gute Botschaft aufnehmen. Von Haus zu Haus eilen Jehovas Boten, damit niemand übersehen werde. Sobald sie Interessierte gefunden haben, machen sie Nachbesuche bei ihnen und geben ihnen weitere Beweise aus der Bibel, dass die Vernichtung Babylons ‚nahe bevorsteht‘ und „seine Tage nicht verlängert werden“. — Jes. 13:22.
Jetzt ist keine Zeit, sich vom äusseren Glanz dieser Welt gefangennehmen oder durch ihre Propagandareden „Alles steht gut“ betören zu lassen. Jetzt ist keine Zeit, all dem nachzujagen, was jemand an Besitztümern dieser Welt zu seinem Schutz erhaschen könnte. Auch ist nicht die Zeit, Harmagedon im eigenen Sinn hinauszuschieben. (1. Thess. 5:2-4) Jetzt wie nie zuvor ist die Zeit, sich aufzuraffen zu lebenrettenden Taten, solange es noch Zeit ist. „Jetzt ist es hohe Zeit, aufzuwachen!“ sagt der Apostel Paulus. (Römer 13:11, engl. B.) Die Vernichtung des neuzeitlichen Babylon wird Platz machen für die Ausdehnung der gesegneten Theokratischen Herrschaft Gottes bis zu den Enden der Erde. Lob sei Gott, dass solch bedeutsame Ereignisse näher sind als die meisten Leute denken!
[Fußnote]
a Zu einer eingehenderen Betrachtung dieses Themas siehe den Wachtturm vom 1. Dezember 1949.